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Krankenversicherung für Studenten: Privat vs. Gesetzlich

Mit dem Studentenleben beginnt für viele junge Menschen ein neuer Lebensabschnitt. Häufig zieht man zuhause bei den Eltern aus, um näher am Studienort zu sein. Mit der neu gewonnenen Freiheit und Selbstständigkeit gehen aber auch Pflichten einher, wie die Wahl einer Krankenversicherung zum Beispiel. In diesem Artikel wird daher darauf eingegangen, was Sie als Studierende bei der Auswahl Ihrer Krankenversicherung beachten müssen, und ob es sich lohnt, sich bei einer privaten Krankenversicherung zu versichern.

Studenten haben die Qual der Wahl

Generell können Studierende wählen, ob sie gesetzlich oder privat krankenversichert sein wollen. Sind beide Ihrer Eltern gesetzlich versichert, können Sie sich bei der Krankenkasse Ihrer Eltern bis zum 25. Lebensjahr kostenlos in der Familienversicherung mitversichern lassen. Alternativ haben Sie aber auch die Möglichkeit, sich privat zu versichern.

Ist einer Ihrer Elternteile privat und der andere gesetzlich versichert, können Sie auch der gesetzlichen Krankenkasse beitreten, sofern der gesetzlich versicherte Elternteil mehr verdient als der andere, und beide miteinander verheiratet sind. Die Wahl einer privaten Krankenversicherung steht Ihnen hier ebenfalls offen.

Falls beide Ihrer Eltern privat versichert sind, haben Sie keinen Zugang zu einer kostenlosen Familienversicherung innerhalb der GKV. In diesem Fall können Sie sich dennoch gesetzlich versichern lassen, wenn Sie das wünschen, oder sich eben privat versichern. Ein Sonderfall entsteht, wenn beide Ihrer Eltern Beamte sind und beihilfeberechtigt. Hier profitieren Sie in der privaten Krankenversicherung von der Beihilfe Ihrer Eltern, was den PKV-Beitrag für Sie besonders günstig macht. Vorsicht gilt hierbei jedoch, falls Sie 25 Jahre alt werden während Sie noch studieren, da Ihre Eltern dann kein Kindergeld mehr erhalten und somit die günstige Beihilfe für Sie entfällt. Das heißt, dass der PKV-Tarif dann für Sie teurer wird. Diesen Umstand sollten Sie beim Vergleichen von Tarifen also unbedingt im Hinterkopf behalten. Für Ihren individuellen Fall können Sie zum Beispiel auf Finanzen.de unverbindlich Angebote über die günstigsten privaten Krankenversicherungstarife einholen.

 

Bild: Genau zuhören, wenn es ums Geldsparen bei der Krankenversicherung geht, dann kann nichts schiefgehen. Bildquelle: jc_cards via pixabay.com
Bild: Genau zuhören, wenn es ums Geldsparen bei der Krankenversicherung geht, dann kann nichts schiefgehen. Bildquelle: jc_cards via pixabay.com

 

Vor- und Nachteile der privaten Krankenversicherung für Studenten

Der vergünstigte Studententarif (zurzeit ungefähr 106 Euro pro Monat), den die gesetzlichen Versicherungen anbieten, endet mit Abschluss des 14. Fachsemesters oder spätestens zum 30. Geburtstag. Danach gilt der Tarif für eine freiwillige GKV, der derzeit bei 186 Euro pro Monat liegt.
Private Krankenversicherungen sind in dieser Hinsicht großzügiger, da es bei ihnen keine Beschränkung auf die Anzahl der Fachsemester gibt. Außerdem werden die Studententarife bis zu einem Alter von 34 Jahren gewährt, was die PKV vor allem für Studierende interessant macht, die nicht direkt nach der Schule an die Uni gehen.

Des Weiteren erstatten viele private Krankenkassen Geld zurück, wenn innerhalb eines Versicherungsjahres keine Rechnungen eingereicht wurden.

Außerdem ist das Leistungsspektrum bei einer privaten Krankenkasse oft breiter und es wird mehr erstattet, zum Beispiel Zahnersatz und Sehhilfen – sofern diese Pakete gewählt wurden.

Der Nachteil ist, dass Studierende, die sich gesetzlich über die kostenlose Familienversicherung ihrer Eltern versichern könnten, Beiträge bei der PKV bezahlen müssen.

Der Vorteil der GKV ist, dass sie bis zu Ihrem 25. Lebensjahr kostenlos ist, sofern Sie sich über die gesetzliche Versicherung eines Ihrer Elternteile versichern können. Überschreiten Sie die Altersgrenze oder verdienen Sie während des Studiums mehr als 450 Euro pro Monat, bezahlen Sie den Studententarif, der derzeit bei ungefähr 106 Euro im Monat liegt.

Erhalten Ihre Eltern Beihilfe spielt das in der GKV keine Rolle. Sie profitieren bei der gesetzlichen Versicherung davon also nicht.

Ein weiterer Nachteil ist, dass die GKV-Studententarife oft teurer oder zumindest gleichhoch sind wie die Tarife in der PKV, dabei aber weniger Leistungen abdecken, also nur die Grundversorgung gewährleisten. Auf viele Komforts, die die privaten Krankenkassen bieten, müssen gesetzlich Versicherte verzichten, oder sich durch den Abschluss zusätzlicher Versicherungen erkaufen (z.B. für Zahnersatz oder Sehhilfen).

Fazit

Eine PKV lohnt sich vor allem für Studierende, deren Eltern beihilfeberechtigt sind.

Wer sich nicht kostenlos in der gesetzlichen Versicherung über eines seiner Elternteile versichern kann, kommt mit einem PKV-Tarif häufig günstiger weg und genießt dadurch ein umfangreicheres Leistungsspektrum. Viele private Krankenkassen erstatten sogar Geld zurück, wenn innerhalb eines Jahres keine Leistungen in Anspruch genommen wurden.
Ganz gleich, wofür Sie sich entscheiden, Sie sollten vor Ihrer Entscheidung sowohl die Tarife und Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen, als auch jene der privaten miteinander vergleichen. Dann können Sie ganz entspannt im Hörsaal sitzen.