Forschungsprojekte

     

     

    Leitung: Prof. Dr. C. Quaiser-Pohl

    Spatial ability is strongly related to achievement in and attraction towards STEM learning yet is underdeveloped among many young people. The large gender gap in spatial ability in favour of males means girls are over-represented in the low spatial ability group and therefore more disadvantaged in STEM learning. SellSTEM will create ways to develop spatial ability among children through online learning, tactile activities, integrated with other subjects and through project-based learning. Early stage researchers will work with teachers and teacher educators to identify barriers and enablers to developing spatial ability so they can provide sustainable classroom solutions to increase the spatial ability of children. Improved curricula will be produced along with strategies to change teacher education and teaching practice. Guides for teachers to assessing spatial ability and classroom teaching activities for differentage groups will be developed so teachers can promote growth in spatial ability especially among girls. SellSTEM will produce new knowledge and methods to increase STEM enrolment and reduce gender imbalance.

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    gefördert von: EU - Horizon 2020

    Laufzeit:  Januar 2021 - Dezember 2023

    Leitung: Prof. Dr. C. Quaiser- Pohl

    Nicht wenige Arbeitsplätze sind heutzutage “mobil” und somit Schwingungen ausgesetzt. Dass diese Schwingungen körperliche Symptome wie beispielsweise Sehstörungen, Übelkeit oder Atemnot verursachen können, wurde in Voruntersuchungen bereits festgestellt. Ziel der Arbeitsmedizin war es bisher, Grenzwerte festzulegen, die eine langfristige Schädigung des Körpers und der Organe durch Schwingungen vermeiden. Leistungseinbrüche durch die Exposition können jedoch schon viel früher auftreten und wurden bisher nur selten betrachtet. Im Rahmen des Forschungsprojekts wird daher mit Hilfe akustischen Schalls untersucht, ab welchem Frequenzbereich die Leistungsfähigkeit eines Individuums eingeschränkt ist. Hierbei wird erstmals auch der Infraschallbereich berücksichtigt. Der Einfluss von Infraschall, der für den Menschen nicht hörbar ist, wird als besonders interessant empfunden. Ziel der Versuchsreihe ist es, den Einfluss von Schall (inkl. Infraschall) auf die kognitive Leistungsfähigkeitund das subjektive Wohlbefindenzu untersuchen. Das Einbeziehen von Infraschall ist hierbei ein neuer und bisher kaum erforschter Bereich. Durch die Analyse der unterschiedlichen Reaktionen der Probanden auf die Exposition und der jeweils zugrunde liegenden persönlichen Eigenschaften, sollen u.a. Verfahren für die Eignungsdiagnostik im Kontext mobiler Arbeitsplätze entwickelt werden. Das Projekt legt den Grundstein für weitere Forschung im Bereich Akustik und Kinetose und kann dazu beitragen in einer Vielzahl an Berufen humanere und effizientere Arbeitsbedingungen zu schaffen.

     

    gefördert von:  Zentrum für Innovation und Weiterbildung e.V. (ZIW), Föhren

    Laufzeit: Oktober 2019 - Dezember 2022

    (im Rahmen der Graduiertenakademie von Profil3, Schwerpunkt "Schule - Unterricht - Lernen")


