DFG betont Bedeutung von Geschlecht und Vielfältigkeit für Forschungsvorhaben

Der Senat der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) hat in einer Stellungnahme die Bedeutung der Berücksichtigung von Geschlecht und Vielfältigkeit für Forschungsvorhaben unterstrichen. Während international die Relevanz von Geschlecht und/oder Vielfältigkeit bereits von vielen Förderorganisationen abgefragt wird, nimmt die DFG im deutschen Wissenschaftssystem eine Vorreiterrolle ein.

Durch die Berücksichtigung von Geschlecht und Vielfältigkeit bei der Vorbereitung und Durchführung eines Forschungsvorhabens lassen sich „blinde Flecken“ vermeiden und damit die wissenschaftliche Qualität der Ergebnisse erhöhen. So wurde etwa die Forschung zu Risiken für Osteoporose bei Männern lange vernachlässigt, inzwischen ist jedoch bekannt, dass auch Männer zu rund einem Drittel betroffen sind und wirksamer Therapien bedürfen. Zudem zeigen Crashtest-Dummys, die nach männlichen und weiblichen Körpermodellen gestaltet sind, individuelle Verletzungsrisiken für beide Geschlechter auf und helfen, diese zu verhindern. Mehr...


Datum der Meldung 08.06.2020 00:00
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