Professionalisierung

Die Arbeit mit zugewanderten Kindern ist eine anspruchsvolle Aufgabe, der sich Lehrer/innen und Pädagog/innen in einer globalisierten Welt und angesichts ständig neuer Rekorde bei den weltweiten Flüchtlingszahlen zunehmend werden stellen müssen. Daher ist es dringend notwendig, Studierende in entsprechenden Studiengängen gut auf die anstehenden Herausforderungen vorzubereiten. Sie müssen nicht nur über ein großes Handlungsrepertoire verfügen, sondern auch Barrieren bei sich selbst und anderen überwinden und das eigene Denken und Handeln reflektieren können. Dies sind wesentliche Kennzeichen pädagogischer Professionalität.

Darum knüpft GeKOS an das Konzept der transformatorischen Bildung an, das aktuell als Schlüsselkonzept diskutiert wird, der wachsenden Komplexität heutiger Herausforderungen zu begegnen. Im Mittelpunkt steht nicht die Vermittlung von Rezepten oder best practice-Beispielen und deren Übernahme durch die Studierenden, sondern deren Fähigkeit, individuell bedeutsame Herausforderungen zu erkennen, dafür Lösungen zu finden und sich konstant weiterzuentwickeln. Die Mitarbeit im Projekt eröffnet den studentischen Mentor/innen Erfahrungen im Kontakt mit fremden Kulturen und Lebenswelten, die spannend und interessant sind, zuweilen aber auch irritieren und verunsichern. Sie bauen einen Kontakt zu einem Kind, seiner Familie und anderen Bezugspersonen auf, von denen sie viel Dankbarkeit erfahren, die aber auch Ansprüche an sie stellen, mit denen sie umzugehen lernen müssen. Die Begleitung der Studierenden durch Supervisionen, Reflexionsaufgaben, Erfahrungsaustausche und Sprechstunden unterstützt sie dabei, mit diesen Erfahrungen produktiv umzugehen und sie für die individuelle Professionalisierung zu nutzen.