    Leitung: Prof. Dr. C. Quaiser-Pohl und apl. Prof. Dr. M. Endepohls-Ulpe

    Schriftsprachliches Lernen mit literarischen Vorgaben und Lesemotivation in der Grundschule Bildungssprache ist eine Sprache, die im Vergleich zur Alltagssprache sehr viel komplexer ist. Sie zu beherrschen ist eine zentrale Voraussetzung für eine erfolgreiche Teilhabe an Bildung. An dieser Stelle setzt das vorliegende Forschungsprojekt an, in dem die Bedeutung impliziter Lernprozesse für den Erwerb komplexer, schriftsprachlicher Strukturen im Zentrum steht. Anstatt bestimmte sprachliche Strukturen zu trainieren, wird auf das wiederholte Vorlesen von literar-ästhetisch anspruchsvollen Bilderbüchern sowie auf mündliche und schriftliche Formen der Anschlusskommunikation gesetzt. Ausgangspunkt ist die literarische Dimension der Bücher, ist das Eintauchen in narrative Welten, die den Kindern im Sinne des ‚höreraktivierenden Vorlesens‘ (Spinner) angeboten werden. Auswirkungen dieses didaktischen Ansatzes auf verschiedene Aspekte des schriftsprachlichen Lernens (z.B. Wortschatz, Syntax) und ihre Bedeutung im Kontext der Lesemotivation werden in drei Teilstudien untersucht.

    gefördert von: Graduiertenakademie Bildung - Mensch - Umwelt

    Laufzeit: seit 1.3.2016

     

    Teilprojekt 1: „Schriftsprachliches Lernen im Kontext von Bilderbüchern in gereimter und nicht gereimter Sprache – Eine Interventionsstudie in Klasse 3

    Der Erwerb schriftsprachlicher Strukturen ist stark davon abhängig, wie viel Erfahrungen die Kinder mit dieser deutlich von der Alltagssprache zu unterscheidenden Sprachform jeweils haben. Im Anschluss an die sog. Kontrasthypothese, die besagt, dass die Aufmerksamkeit für schriftsprachliche Strukturen im Erwerb umso größer ist, je größer der wahrgenommene Kontrast zwischen Mündlichkeit und Schriftlichkeit ist, soll im Rahmen einer kontrollierten Intervention untersucht werden, inwiefern die starke Geformtheit gereimter Sprache den Erwerb konzeptionell schriftsprachlicher Strukturen in besonderer Weise herausfordert. Dazu sollen drei Klassen (n= 60 Kinder) Bilderbücher mit gereimter Sprache vorgelesen bekommen und schriftliche und mündliche Anschlussaufgaben erhalten. Drei Klassen machen dasselbe mit Bilderbüchern ohne gereimte Sprache; eine Kontrollgruppe von drei Klassen (n=60) durchläuft ein von Umfang und Art vergleichbares nicht-sprachliches didaktisches Angebot. Insofern ergeben sich drei Fragestellungen,  die in Teilprojekt 1a und 1b mit unterschiedlichen Auswertungsschwerpunkten untersucht werden sollen:

    1. Wie gehen Kinder mit den konzeptionell schriftsprachlichen Strukturen der Vorgabe in den Eigenproduktionen um? Inwiefern unterscheidet sich der Umgang mit schriftsprachlichen Strukturen zwischen Klassen, die zu gereimten Bilderbüchern gearbeitet haben, von denen, die mit nicht gereimten Bilderbüchern gearbeitet haben?(1b)
    2. Welche Auswirkungen hat diese Art von Umgang mit Literatur auf die schrift-sprachlichen sowie die sozial-kognitiven Fähigkeiten der Kinder? (1a)
    3. Lassen sich differenzielle Verläufe in Bezug auf die Verwendung schriftsprachlicher Strukturen und die damit verbundenen Lernprozesse aufzeigen? (1a und 1b)

    Teilprojekt 1a: Quantitativ orientierter Auswertungsansatz

    Leitung: Prof. Dr. C. Quaiser-Pohl

    Die Entwicklungen der Kinder im Bereich von Syntax und Wortschatz, aber auch im Bereich sozial-kognitiver Fähigkeiten wie der Perspektivübernahme, die für den Umgang mit Literatur zentral sind, werden quantitativ-methodisch untersucht. Dazu werden die interessierenden Konstrukte mit Hilfe von standardisierten Testverfahren (Lese- und Schreibtests, Sprachentwicklungstests, Tests zur Perspektivenübernahme) aber auch durch selbst entwickelte Verfahren (z.B. zum literarischen Sprachgebrauch) erfasst. Diese werden in einem Prä-Post-Design allen drei Gruppen zweimal vorgegeben. Zusätzlich wird der Sprach- und Bildungshintergrund der Kinder erhoben und kontrolliert.

