Seminarthemen Sommersemester 2020

Unser Angebot im Sommersemester 2020

 

Das Seminar führt in grundlegende Fragen des (Recht-) Schreiblernens und -lehrens in der Grundschule ein und versucht, die vom SPIEGEL 2013 in seiner 25. Ausgabe beschworene „Rechtschreipkaterstrofe“, die Kinder und Jugendliche deutschlandweit zu „Schlechtschreibern“ machte, in den Blick zu nehmen und zu diskutieren. Mit der arbeiteten theoretischen Grundlage möchten wir Ihre Kinder zum „Schreiben verführen“. Dazu erstellen die Studierenden eine Lernlandschaft zum Thema „Schreiben“, die sie Ihnen und Ihren Kindern präsentieren und zur Erprobung zur Verfügung stellen.

Das Seminar setzt sich mit dem vielschichtigen Phänomen Kinderzeichnungen auseinander, aus entwicklungs-psychologischer, erziehungs- sowie sozialwissenschaftlicher und fachdidaktischer Perspektive. Hierbei lernen die Studierenden Kinderzeichnungen auch als Methode kennen, um sich im Kontext sachunterrichtlicher Fachdidaktik an die Präkonzepte, also die Vorstellungen zu einer „Sache“ und damit an die individuellen Lernvoraussetzungen der Kinder, anzunähern. Dazu sollen Kleingruppen von Studierenden einen Rahmen vorbereiten, der Kinder dazu einlädt, ihr Vorwissen zum Thema „Verdauung“ oder „Bienen und Honig“ (oder ggf. einem Thema nach Wunsch des*der Lehrer*in) in einer Zeichnung zu präsentieren. Die Zeichnungen würden eingesammelt (oder abfotografiert) sowie anschließende Kurz-Interviews mit den Kindern zu ihrer Zeichnung geführt werden (Audioaufzeichnung). Die Zeichnungen werden im Seminar anonymisiert ausgewertet und reflektiert. Die Ergebnisse können gerne an den*die Lehrer*in vermittelt werden.

Die Besuche der Studierenden sollten im Zeitraum KW 23, 24 oder 25 stattfinden, individuelle Terminabsprachen sind hierbei möglich.

Im Seminar werden die Studierenden in Kleingruppen angeleitet, Unterrichtsmaterialien für den Religionsunterricht der Grundschule in der 3. und 4. Klasse zu entwickeln. Sie erhalten die Möglichkeit, aus der Theorie (Fachwissenschaft & Fachdidaktik) heraus in die praxisorientierte Vorbereitung einzutauchen und anschließend das selbst erstellte Unterrichtsmaterial in einer Religionsstunde praktisch zu erproben.

Im Mittelpunkt des Lernprozesses stehen dabei das Lernen anhand von Zeugnissen, Artefakten und kulturellen/religiösen Gegenständen der jeweiligen Religion /Konfession.

Folgende drei Themenbereiche sind angezielt:

A)     Themenbereich „Weltreligionen“ am Beispiel Judentum und Islam.

B)     Themenbereich „Christliche Konfessionen“: katholisch-evangelisch / katholisch-orthodox

C)     Thema „Flucht und Migration“, das im Rahmenplan der Frage nach verantwortlichem Handeln in der Welt zugeordnet werden kann.

Es werden zwei Besuche stattfinden. Der erste Besuch zum Kennenlernen im Mai 2020; der zweite Besuch zum Durchführen des Religionsunterrichts im Juni 2020.

 

Wahrheit und Lüge; Glück und Unglück - was ist das? Philosophische Gespräche mit Kindern über Mensch und Welt, über gesellschaftliche, natürliche und technische Phänomene unseres Daseins stehen im Mittelpunkt dieses Seminars und werden verknüpft mit der Frage, wie Kinder dazu ermutigt werden können, eigene Gedanken und Ideen zu produzieren und argumentativ zu äußern, Fragen zu stellen und diesen im gemeinsamen Gespräch nachzugehen. Mit Bilderbüchern, Fabeln und Dilemmageschichten werden philosophische Fragen entwickelt und argumentativ verhandelt. Das Gespräch ist von zentraler Bedeutung für den Erkenntnisgewinn im Sachunterricht. So stehen die Auseinandersetzung mit Gelingensbedingungen für anspruchsvolle kollektive Gespräche mit Kindern einerseits und die Beschäftigung mit dem besonderen Format des philosophischen Gesprächs andererseits im Mittelpunkt des Seminars. Die Studierenden bereiten drei philosophische Gespräche je nach Wunsch der Lehrkraft in Kleingruppen oder mit der gesamten Klasse vor und führen sie im 14 tägigen Rhythmus durch. Unterrichtsmaterialien und Kinderliteratur zum Philosophieren mit Kindern werden vorbereitet und zur Verfügung gestellt.

