Fallzahl Standort Mainz: 0 (Warnstufe Grün) Maßnahmenkonzept

Fallzahl Standort Koblenz: 1 (Warnstufe Gelb bis: 05.11.2020) Maßnahmenkonzept

Fallzahl Standort Landau: 2 (Warnstufe Gelb bis: 06.11.2020) Maßnahmenkonzept

Hinweis

Auf diesen Seiten veröffentlicht die Universität Koblenz · Landau Informationen von externen Partnern, deren Informationen seriös erscheinen. Die Universität übernimmt dabei jedoch keine Verantwortung oder Haftung für unlautere Angebote. Sollten Ihnen solche Angebote auffallen, schicken Sie bitte eine E-Mail an das CMS-Team, damit der Link gelöscht werden kann.

Diese Symptome deuten auf eine Refluxerkrankung hin

Quelle: https://pixabay.com/de/illustrations/energieheilung-heilende-h%C3%A4nde-3182787/
Quelle: https://pixabay.com/de/illustrations/energieheilung-heilende-h%C3%A4nde-3182787/

Sodbrennen tritt nach dem Essen häufig auf. Vor allem dann, wenn die Speisen sehr fetthaltig sind, oder große Mengen auf einmal gegessen wurden. Von einer Refluxerkrankung sprechen Mediziner immer dann, wenn es unter normalen Umständen nach dem Essen häufig zu Übelkeit oder Erbrechen kommt. Auch Schmerzen im Brustbein können auf eine Erkrankung hindeuten. Beim Reflux schließt der ringförmige Magenpförtner (Pylorus) nicht richtig, was mehrere Ursachen haben kann. So kann eine Refluxerkrankung angeboren sein und auf eine Muskelschwäche zurückzuführen sein. Oder die Muskulatur ist nicht im normalen Umfang ausgeprägt, sodass ein vollständiger Verschluss des Sphinkters nicht möglich ist. In diesem Fall kann eine Operation dabei helfen, die Beschwerden dauerhaft zu beenden. Wie beim derzeit akuten Corona-Virus gibt es jedoch auch beim Reflux vielerlei Missverständnisse und Falschinformationen im Internet. Vor allem hält sich hartnäckig das Gerücht, Milch und Joghurt könnten eine entzündete Speiseröhre heilen, die auf eine Überproduktion an Magensäure zurückzuführen ist. Noch mehr Irrtümer kursieren rund um eine Variante der Refluxerkrankung, dem sogenannten „stillen Reflux“. 

Stiller Reflux weist häufig diffuse Symptome auf

Beim stillen Reflux sind die Beschwerden nicht immer eindeutig auf zu viel Magensäure zurückzuführen. Die Symptome reichen von Atembeschwerden nach dem Essen über ein vermehrtes Auftreten von Infekten bis hin zu einer übermäßigen Schleimbildung oder Atemwegserkrankungen, die von den Betroffenen nicht auf eine gestörte Magentätigkeit zurückgeführt werden. Bei stillem Reflux kann es passieren, dass die Krankheit zunächst falsch diagnostiziert und daher nicht optimal behandelt wird. Zu den Ursachen dieser Sonderform der Refluxerkrankung zählen bestimmte Biokatalysatoren, welche den pH-Wert in den oberen Atemwegen beeinflussen und für eine Übersäuerung verantwortlich sind. Zu viel Magensäure oder eine Schwäche des Schließmuskels sind in diesem Fall nicht die Hauptauslöser der Gesundheitsprobleme von Betroffenen. Bei stark säurehaltigen Nahrungsmitteln können diese Enzyme innerhalb der Atemwege reaktiviert werden, wo sie bei gesunden Menschen keine Grundlage für Aktivitäten finden. Pepsine sorgen als Verdauungsenzyme in den Hauptzellen der Magensubstanz für eine optimale Aufspaltung von Proteinen aus der Nahrung. 

Häufigkeit von Refluxerkrankungen in Deutschland und Dauer der Beschwerden

Reflux ist in all seinen Formen eine Erkrankung, die bei rund einem Viertel der Deutschen auftritt. Sodbrennen ist in vielen Fällen ein Symptom, das die Diagnose erleichtert. Stiller Reflux wird dagegen nicht immer zuverlässig erkannt, die Dunkelziffer der Erkrankungen kann daher nur geschätzt werden. Nicht immer ist eine gastroenterologische Behandlung bei Sodbrennen zielführend, einige Patienten leiden lebenslänglich unter den Symptomen. Reflux kann angeboren sein, aber auch erst im Verlauf des Lebens können sich plötzlich oder schleichend Beschwerden einstellen. Treten Refluxbeschwerden in der Schwangerschaft auf, häufig im dritten Tertiär, wenn der Fetus die umliegenden Organe transferiert und konfundiert, sind diese Symptome von vorübergehender Natur und verschwinden nach der Entbindung von allein wieder. Ein stiller Reflux wird bei Schwangeren häufig nicht erkannt, eine Überweisung in die Gastroenterologie durch den behandelnden Gynäkologen bleibt meist aus. Leiden Kinder unter Refluxbeschwerden, ist die Medikation besonders schwierig. Eltern greifen häufig auf natürliche Mittel gegen Sodbrennen zurück oder versuchen, die Funktion der Pepsine wieder ins Gleichgewicht zu bringen.

Spätfolgen durch unsachgemäße Therapie bei Refluxbeschwerden

Bleibt eine Refluxerkrankung unerkannt oder wird diese nicht sachgemäß therapiert, kann die Peristaltik des Ösophagus dauerhaft beeinträchtigt werden. Dadurch tritt der Reflux infolge häufiger auf oder erreicht immer weiter entferntere Areale in der Speiseröhre, die Atemwege können in Mitleidenschaft gezogen werden und es treten Beschwerden im Hals und Rachen auf. Eine zuverlässige Methode der Diagnostik von stillem Reflux stellt die Gastroskopie (Magenspiegelung) dar, auch eine Laryngoskopie (Kehlkopfspiegelung) liefert in den meisten Fällen eindeutige Ergebnisse. Ein klares Krankheitsbild ist nötig, um die passende Therapie einzuleiten, also etwa die Produktion von Magensäure einzudämmen, die Reaktivität der Enzyme auf ein normales Niveau zu bringen oder die Funktionalität des Schließmuskels wiederherzustellen. Unbehandelt führt eine entzündete Speiseröhre in vielen Fällen zu dem Auftreten von Karzinomen, löst chronische Krankheiten wie Asthma aus oder kann zu bleibender Kurzatmigkeit führen.