    Teilprojekt 1b: Qualitativ orientierter Auswertungsansatz

    Leitung: Prof. Dr. D. Merklinger (Institut für Grundschulpädagogik)

    Die Verwendung schriftsprachlicher Strukturen wird inhaltsanalytisch in den Kinderprodukten analysiert. Außerdem wird zu untersuchen sein, wie die Kinder bestimmte schriftsprachliche Strukturen und auch literarische Mittel, die die Vorgaben anbieten, in ihren Eigenproduktionen verwenden. Vor dem Hintergrund der Ergebnisse der Testverfahren aus Teilstudie 1a können zudem individuelle Lernentwicklungen von Kindern mit unterschiedlicher Ausgangslage qualitativ genauer beschrieben werden, die im Bereich von Syntax und Wortschatz verschiedene Zuwächse verzeichnen. Anhand der Kinderprodukte lässt sich – auf der Grundlage der Daten von Kindern mit großen Lernzuwächsen – rekonstruieren, welcher Umgang mit den Sprachstrukturen der Vorgaben für kindliche Zugänge zu Schriftlichkeit lernförderlich sein kann.

    Teilprojekt 2: „Entwicklung der Lesemotivation von Jungen und Mädchen in der Grundschule“

    Leitung: apl. Prof. Dr. M. Endepohls-Ulpe und Madeleine Stein, M. Ed.

    Anhand einer Fragebogenerhebung sollen im Rahmen des dritten Teilprojektes  die Interventionsmaßnahmen zum Umgang mit literarischen Vorgaben  in ihrer Auswirkung auf die Lesemotivation evaluiert werden. Außerdem sollen  in einer erweiterten Erhebung die Bedeutung verschiedener im Zusammenhang mit der Entstehung und Aufrechterhaltung von Lesemotivation stehender Variablen bei Jungen und Mädchen überprüft werden. Dass Lesemotivation, vereinfacht definiert als Ausmaß des Wunsches aktuell zu lesen, sowie die häufig wiederkehrende Absicht dieses zu tun, eine zentrale Bedingung der Lesekompetenz ist, ist in der Forschung unumstritten. Eine hohe Lesemotivation führt durch vermehrtes Ausführen der Tätigkeit Lesen zu besserer Lesekompetenz, welche sich wiederum positiv auf das Leseselbstkonzept und die Lesemotivation auswirkt.  Die in Schulleistungsvergleichsstudien an älteren Schülern gefunden Geschlechtsunterschiede in der Lesekompetenz zu Gunsten der Mädchen werden  auf die höhere intrinsische Lesemotivation der Mädchen schon im Grundschulalter zurückgeführt, aber auch mit geschlechtstypischen Interessenunterschiede und Unterschieden in den Vorlieben für bestimmte Genres (z.B. Fiktion vs. Comics) in Verbindung gebracht.. Die Ursachen hierfür sind in der Forschung noch nicht hinreichend geklärt.  Dies soll vor der Hintergrund des vorliegenden Forschungsstandes im Rahmen der Studie auf der Grundlage eines differenzierten motivationstheoretischen Konzeptes  geschehen.

    Leitung: Prof. Dr. D. Hanke-Boer

    Work-related stress and burnout are reaching daunting levels, and dealing with their negative consequences is costly economically and societally. The key organizational factor for employees’ wellbeing is their direct managers’ leadership which may impact employee health and wellbeing positively or negatively. In the LEADhealth project, we build comprehensive knowledge base around which leadership behaviors matter most for health and wellbeing of employees.

    The project looks into how constructive, destructive, or passive leader behaviors relate to multitude of health and wellbeing outcomes. We encompass positive (e.g., engagement or satisfaction) and negative outcomes (e.g., burnout or physical complaints), as well as short-term (e.g., current feelings about work) or long-term ones (e.g., development of certain illness).

