BAföG - und Sozialberatung

BAföG- und Sozialberatung

Ein Schwerpunkt des Referats Soziales liegt in der Sozialberatung. Diese wird von der Mitarbeiterin des Referats, Sabine Kottenhahn, durchgeführt.
Zur Sozialberatung gehören:

  • Beratung bezüglich BAföG (Antragsstellung, Erklärung der BAföG-Bescheide, Härtefallanträge, Widerspruchsverfahren...)
  • Beratung zu weiteren Finanzierungsmöglichkeiten des Studiums (Kredite, Stipendien, Sozialleistungen...)
  • Beratung zu Themen wie Jobben während des Studiums, Studieren mit Kind, Wohngeld, Sozialversicherung, Krankenversicherung...
  • Schuldnerberatung
  • Vergabe zinsloser Darlehen in akuten finanziellen Notlagen
  • Ausstellung von Berechtigungsscheinen des Mieterschutzbundes und für den Stromspar-Check der CarMen gGmbH

 

Sprechzeiten:

Solange wir wegen der Corona-Pandemie keine persönlichen Sprechzeiten anbieten können, gilt folgendes:

Telefonsprechzeiten: 

Montag       9 - 11 Uhr
Mittwoch  10 - 14 Uhr 

Telefon: 0261 - 287 1665 

Sollte während der Telefonsprechstunde niemand ans Telefon gehen oder sich der Anrufbeantworter einschalten, so bin ich entweder im Gespräch (dann bitte etwas später noch einmal anrufen oder eine E-Mail mit der Bitte um Rückruf senden) oder ich bin krank oder im Urlaub (dies ist dann weiter unten in Rot notiert).

 

E-Mail-Erreichbarkeit:

Außerhalb der Telefonsprechstunde erreichen Sie die BAföG- und Sozialberatung per E-Mail:
E-Mail: astaberatung at uni-koblenz.de 

 

Bitte beachten Sie, dass die BAföG- und Sozialberatung nur während der Sprechzeiten (s.o.) mit einer wöchentlichen Arbeitszeit von 6 Std. besetzt ist. E-Mails werden daher in der Regel auch nur montags und mittwochs beantwortet, wobei die persönliche/telefonische Sprechstunde immer vorgeht,

Dringende E-Mails von Mittwochnachmittag bis Freitag 12:00 Uhr werden am Freitag (12-17 Uhr) beantwortet.

Längere Abwesenheitszeiten (z.B. wegen Urlaubs)  finden Sie auf dieser Webseite verzeichnet.

 

 

 

Postanschrift:

AStA Uni Koblenz
BAföG- und Sozialberatung
Universitätsstr. 1
56070 Koblenz

Sichere Kommunikation:

Gerne dürfen Sie mit uns auch in Ihrem Interesse verschlüsselt via E-Mail kommunizieren.
Der GPG-Fingerprint lautet: 0x65B2A87AAD9E7D0F
Alternativ ist der öffentliche Schlüssel hier hinterlegt: 0x65B2A87AAD9E7D0F.asc
Bei Fragen oder nötiger Hilfestellung zur Verschlüssungen o.Ä. wenden Sie sich bitte vertrauensvoll an

 

 

50 Jahre Titelbild  

(K)ein Grund zum feiern!

 

#BAföG50 Das Bundesausbildungsförderungsgesetz – BAföG – trat 1971 in der BRD in Kraft und löste damit sein Vorgängermodell ab. Ziel des BAföGs in seiner ursprünglichen Form war es, dass Schüler*innen und Studierenden aus einkommensschwächeren Bevölkerungsschichten bei der Finanzierung ihrer Ausbildung geholfen werden sollte. Kurzum: Chancengerechtigkeit im Bildungswesen. Hierzu wurde es als Vollzuschuss konzipiert und ein Rechtsanspruch auf Förderung verankert. Die Höchstförderung wurde anhand der Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks errechnet und die Bedarfssätze sowie Elternfreibeträge sollten alle zwei Jahre überprüft werden, um sie gegebenenfalls anzupassen.

Von dem einst durchdachten Konzept zur Herstellung von Chancengerechtigkeit im deutschen Bildungssystem ist heute jedoch immer weniger zu spüren. Die Zahlen sind eindeutig: Abgesehen von der großen Reform 2001 unter Rot-Grün, haben die meisten eher kleinen Anpassungen den Trend nicht umkehren können.

 

 

Für eine zukunftsweisende Reform des BAföGs, jetzt!

Beschreibung der ofiziellen Petition

 

Das BAföG wird 50! Eigentlich ein Grund zum Feiern, denn die Einführung eines Rechtsanspruchs auf staatliche Unterstützung bei der Studienfinanzierung als Vollzuschuss war ein Meilenstein auf dem Weg zu freier Bildung über sozio-ökonomische Klassengrenzen hinweg.