Interaktionen sind Schlüsselmoment eines qualitätsvollen Lehrens und Lernens. Im Seminar setzen sich die Studierenden theoriebasiert aber auch praxisreflektierend damit auseinander, wie insbesondere im Rahmen geöffneten Unterrichts Interaktionen professionell gestaltet werden können: Zwischen instruktiven und ko-konstruktiven Elementen, zwischen direkter Unterstützung und zurückhaltender Beobachtung, zwischen Sach- und Kindorientierung ... . Wie Gelegenheiten geschaffen werden können, damit sich Kinder eigenständig mit den Dingen auseinandersetzen können, wie Beobachtung und Unterstützung im Gespräch Lern- und Bildungsprozesse fördern können, wie Individuum und Großgruppe zusammengebracht werden können.

Dazu wollen wir in der KW 25, 26 oder 27 Kinder in eine kleine Lernwerkstatt zum Thema „Schwimmen und Sinken“ einladen. Die Kinder werden hierbei aufgefordert, etwas Schwimmendes zum Sinken zu bringen und etwas Sinkendes zum Schwimmen und hierzu zu experimentieren, tüfteln, basteln, … Ein*e Student*in begleitet jeweils ein Kinderpaar. Diese Interaktion stellt später für uns im Seminar den Reflexionsgegenstand dar.

Die Besuche der Kindergruppen müssten in KW 25, 26 oder 27 stattfinden, zwischen 10 und 12 Uhr (für 45-75 Minuten). 

Im Seminar steht das literarische Lernen im Zentrum, damit soll Lesen nicht in erster Linie als Lese(verstehens)förderung verstanden werden, sondern das spezifisch Literarische steht im Mittelpunkt, so z. B. die Entwicklung der Vorstellungsbildung, Perspektiven-übernahme oder die aufmerksame Wahrnehmung literarischer Sprache. Im Seminar wird zudem mit neuen literarischen Texten für die Grundschule gearbeitet: vom Erstlesebuch über kürzere Geschichten bis hin zum Kinderroman. Den Studierenden soll die Möglichkeit gegeben werden, in Schulen Impulse aus dem Seminar zu erproben - das muss nicht immer mit der ganzen Klasse geschehen, sondern es kann auch in kleineren Gruppen gearbeitet werden.

 Es wäre schön, wenn den Studierenden ein oder zwei Doppelstunden zur Verfügung gestellt werden könnten, die die Studierenden mit Ihnen selbstständig absprechen. Seminardidaktisch wären Termine in der zweiten Hälfte des Semesters (ab Ende Mai) sinnvoll.

Die Studierenden können Ihnen die Seminarmaterialien zugänglich machen und damit Hinweise auf neue Kinderliteratur geben und vielleicht ja auch auf methodischer Ebene den ein oder anderen neuen Impuls weitergeben.

Märchenbilderbücher eröffnen durch ihre Vielfalt viele Lernpotentiale in allen Klassenstufen der Grundschule. Im Seminar werden wir uns vor allem mit innovativen Märchenbilderbüchern beschäftigen, verbunden mit dem Erzählen und Vorlesen von Märchen. Die Illustrationen eröffnen Kindern zusätzliche Zugänge zu Märchen und ermöglichen einen ersten interpretativen Zugang. Den Studierenden soll die Möglichkeit gegeben werden, in Schulen Impulse aus dem Seminar zu erproben - das muss nicht immer mit der ganzen Klasse geschehen, sondern es kann auch in kleineren Gruppen gearbeitet werden.

Es wäre schön, wenn den Studierenden ein oder zwei Doppelstunden zur Verfügung gestellt werden könnten, die die Studierenden mit Ihnen selbstständig absprechen. Seminardidaktisch wären Termine in der zweiten Hälfte des Semesters (ab Ende Mai) sinnvoll.

Die Studierenden können Ihnen die Seminarmaterialien zugänglich machen und damit Hinweise auf neue interessant Märchenbilderbücher geben und vielleicht ja auch auf methodischer Ebene den ein oder anderen neuen Impuls weitergeben.

Schwache Leser folgen häufig einer inhaltlichen „Ratestrategie“, ohne den wahren Sinn von Sätzen bzw. Texten zu erfassen. Im Seminar lernen die Studierenden Bausteine einer Leseförderung kennen, die es Lernenden ermöglicht, sprachliche Strukturen zu erkunden. Die Studierenden haben die Aufgabe, diese sprachreflexiven Lernangebote weiterzuentwickeln und im Unterricht zu erproben. Die Schüler/innen können dabei ihr Sprachgefühl vertiefen (oder ggf. erstmals entwickeln) sowie Problemlösestrategien beim Lesen auf Satzebene entdecken.

Die Besuche sollten im Zeitraum Ende Mai / Anfang Juni stattfinden. Damit die Studierenden ihr Frageverhalten, die Eignung der eingesetzten Aufgaben sowie die Zugriffsweisen der Kinder analysieren und reflektieren können, nehmen sie ihre Unterrichtsstunden auf Tonband auf.