Voruntersuchung zu Vorkommen und Bedeutung von Rapfen, Aland und ihren Hybriden im rheinland-pfälzischen Rhein

Zusammenfassung

Rapfen (Schied; Leuciscus aspius) und Aland (Nerfling, Orfe; L. idus) sind zwei eng verwandte Fischarten aus der Familie der Karpfenartigen (Cyprinidae). Beide Arten kommen im Rhein und den angeschlossenen Altarmen vor. Es ist bekannt, dass diese beiden Arten, z.B. im Main, „gelegentlich“ hybridisieren. Über Vorkommen, Verbreitung und Häufigkeit der Hybriden liegen jedoch keine systematischen Untersuchungen vor. Hinsichtlich des rheinland-pfälzischen Rheins ist die Datenlage zu den Elternarten ebenfalls unvollständig.

Die beiden Elternarten Rapfen und Aland verfolgen unterschiedliche Ernährungsstrategien. Während der Rapfen als hochspezialisierter Prädator gilt, wird der Aland eher als opportunistischer Allesfresser angesehen. Daher nehmen beide Arten unterschiedliche ökologische Nischen in Anspruch und ihr Vorkommen in den Ökosystemen wird erheblich unterschiedliche Auswirkungen auf die Ökosysteme und Fischartengemeinschaften haben. Hinsichtlich der Nahrungsökologie der Hybriden, und damit zu ihrer Rolle in den Ökosystemen ist heute nichts bekannt.

Ziel der Voruntersuchungen ist die Bereitstellung von notwendigen Grundlagendaten und die Etablierung von erforderlichen morphologischen und molokulargenetischen Methoden zur Beurteilung der ökologischen Relevanz von Rapfen, Alanden und Rapfen-Aland-Hybriden im rheinland-pfälzischen Rhein-System.

 

 

Drittmittelgeber: Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd

Laufzeit: 1 Jahr

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