Meilensteile

Schon im 16. Jahrhundert legten die Mönche des Klosters Eußerthal Teiche an und besetzten diese mit verschiedenen Fischarten.

Im Jahr 1918/19 erwarb der Fischereiverand Flächen im Birkenthal, wo eine Fischteichanlage zur Aufzucht von Forellen entstand.

Nach einem Ausbruch der Forellenseuche im Jahr 2008/9, entschied der Landesfischereiverband Pfalz e.V. die kommerzielle Fischzucht einzustellen. Der Schwerpunkt auf der Anlage sollte ab nun auf dem Schutz von bedrohten Kleinfischarten liegen. Die Projekte wurden in Zusammenarbeit mit der Struktur- und Genehmigungsbehörde Süd (SGD Süd) und mit der wissenschaftlichen Begleitung der Universität Koblenz·Landau durchgeführt. Diese erfolgreiche Kooperation besteht bis heute. Hinzu kamen Projekte der Aktion Blau Plus des Landes Rheinland-Pfalz, wissenschaftliche Projekte und Kooperationen mit der Verbandsgemeinde Annweiler und dem Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen.

 

Kloster Eußerthal wird gegründet

Karten von Gerard de Jode zeigen ein größeres Gewässer bzw. eine Gewässerlandschaft nördlich des Eußerthals. Nach einem Verzeichnis von 1599, bestanden 20 vom Kloster Eußerthal angelegte, mit verschiedenen Fischarten besetzte Teiche. Das Gebiet umfasste auch den nördlich des Klosters einmündenden Sulzbach. Die Teiche wurden 1561 vor der Säkularisierung angelegt.

Die Teiche im Eußerthal sind noch erhalten, werden aber nicht mehr genutzt. Dies zeigen Landkarten aus dem Jahr.

Der „Pfälzische Kreisfischereiverein“ Speyer e.V. erwirbt Flächen im Birkenthal, welches eine Wende in der Geschichte der Eußerthaler Forellenteiche darstellt. Der Fischereiverein errichtete auf diesem Gelände eine Fischteichanlage zur Aufzucht von Forellen.

Der Rechtsnachfolger des Kreisfischereivereins wurde der Landesfischereiverband Saarpfalz, welcher das vorhandene Bruthaus modernisierte und das Wohnhaus mit Stall auf dem Geländer errichtete.

Fischzuchtmeister Stephan Erber pachtet die Anlage und zieht mit seiner Familie in das Wohnhaus.

Der Landesfischereiverband Pfalz e.V. erweitert die Anlage indem weitere Grundstücke vom Forst gekauft werden. Nach Tod von Stephan Erber übernahm sein Sohn Georg das gepachtete Grundstück und baute Anlage zu einem modernen Lehrbetrieb aus.

Kontakt mit Fischereiverbänden, der Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd (SGD Süd) und dem Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Ernährung, Weinbau und Forsten Rheinland-Pfalz(MULEWF).

Beginn der ersten Doktorarbeit mit Bezug auf die Anlage Eußerthal im Bereich Fischökologie (Rheinfischfauna).

Regionale, nationale und internationale Projekte im Bereich Fische, Flusskrebse und Gewässerentwicklung:
  • Sedimentqualität Rheinnebengewässer (2007)
  • Etablierung Molekulare Genetik und Analytik (2008-2010)
  • Life+ Maifisch (2011)
  • Schutzprogramm für bedrohte Kleinfischarten (2011)

Genehmigung Konzept zur Renaturierung des Sulzbaches durch die Aktion Blau Plus des Landes Rheinland Pfalz.

ertigstellung der Renaturierungsmaßnahmen des Sulzbaches.

  • Umbau des ehemaligen Wohnhauses zur Forschungsstation
  • Erste Stationen des Nature Labs entstehen auf der Anlage
  • Start des Projektes "Auenreaktivierung", eine weitere Aktion Blau Plus Maßnahme des Landes Rheinland Pfalz auf dem Gelände.
  • Fertigstellung der Umgestaltung der Zuchtbecken zu Forschungsbecken in Zuge des Projektes „Auenreaktivierung“
  • Eröffnung des Nature Labs