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Startschuss für KONECS

Bericht zur Auftaktveranstaltung am 29.08.2012

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Knapp 50 aufgeschlossene Lehrerinnen und Lehrer sowie Schulleiterinnen und Schulleiter aus dem Großraum Koblenz fanden am 29. August den Weg ins Institut für Grundschulpädagogik am Campus Koblenz der Universität Koblenz-Landau. Eingeladen hatten die Mitglieder der Projektgruppe „KONECS – Koblenzer Netzwerk Campus, Schulen und Studienseminare“ unter Leitung der Grundschulprofessorin Prof. Dr. Heike de Boer, die im Rahmen einer Informationsveranstaltung ihre Ideen für eine bessere Vernetzung der Lehrer/innenbildung mit der schulischen Praxis vortrugen und zur Diskussion stellten.

Nach einem Grußwort des Vizepräsidenten für Studium und Lehre, Prof. Dr. Peter Ullrich, umriss Prof. Dr. Heike de Boer das Potential eines Koblenzer Netzwerks, das Grundschulforschung und -lehre an der Universität, schulpraktische Studien in den Ausbildungsseminaren sowie Erfahrungen und Herausforderungen des Schulalltags zusammenbringt.

Ziel ist es, gewinnbringende Fragestellungen zu erarbeiten, voneinander und miteinander zu lernen und Synergieeffekte zu erwirken. Dabei wird intendiert, sowohl die Ausbildung von Grundschullehrerinnen und -lehrern als auch die pädagogische und didaktische Arbeit in den Schulen gemeinsam weiterzuentwickeln.

Um die Möglichkeiten einer solchen Verzahnung von Theorie und Praxis zu konkretisieren, stellte Prof. Dr. Heike de Boer zusammen mit ihrer Kollegin Prof. Dr. Daniela Merklinger einige konkrete Beispiele für unterschiedliche Formen der Zusammenarbeit vor:

So könnten zukünftig zahlreiche thematische Bezüge zu aktuellen Fragen der Grundschulen vor Ort im Rahmen von Seminarveranstaltungen hergestellt werden; z. B. indem Studierende Lernprozesse von Kindern in unterschiedlichen schulischen Situationen beobachten, dokumentieren und detaillierte Erkenntnisse über deren Aneignungswege im Umgang mit konkreten Aufgaben und Lernmaterialen oder über Gruppeninteraktionen generieren. Dabei lernen sie, Lernausgangslagen zu bestimmen und diagnostische Überlegungen daran anzuschließen.

Die Durchführung von Sachgesprächen in kleinen Gruppen als Grundlage für die Analyse der eigenen Fragehaltung sowie des Sprechanteils von Schüler/innen wurde als weitere Möglichkeit vorgestellt.

Auch im Bereich Deutschdidaktik gibt es Anknüpfungspunkte; So können Studierende in Grundschulklassen das „Schreiben zu Vorgaben“ erproben und evaluieren, sich Texte von Schreibanfängern diktieren lassen oder mit einer Schülergruppe Vorlesegespräche führen. Dadurch gewinnen sie einen ressourcenorientierten Blick auf kindliche Lernprozesse und können Lehrerinnen und Lehrer dabei unterstützen, Unterricht und Schulleben zu reflektieren und weiterzuentwickeln.

Eine weitere Möglichkeit der Zusammenarbeit ist die Anfertigung empirischer Masterarbeiten, die auf konkrete Fragen Koblenzer Grundschulen zugeschnittenen werden. Hier können Studierende in enger Zusammenarbeit mit einem Grundschulkollegium ein Forschungsvorhaben entwickeln, das sich unmittelbar auf die individuelle Schulsituation bezieht und zu neuen Impulsen beitragen kann.

Die Lehrerinnen und Lehrer zeigten sich sehr offen für die Idee des Koblenzer Netzwerks Campus, Schulen & Studienseminare und diskutierten im Anschluss an den Vortrag angeregt über Anknüpfungspunkte, Chancen und Schwierigkeiten des Projekts. Viele Schulen äußerten konkrete Ideen für eine thematische Zusammenarbeit, u. a. zu den Themen Lesen, Übergang Kindergarten/Grundschule, Unterrichtsmethoden oder Leistungsbeurteilung. Einige signalisierten bereits konkretes Interesse an einer oder mehrerer Formen der Zusammenarbeit im kommenden Wintersemester und füllten einen Fragebogen als Grundlage für ihre Mitarbeit im Netzwerk aus.

Zum Abschluss der Veranstaltung bedankten sich die Mitglieder der KONECS-Projektgruppe herzlich für das zahlreiche Erscheinen und die aktive Mitgestaltung der Auftaktveranstaltung und verteilten an die anwesenden Schulen noch für sie vorbereitete Steckbriefe, die auf Basis von zuvor geführten Interviews erstellt worden waren und für Netzwerkmitglieder und interessierte Außenstehende die zentralen Informationen der Koblenzer Grundschulen bereithalten sollen.

(Bericht: Dominik Müller, Prof. Dr. Heike de Boer; Foto der Schreibsituation: Miriam van Bonn)