Begleitforschung

GeKOS ist nicht nur in die universitäre Lehre eingebunden, sondern wird auch wissenschaftlich begleitet. Die wissenschaftliche Begleitforschung richtet sich erstens auf die Kinder und den Beitrag zu deren Integration, zweitens auf die Studierenden und den Beitrag zu ihrer Professionalisierung sowie drittens auf die Projektorganisation und die Zufriedenheit der Beteiligten.

Sie versteht sich dabei zum einen als Evaluation, die die Erreichung der Projektziele überprüft und zur Abstimmung von Abläufen im Projekt auf aktuelle Herausforderungen beiträgt. Die Ergebnisse werden in diesem Sinne als Grundlage zur Reflexion und Verbesserung des Projekts genutzt. Zum anderen versteht sie sich als Beitrag zum Forschungs- und Erkenntnisstand der Erziehungswissenschaft in den Bereichen des inter- und transkulturellen Lernens sowie der schulpädagogischen Professionalisierung. Daher werden die Ergebnisse der Begleitforschung regelmäßig in Projektberichten veröffentlicht sowie auf nationalen wie internationen Tagungen und Publikationen vorgestellt und diskutiert.

Kinder

Zur Evaluation der kindbezogenen Ziele werden ab dem dritten Durchgang Lebensweltgespräche mit den Kindern durchgeführt. Beim ersten gemeinsamen Gespräch zwischen Mentee und Mentor/in sollen primär die Interessen und Lebenswelt der Kinder thematisiert und auf Tonband aufgenommen werden. Diese erste Aufnahme dokumentiert zugleich auch die Verbindungsaufnahme und den Beziehungsaufbau zum Kind. Am Ende des Projekts führen die Studierenden mit den Kindern ein zweites gemeinsames Gespräch. Grundlage dieses Gesprächs sind Fotos, die gemeinsame Tandemaktivitäten abbilden und somit die Möglichkeit bieten, wichtige gemeinsame Momente erneut zu erleben und seitens des Kindes auch zu verbalisieren.

Studierende

Projektbegleitend werden zum einen Lerntagebücher eingesetzt. Zu vier ausgewählten Zeitpunkten, die über die gesamte Teilnahme verteilt sind, werden die Studierenden aufgefordert, bedeutsame Erfahrungen, Herausforderungen, die Beziehung zu Kindern und Eltern sowie persönliche Entwicklungsziele zu schildern. Dadurch gewinnen wir einen Einblick in Lern- und Bildungsprozesse auf Seiten der Studierenden. Zum anderen nutzen wir einen Fragebogen zur Erfassung von Einstellungen gegenüber Inter- und Transkulturalität sowie zur pädagogischen Arbeit mit zugewanderten Menschen. Dieser wird jeweils zu Beginn und zum Ende eines Projektdurchgangs eingesetzt, um im Längsschnitt Veränderungen der Einstellungen erfassen zu können.

Projektorganisation

Während der Projektdurchführung finden laufend Gespräche im Projektteam sowie mit Studierenden und Kooperationspartnern an. Diese werden in Form von Gesprächsprotokollen festgehalten und stehen bei der Interpretation anderer Instrumente als Kontextwissen zur Verfügung. Zudem werden am Ende jedes Durchgangs die Zufriedenheit der Studierenden und mögliche Verbesserungsvorschläge mit Hilfe eines Fragebogens erfasst. Dessen Ergebnisse werden bei der Planung des jeweils nächsten Durchgangs berücksichtigt.