Fallzahl Standort Koblenz: 1 (Warnstufe Gelb bis 02.12.2020) Maßnahmenkonzept

Lehrveranstaltungen

Lehre im Modul 02 "Fachwissenschaftliche Grundlagen":

In diesem Modul biete ich pro Semester mit Blick auf die anderen Veranstaltungen des Lehrkörpers zwei der aufgeführten Lehrveranstaltungen an:

 

Umgang mit Mehrsprachigkeit in heterogenen Lerngruppen

Die Relevanz sprachlicher Integration gewinnt aufgrund der Flüchtlingsthematik, aber auch im Zuge der Globalisierung an Bedeutung. Dies stellt Lehrkräfte oft vor eine Herausforderung. Zukünftige Lehrkräfte besser auf diese Kulturen- und Sprachenvielfalt vorzubereiten und über die Konsequenzen für den Unterricht im eigenen Fach nachzudenken und diese zu diskutieren, ist Ziel des Seminars. Dabei werden in einer allgemeinen thematischen Einführung zunächst einige notwendige Wissensgrundlagen sowohl über Bildungsbenachteiligung und den Erst- und Zweitspracherwerb als auch die deutsche Sprache geschaffen. Danach werden ausgewählte andere Sprachen vergleichend in den Blick genommen. Darauf aufbauend werden Diagnoseverfahren ebenso thematisiert wie Sprachförderungsmaßnahmen im Unterricht.

 

Sprachförderung im Unterrichtsalltag

Die Studierenden hospitieren nach einer fachdidaktischen Einführung zum Thema drei Stunden im Fachunterricht (alles außer Englisch möglich), also z.B. 3 Mathestunden (so aufeinanderfolgend wie möglich). Die konkreten Termine/Stunden werden zwischen den Lehrkräften und den Studierenden abgesprochen. Die Studierenden haben konkrete Beobachtungsaufträge mit dem Schwerpunkt Sprachförderung vor dem Hintergrund der Seminarinhalte formuliert. Ihr Auftrag ist es, diese Aufträge zu bearbeiten. Die Studierenden reflektieren ihr erarbeitetes Material dann anhand im Seminar erarbeiteter Kriterien. Wenn gewünscht, stellen die Studierenden die Ergebnisse den Lehrkräften zur Verfügung, sobald sie im Seminar noch einmal thematisiert wurden. Das Seminar findet in Kooperation mit dem Projekt KoNeCS statt.

 

 

Projektseminar1: Gestaltung und Erprobung eigener mehrsprachiger Bilderbücher

In meinem Projektseminar erstellen die Studierenden in Kleingruppen eigene mehrsprachige Bilderbücher. Diese werden gegen Ende der Vorlesungszeit in den Druck gegeben. Ihre Erprobung mitsamt der Konzipierung und Durchführung einer Mitmachaktion für teilnehmende Grundschulklassen erfolgt am Ende des Semesters im Rahmen von durch die Studierenden und die Stadtbibliothek Koblenz organisierten Lesungen in der Stadtbibliothek Koblenz.

Für die Kleingruppen sind jeweils drei bis vier Studierende vorgesehen. Zur Gruppenfindung schätzen sich die Studierenden selbst ein, welchem Kompetenzbereich sie sich zuordnen:

  1. Ich kann gut Texte schreiben./Ich schreibe gerne Texte.
  2. Ich kann gut planen und organisieren./Ich plane und organisiere gerne.
  3. Ich kann gut zeichnen, malen, illustrieren./Ich zeichne, male, illustriere gerne.
  4. Ich kann mich in einer anderen Sprache als Deutsch verständlich ausdrücken./Ich bin in einer anderen Sprache als Deutsch kundig.

 

Jede Bilderbuchgruppe ist möglichst aus allen vier Kompetenzbereichen zusammengesetzt. Jegliche Absprachen erfolgen autonom in jeder Gruppe. Grundsätzlich gilt für die Arbeit in den Bilderbuchgruppen eine hohe Selbstverpflichtung gegenüber den gemeinsamen Planungen der jeweiligen Bilderbuchgruppe. Diese Planungen gelten als feste strukturelle sowie inhaltliche Vorgabe für das gesamte Semester.

 

1Das Seminarkonzept bezieht sich auf Ausführungen und Erfahrungen Matthias Rürups von der Bergischen Universität Wuppertal und lehnt sich an die Konzeption und Durchführung eines Projektseminars von Dr. Silke Allmann aus dem Wintersemester 2013/2014 an.

 

 

Sprachliche und kulturelle Vielfalt in der Grundschule

-        In Planung    -

 

 

Lehre im Modul 07 "Didaktik des Deutschunterrichts":

In diesem Modul biete ich pro Semester eine Lehrveranstaltung zum Thema Texte schreiben in der Grundschule an:

Schrift und Schreiben sind unerlässlich für die Teilhabe an Bildung. Daher stellt sich die Frage, wie Schülerinnen und Schülern ein Zugang zu Textualität eröffnet werden kann. Dazu wird sich im Seminar zunächst auf theoretischer Ebene mit der Funktion und Bedeutung des Schreibens im Allgemeinen auseinandergesetzt und deren Verortung im Teilrahmenplan erarbeitet. Darauf folgend wird sich zum einen mit der Wichtigkeit des Handschreibens als motorischer Aspekt des Schreibens beschäftigt, zum anderen mit der Frage, welche (kognitiven) Prozesse beim Schreiben durchlaufen werden und welcher (Kon)texte sich im Unterricht bedient werden kann, um zum Schreiben anzuregen. Der zweite Teil des Seminars wendet sich Fragen zur Reflexion von Kindertexten, der Leistungsbewertung und Strategien zur Überarbeitung zu.