3. Trifelser Gespräch und 3. Trifels Summer School

3. Trifelser Gespräch: Risikokompetenz in der Schule

Wie können wir uns vor falschen Gewissheiten hüten? Gerne richten wir uns nach Experten, die Empfehlungen regelmäßig auf Grundlage wissenschaftlicher Studien aussprechen, oder nutzen im Alltag digitale Helfer. Doch Wissenschaft stützt sich auf Wahrscheinlichkeiten und eine Software liefert ihre Ergebnisse durch uns unbekannte Algorithmen. Dadurch bleiben Risiken erhalten und für Experten wie Laien ist es unentbehrlich, diese möglichst gut verstehen zu
können – diese Fähigkeit wird als Risikokompetenz bezeichnet.

Inwieweit können unsere Kinder Risikokompetenz bereits in der Schule erlernen Diese Frage diskutieren Dr. Mirjam Jenny, leitende Wissenschaftlerin des Harding-Zentrums für Risikokompetenz am Max-Plank-Institut für Bildungsforschung in Berlin, OStD a.D. Lothar Bade, ehemaliger Schulleiter des PAMINA Gymnasiums in Herxheim, und Prof. Dr. Alexander Kauertz, Leiter des Zentrums für Lehrerbildung der Universität Koblenz-Landau. Es moderiert Markus Appelmann, bekannt durch die SAT.1 Nachrichten und das Wissensmagazin Planetopia.

Die Veranstaltung in der Reihe „Trifelser Gespräch“ ist öffentlich und kostenlos. Alle Interessierten, insbesondere Lehrer und Eltern, sind ganz herzlich eingeladen:

Kurhaus Trifels, von 20 bis 21 Uhr
Kurhausstr. 25, 76855 Annweiler

22. September 2016, 20 bis 21 Uhr

Kurhaus Trifels

Zentrum für Lehrerbildung

3. Trifels Summer School: Risikokompetente Gesellschaft

Wie trifft man Entscheidungen in einer ungewissen Welt?

In unserer Gesellschaft werden Wissenschaftler/innen regelmäßig gebeten, als Fachleute Hilfestellung für Entscheidungen in vielen Bereichen zu geben. So gibt es kaum einen Medienbericht zu gesellschaftlichen Problemen in denen nicht Stellungnahmen aus der Wissenschaft vorkommen. In politischen Debatten wird häufig auf wissenschaftliche Gutachten und Gegengutachten verwiesen. Auch der Einzelne sucht gerne Rat auf wissenschaftlicher Grundlage, zum Beispiel im Gespräch mit einem Arzt.

Doch es ist oft schwierig, aus wissenschaftlichem Wissen praktische Empfehlungen für individuelle und gesellschaftliche Entscheidungen abzuleiten. Menschen suchen nach Gewissheiten, während Wissenschaft sich auf Wahrscheinlichkeiten stützt. Letztlich muss unsere Gesellschaft mit Unsicherheiten und Ungewissheiten umgehen können, eine Fähigkeit die als Risikokompetenz (risk ltiteracy) bezeichnet wird. Diese Fähigkeit setzt voraus, dass sowohl Fachleute wie auch Laien sinnvoll über Risiken kommunizieren können.

In der Trifelser Summer School 20016 können Sie als Nachwuchswissenschaftler/in Risikokompetenz fächerübergreifend erlernen und erproben (siehe inhaltliche Schwerpunkte). Auf Basis aktueller Forschung vermitteln Ihnen Experten von mehreren Universitäten und vom Harding Zentrum für Risikokompetenz des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung die anthropologischen, psychologischen und mathematischen Grundlagen sowie Anwendungsbeispiele aus den Bereichen digitale Welt, Finanzen, Umwelt, Gesundheit. und Bildung (siehe Programm). Der fächerübergreifende Ansatz ermöglicht einen interdisziplinären Dialog zu Forschung und Praxis.

 

Als Doktorand/in oder Postdoc aus den Natur-, Sozial- oder Geisteswissenschaften können Sie an der Trifelser Summer School 20016 teilnehmen. Die Teilnahme ist für max. 20 Personen kostenlos und beinhaltet neben dem inhaltlichen Programm auch die Verpflegung und Übernachtung im Kurhaus Trifels im Zeitraum der Summer School (vgl. Programm). Grundlage für eine Teilnahme ist eine Bewerbung (bis 17. Juli 2016 - rufen Sie dafür im Menü rechts die Details auf), Für alle Teilnehmer gibt es am Ende der Summer School das Zertifikat der Trifels Summer School.

Jährliches Qualifizierungsangebot im Universitätsverbund

Zukunftsthemen für Wissenschaft und Gesellschaft

Die Trifels Summer School wird jährlich vom Verein Begegnungszentrum Kurhaus Trifels angeboten, dem folgende Universitäten angehören: Technische Universität Darmstadt, Universität Heidelberg, Technische Universität Kaiserslautern, Karlsruher Institut für Technologie, Universität Koblenz-Landau, Universität Mannheim. Jedes Jahr übernimmt eine andere Universität die Federführung.

Die Themen der Summer School sollen eine zentrale und fächerübergreifende Bedeutung für die Zukunft von Wissenschaft und Gesellschaft haben. Die 3. Trifels Summer School wird 2016 von der Universität Koblenz-Landau zum Thema „Risikokompetente Gesellschaft - Wie trifft man Entscheidungen in einer ungewissen Welt“ organisiert. Themen früherer Summer Schools waren die Chancen und Risiken der synthetischen Biologie, organisiert von der Universität Heidelberg, und der Umbau des Energiesystems, organisiert von der Technischen Universität Darmstadt.

Das jährliche Trifelser Gespräch mit einer öffentlichen Podiumsdiskussion zum Thema der Trifels Summer School ist ein integraler Bestandteil des Qualifizierungsangebots.