    In addition, the project puts specific focus on investigating to what extent are relationships between leadership and health arestronger or weaker for employees characterized by lower socioeconomic status (SES), given the multiple vulnerabilities that come with it.We use meta-analysis as analytical strategy because it allows us to quantitatively integrate the existent body of primary research. LEADhealth opens up novel avenues for the promotion of workers’ health and wellbeing.

    Projektteam:

    Prof. Dr. D.N. Den Hartog (Projectleader), University of Amsterdam

    Prof. Dr. C.K. Buengeler (Co-Projectleader), Kiel University

    Prof. Dr. D. Hanke-Boer (Co-Applicant), University of Koblenz- Landau

    Sofija Pajic, Researcher, University of Amsterdam

     

    Funding source: The Dutch Organisation for Health Research and Development (ZonMw) which is the division of The Dutch Research Council (NWO)

    Laufzeit: 2018 - 2020

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    Leitung: Prof. Dr. C. Quaiser- Pohl und Dr. M. Heinecke- Müller

    Five personality traits commonly known as the “Big Five” have been widely acknowledged as universal, regardless of an individual’s cultural background. According to latest empirical research, the Big Five cannot be called ‘false’, but rather incomplete in the face of ecological and cultural diversity. Most available psychological instruments are not necessarily transferable to other cultures but actually, they cover a minority of the world’s population. Core Self-Evaluations – personality features, that are closely linked to motivation and behavior and therefor appreciated in Personnel Psychology equal to the Big Five – show intercultural variability as well. But reliable data on specific cross-cultural functioning has been lacking up to now. In our globalized working world, an uncritical application of standardized personality measures leads to reduced validity and test fairness. Cross-cultural psychology therefor approves a combined emic-etic approach to personality assessment. The workshop aims at starting a German-Kenyan joint research project by arranging a bilateral workshop in Kenya, following up a first meeting held in November 2013. Objectives of the cooperation started are: Revisiting the Big Five regarding to special features of the Kenyan personality structure incl. Core Self-Evaluations typical for the cultural context and prepare improved scientific based models, measures and methods that can be used in the field of Personnel Psychology between the European and the East African societies.

    Kooperationspartner_innen:
    Prof. Dr. W. Echterhoff (Bergische Universität Wuppertal)
    Prof. Dr. P. Kariuki (University of Nairobi)
    Ass. Prof. J. N. Arasa (United States International University, Nairobi)
    Dr. Gladys Mwiti (President of the Kenyan Psychological Association and OASIS Africa)

    Workshop Program 2016 

    Joint Research Meeting in Nairobi

    Laufzeit: 1.3.2015-31.3.2016 (DFG-Anschubfinanzierung),  

    als Forschungsprojekt fortgesetzt und seit 01.10.2019 Kooperation finanziert über Erasmus*

    Project/Publications

    Leitung: Prof. Dr. C. Quaiser-Pohl

    Im Rahmen des Projekts wird ein inklusives Förderangebot zur  Sprachförderung im Kindergarten erprobt und wissenschaftlich begleitet. Das Förderangebot setzt sich aus unterschiedlichen Förderelementen (musikalische Frühförderung, interaktives Vorlesen) zusammen und erstreckt sich über 12 Wochen. Die teilnehmenden Kinder stammen größtenteils aus Familien mit Migrationshintergrund. Die Evaluation erfolgt im Rahmen eines Prä-/Post-Kontrollgruppen-Designs.

    gefördert von: Kleiner Lernspatz e.V. Bonn/Stiftung Help-and-Hope

     

    Laufzeit: 1.9.2013-30.9.2017

     

    Beteiligte Kitas:
    Städt. Kindertagesstätte, Gerhart-Hauptmannstr. 11, 53121 Bonn
    Städt. Kindertageseinrichtung Gustav Heinemann Haus, Bonn