Aber das BAföG hat sich nicht gut gehalten. Jahrzehntelang wurde dem Gesetz durch verschiedene Bundesregierungen hart zugesetzt: von der faktischen Abschaffung der Schüler:innenförderung, zwischenzeitliche Umwandlung in ein Volldahrlehen, über die jahrelang versäumte Anpassung der Förderhöhe an reale Bedarfe, bis zur historisch niedrigen Förderquote von unter 11,4 % aller Student:innen 2020 (1971 waren es noch ca. 45%). In der Corona-Pandemie sind die verpassten Reformen unübersehbar geworden: insbesondere Studierende aus der unteren Mittelschicht fallen durchs Raster, Schüler:innen können sich keine Laptops leisten und Auszubildende erhalten oft weder genug Lohn noch genug BAföG, um sich über Wasser zu halten. Wir wollen das nicht länger hinnehmen. Alle Menschen, gleich ihrer finanziellen und familiären Umstände, sollen sich die Bildung leisten können, die sie wollen.

 

Wir brauchen deshalb jetzt eine umfassende Reform! Daher fordern wir:

  • Rückkehr zum Vollzuschuss: der Verschuldungszwang ist einer der Hauptgründe, kein BAföG zu beantragen, oder erst gar kein Studium aufzunehmen.
  • Wiedereinführung des allgemeinen Schüler:innen BAföGs ab Klasse 10 ohne Sonderbedingungen: Um allen Schüler:innen den Erwerb einer Hochschulzugangsberechtigung grundsätzlich zu ermöglichen, müssen auch alle Schüler:innen grundsätzlich förderfähig werden, selbstverständlich auch die Mehrheit, die noch bei ihren Eltern wohnt. Denn: Bildungsungleichheiten verschärfen sich bereits in der Schule und im Übergang von der Schule zur Hochschule.
  • Anpassung der Fördersätze an die Realität: Der BAföG Höchstsatz liegt weit unter dem tatsächlichen Bedarf. Geldsorgen stehen erfolgreicher Bildung im Weg, die Sätze müssen deshalb sofort massiv angehoben werden und automatisch alle zwei Jahre angepasst werden.
  • Flexibler & realistischer Wohnkostenzuschuss: Mieten sind nicht überall gleich. Wohnpauschalen müssen deshalb dem örtlichen Bedarf entsprechen.
  • Klare Perspektive zur familienunabhängigen Förderung: das aktuelle BAföG baut auf einem veralteten Familienbild auf. Wessen Familie die eigene Ausbildung nicht unterstützen will oder kann, obwohl sie es nach BAföG müsste, hat keine Chance auf Förderung. Der einzige Weg: die eigenen Eltern verklagen. Stattdessen muss Schul- Studiums- und Ausbildungsfinanzierung die Betroffenen direkt fördern und ihnen zur Selbstständigkeit verhelfen.
  • Erhöhung der Elternfreibeträge: Durch zu niedrige Elternfreibeträge erreicht das BAföG Menschen nicht, die es dringend nötig hätten. Bis das System familienunabhängig aufgestellt ist, müssen die Elternfreibeträge deutlich erhöht werden um die Förderquote wieder deutlich anzuheben.
  • Unabhängigkeit vom Aufenthaltsstatus: wer in der BRD lernt, muss auch gefördert werden können. BAföG muss deshalb für alle zugänglich sein. Egal, was auf ihrem Pass steht.
  • Altersunabhängigkeit: Wer studiert hat wenig Zeit, den eigenen Lebensunterhalt zu verdienen. Egal in welchem Alter. Die Altersgrenze von 30 bzw. 35 Jahren muss deshalb fallen. So ermöglichen wir selbstbestimmte Entscheidungen über die eigene Bildung, zu jeder Zeit. Lebenslanges lernen darf keine Floskel bleiben.
  • Abkopplung von Regelstudienzeit und Abschaffung der Leistungsnachweise: Bildungsbiografien sind heute sehr unterschiedlich. Viele studieren de facto in Teilzeit. Für selbstbestimmte Bildung müssen diese Einschränkungen weichen.
  • Digital- & Lernmaterialspauschale: zusätzlich zur Förderung gibt es eine bedarfsgerechte Pauschale für elektronische Geräte, Literatur etc.
  • Auch abseits des BAföG muss etwas geschehen, damit der eigene Bildungsweg wirklich frei von finanziellen Zwängen gewählt werden kann:
  • Gesetzliche Mindestausbildungsvergütung von 80% der durchschnittlichen tariflichen Ausbildungsvergütung: Ordentliche Vergütung für Arbeit! Die Vergütung muss jährlich automatisch angepasst werden auf Grundlage der Zahlen des Bundesinstituts für Berufsbildung.
  • Förderbedingungen für Berufsschüler:innen und Meister-„BAföG“ angleichen: Ob jemand studiert oder eine Ausbildung aufnimmt darf keine Geldfrage sein, weder das eine noch das andere darf finanziell schlechter gestellt sein. Die Konditionen der Förderungen müssen deshalb für alle gleich gut sein.

 

Quelle: https://bafoeg50.de/bafoeg/

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