Thema der 6. Trifels Summer School

Große globale Herausforderungen

Angesichts großer globaler Herausforderungen, wie zum Beispiel Finanzkrise, Flüchtlingskrise oder Klimakrise, stellt sich die Frage, ob unsere vorherrschenden Analyse- und Handlungsansätze ausreichend sind, um die relevanten Veränderungen und Probleme sinnvoll zu adressieren. Gerade der vorherrschende wissenschaftliche Ansatz ist häufig von kleinteiligen und linearen Analysen geprägt, die aus den Ergebnissen abgeleiteten Handlungsempfehlungen sind ebenfalls häufig kleinteilig und inkrementell.

Gibt es für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler einen sinnvollen alternativen Ansatz, um zu anderen Arten von Analysen und Handlungsempfehlungen zu kommen? Wie geht man mit dem Problem der Komplexität um? Wie kann man entsprechende Ansätze lernen und lehren sowie deren Ergebnisse öffentlich kommunizieren?

In der Trifelser Summer School 2019 können Sie als Nachwuchswissenschaftlerin und Nachwuchswissenschaftler den Ansatz des Systemdenkens kennenlernen sowie fächerübergreifend erlernen und erproben (siehe Programm). Wie die Liste der Beispiele zeigt, ist das Thema Systemdenken jenseits von Umweltaktivisten längst in Kreisen von Wirtschaft und Regierung angekommen und dort aktuell sehr gefragt.

Systemdenken als handlungsorientierter Ansatz

Systemdenken besagt im Grunde, dass man einzelne Probleme nicht isoliert betrachten kann, weil sie sich normalerweise nicht an fachspezifische Grenzen halten. Systemdenken zielt darauf, bestimmte Probleme zu lösen, d.h. aus dem Verständnis eines Systems zu lernen und sinnvolle Handlungsoptionen abzuleiten.

Ein System kann am besten verstanden werden als ein dynamischer Prozess mit sich gegenseitig beeinflussenden internen und externen Faktoren. Systemdenken versucht unter Verwendung weniger relavanter Schlüsselparameter, darunter auch so genannten weichen Fakten, ein grobes, aber aussagekräftiges quantitatives oder qualitatives Modell zu erstellen. Da abgeschlossene Systeme recht selten sind, ist eine geeignete Abgrenzung des betrachteten Systems notwendig. 

Auf Basis aktueller Forschung und Entwicklungen in Internationalen Organisationen vermitteln Ihnen Experten von mehreren Hochschulen und außeruniversitären Einrichtungen die Grundlagen und Anwendungsbeispiele des Systemdenkens. Ein besonderer Fokus wird dabei auf den Themen qualitatives Systemdenken und Klimawandel liegen. 

Für Nachwuchswissenschaftler/innen

Als Doktorand/in oder Postdoc aus den Natur-, Sozial-, Geistes- oder Ingenieurswissenschaften können Sie an der Trifelser Summer School 20019 teilnehmen. Der fächerübergreifende und praxisorientierte Ansatz, unter anderem durch ein größeres Planspiel (Webseite), ermöglicht allen Teilnehmer/innen einen transdisziplinären Dialog aus Forschung und Praxis. Für alle Teilnehmer/innen gibt es am Ende der Summer School das Zertifikat der Trifels Summer School.

Die Teilnahme ist für max. 20 Personen kostenlos und beinhaltet neben dem inhaltlichen Programm auch die Verpflegung und Übernachtung im Kurhaus Trifels im Zeitraum der Summer School (vgl. Programm). Einzig die An- und Abreisekosten müssen selbst getragen werden.

Grundlage für eine Teilnahme ist eine Bewerbung (bis 19. August 2019 möglich), die Plätze werden bei Qualifikation nach der Reihenfolge der eingehenden Bewerbungen sofort vergeben - rufen Sie dafür die Details unter Teilnahme & Bewerbung auf),