Das Institut stellt sich vor

Profil des Instituts für Grundschulpädagogik

Das Institut für Grundschulpädagogik ist an dem BA-MA-Studiengang für das Lehramt an Grundschulen insbesondere am Fach Grundschulbildung, ebenso am Fach BA Bildungswissenschaften wie auch am Studiengang BA-Pädagogik beteiligt. Eine wesentliche Aufgabe der angehenden GrundschullehrerInnen und PädagogInnen ist es, anschlussfähige Bildungsprozesse für alle Kinder in Gang zu setzen. Das setzt im Rahmen des Studiums vor dem Hintergrund einer gewachsenen Komplexität des Berufsbildes voraus, in fachdidaktischen, personalen, organisationalen, sozialen und kulturellen Dimensionen in Forschung und Lehre zur Professionalisierung auf einem hohen Niveau beizutragen. Lehre und Forschung sind an unserem Institut an folgenden Leitvorstellungen orientiert.

LEITVORSTELLUNGEN

Fragende, forschende und reflexive Haltung

Im Mittelpunkt stehen Studierende als Konstrukteure ihrer Bildungsprozesse und als Lernende. Die systematische Verzahnung von theoriegeleitetem Studium, empirischer Forschung und reflektierter Praxis ermöglicht es, forschende und kritisch fragende Haltung aufzubauen. Der Aufbau von Reflexionswissen und die Fähigkeit, Deutungskompetenz in einem kontinuierlichen Interpretationsprozess zu entfalten, erfolgt an qualitativ empirisch ausgerichteten Settings und mittels kasuistischer Verfahren.

Blick auf Kinder

Ein wesentliches Anliegen ist, Kinder als Subjekte ihres Handelns und Akteure in ihren Lebenswelten wahrnehmen und ihre Perspektive rekonstruieren zu lernen. Die Auseinandersetzung mit den für Kinder bedeutsamen Inhalten und Vorstellungen, sowie mit Ästhetik, Sprache, Körperlichkeit und Leiblichkeit sind wichtige Zugänge zu ihren Lebenswelten. Ebenso gilt es, den Blick zu schärfen für Kinder, deren Handlungen als Schülerinnen und Schüler eine wesentliche Prägung durch die Institution Schule erfahren.

LernerInnenperspektiven

Zukünftige LehrerInnen unterrichten heterogene Lerngruppen. An sie wird im Besonderen die Anforderung gestellt, individuelle Lernausgangslagen für einzelne Kinder auszudifferenzieren und das Potenzial von Heterogenität für Bildungsprozesse zu nutzen. Die Beobachtung von Schülern und Schülerinnen im Unterricht als pädagogische und didaktische Aufgabe wird als wesentlicher Zugang zum Lernen grundgelegt. Die Ausrichtung des Blicks auf Können, Wissen und Lern- und Erwerbsprozesse von SchülerInnen als wichtige Voraussetzung für didaktisches Handeln wird systematisch erprobt. Der beobachtende Blick wird in unterschiedlichen fachdidaktischen Settings geschult, auch um eine Sensibilisierung in der Wahrnehmung und Bewusstheit für die sprachliche Darstellung pädagogischer Situationen sowie eine Verzahnung der Beobachtung mit Selbstbeobachtungen und -reflexionen zu erwirken.

Lernen in Kooperation mit Schulen und Kita

Die Entwicklung, Umsetzung, Analyse und Reflexion unterrichtlicher Handlungen in Zusammenarbeit und im kooperativen Austausch mit Lehrenden in Grundschulen und im Elementarbereich stellt eine wichtige Arbeitsgrundlage dar. Der Berufsfeldbezug wird durch die theorie- und empiriegeleitete Auseinandersetzung mit schulischer und frühpädagogischer Praxis an Fragen des Schul- und Kitaalltags unterstützt.

Schulentwicklung

Konzeptionelle Entwicklungen im Sinne des Innovierens erfordern es, den Blick über die einzelne Klasse oder einzelne Lerngruppe hinaus zu richten. Schulische und elementarpädagogische Arbeit vollzieht sich im Spannungsfeld von Personal-, Unterrichts- und Organisationsentwicklung und erfordert die Zusammenarbeit und Einbindung der beteiligten Akteure sowie die Perspektive auf Schule/Kita im Mehrebenensystem; dazu gehören neben Kindern, LehrerInnen, SozialpädagogInnen, ErzieherInnen und Schulleitung auch Eltern und außerschulische Kooperationspartner. Die Kommunikation und Kooperation nach innen und außen ist eine wesentliche Handlungsaufgabe, auch im Sinne des kritisch-reflexiven Umgangs mit Anforderungen.