Profil

Über uns...

Die Friedensakademie Rheinland-Pfalz ist seit Juli 2014 eine „besondere wissenschaftliche Einrichtung“ (§ 97 HochSchG) der Universität Koblenz-Landau. Ihre Gründung geht auf eine Initiative der rheinland-pfälzischen Landesregierung aus dem Jahr 2011 zurück. Danach, sollen friedenspolitische Aktivitäten im Land unterstützt und zivile und präventive Strategien des Konflikt- und Krisenmanagement gestärkt werden. Der rheinland-pfälzische Landtag hat für die Haushaltsjahre 2013 und 2014 entsprechende finanzielle Mittel bereitgestellt. Träger und Unterstützer der Friedensakademie ist ein Ende 2013 gegründeter gemeinnütziger Verein.

Die Friedensakademie Rheinland-Pfalz hat sich die Realisierung verschiedener Aufgaben zum Ziel gesetzt.

 

Öffentlichkeitsarbeit: So leistet die Friedensakademie beispielsweise durch die Beteiligung an öffentlichen Veranstaltungen und durch die Organisation von eigenen Veranstaltungsangeboten einen eigenständigen, weithin sichtbaren Beitrag zur gesellschafts- und friedenspolitischen Öffentlichkeitsarbeit in Rheinland-Pfalz.

Vernetzung: Angestrebt wird die enge Zusammenarbeit mit verschiedenen friedenspolitisch aktiven Initiativen und Organisationen im Land. Durch die Organisation von Workshops und Symposien zu verschiedenen Thematiken aus den Themenfeldern der Krisenprävention und zivilen Konfliktbearbeitung stärkt und unterstützt die Friedensakademie zudem die Vernetzung der verschiedenen Akteure und Akteursgruppen in diesen Handlungsfeldern.

Qualifizierung & Bildung: Überdies engagiert sich die Friedensakademie gemeinsam mit Partnern im Bereich der Entwicklung von Qualifizierungs- sowie Weiter- und Fortbildungsangebote für unterschiedliche Berufs- und Akteursgruppen.

Friedenswissenschaftliche Forschung & Lehre: Als eine Einrichtung an der Schnittstelle zwischen Friedensarbeit und Friedensbildung engagiert sich die Friedensakademie ferner auch in den Bereichen der akademischen Friedens- und Konfliktforschung. Insbesondere anwendungs- sowie problemorientierte Friedensforschung bietet die Möglichkeit, innovative Impulse für die aktuellen öffentlichen Diskurse von friedenspolitischen Themen bereitzustellen oder diese selbst in die Öffentlichkeit hineinzutragen.

Die Friedensakademie an der Universität: Ihre besondere Katalysatorrolle und Schnittstellenfunktion wird durch ihre institutionelle Verankerung an der Universität Koblenz-Landau und durch den Rückgriff auf die universitären Ressourcen und interdisziplinären Kooperationsmöglichkeiten gestärkt. Diese besondere Verankerung erleichtert es der Friedensakademie auch als ein Forum zu fungieren und eine aktive Rolle im Bereich eines praxisorientierten Austauschs zwischen politischen Entscheidungsträgern, Forscherinnen und Forschern sowie Friedensfachkräften einzunehmen.

Die Friedensakademie als Forum: Ein zentrales Anliegen der Friedensakademie ist es, die verschiedenen Aufgaben und Tätigkeiten mit Blick auf einen "Knowledge Circle" wahrzunehmen. Insbesondere anwendungs- und problemorientierte Forschung läuft leicht in die Gefahr, die Aufgabe von Forschungs- und Wissenstransfer eher eindimensional zu verstehen. Deshalb kann es nicht allein darum gehen, "Wissen" aus der akademischen Welt in die Öffentlichkeit hinein zu vemitteln. Denn dabei wird übersehen, dass Wissenschaft und Forschung stark von den Praktikern und Expertinnen "im Feld" profitieren können. Idealerweise sollte der Wissenstransfer deshalb mehrdimensional und wechselseitig sein. Die Friedensakademie versteht sich daher als ein institutionalisiertes Forum für friedenswissenschaftliche und friedenspolitische Dialoge, an denen zivilgesellschaftliche Akteure, Wissenschaftler/innen, Experten/innen und verschiedenste politische Akteure zusammenfinden können, um in einen  Austausch zu treten und gemeinsam voneinander zu lernen.