    Leitung: Prof. Dr. C. Quaiser-Pohl

    Bei der mentalen Rotation, der Fähigkeit sich zwei- oder dreidimensionale Objekte gedreht vorzustellen, werden in Studien mit Erwachsenen relativ stabile Geschlechterunterschiede berichtet. Dabei haben jedoch verschiedene Faktoren der Testung einen Einfluss auf die Höhe des Unterschieds. In diesem Projekt wird untersucht, wie sich solche Einflussfaktoren auf den Geschlechterunterschied bei der mentalen Rotation im Grundschulalter auswirken. Weiterhin wird experimentell überprüft, inwiefern soziokulturelle Faktoren zur Entstehung von Geschlechterunterschieden beitragen.

    Die konkrete Fragestellung ist, inwieweit Geschlechsunterschiede bei der mentalen Rotation im Grundschulalter von Merkmalen der Testsituation abhängen wie der Erhebungsmethode (psychometrisch/chronometrisch), dem Stimulusmaterial (u.a. Geschlechtsstereotypisiertheit), der Rotationsebene (Rotation in der Bildebene vs. in der Tiefe) und der Aktivierung von Stereotypen („Stereotype Threat“) bzw. durch fiktionale Rollenmodelle. Ferner werden die Auswirkungen von direktem Leistungsfeedback, Trainingseffekte (durch unterschiedliche Darbietungsreihefolge oder technikbezogene Erfahrungen in der Freizeit) und Strategieunterschiede (u.a. mit Eye-Tracking) sowie die Rolle von Geschlechtshormonenveränderungen während der Pubertät auf Leistungsunterschiede bei der mentalen Rotation untersucht.

     

    Kooperationspartnerin: Prof. Dr. P. Jansen, Universität Regensburg

    Laufzeit: 1.4.2009-31.12.2013

     

    Leitung: Linda Schürmann, M. Ed., Prof. Dr. C. Quaiser-Pohl

    Das Projekt ist ein Teilprojekt von MoSAiK (Modulare Schulpraxiseinbindung als Ausgangspunkt zur individuellen Kompetenzentwicklung).

    Motivation beeinflusst wann, was und wie gelernt wird und wirkt somit direkt auf die Leistungen zum Beispiel in der Schule. Daher ist es für Lehrende grundlegend, die Motivation ihrer Schüler und Schülerinnen richtig einzuschätzen und motivationsfördernd unterrichten zu können.Als besonders motivationsfördernd gelten außerschulische Lernorte. Sie eröffnen neue Situationen zur intensiven Beschäftigung mit verschiedenen Themen sowohl für Schülerinnen und Schüler als auch für Lehrende. Besonders spannend ist hier auch die Nutzung digitalen Lernens, dessen mögliche Auswirkungen auf die Motivation von Studierenden und Schülerinnen und Schülern genauer untersucht wird.

    Das Teilprojekt befasst sich mit der motivationalen Kompetenz und dem Nutzen außerschulischer und digitaler Lernorte für Lehramtsstudierende und Schülerinnen und Schüler. Im Rahmen eines Seminars und der Kooperation mit unterschiedlichsten außerschulischen Lernorten wird die motivationale Kompetenz Lehramtsstudierender sowie die Motivation von Schülerinnen und Schülern untersucht und gefördert. Den theoretische Rahmen bildet insbesondere die Selbstbestimmungstheorie der Motivation (Deci & Ryan, 1985; Ryan & Deci, 2020).

     

    gefördert von: Dieses Vorhaben wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung unter dem Förderkennzeichen 01JA1905 (01JA1605 für die erste Projektphase) gefördert.

    Leitung: Melanie Pohl, M.A.

    In diesem Forschungsprojekt soll untersucht werden, ob es Unterschiede zwischen Männern und Frauen in Bezug auf emotionale Reaktionen beim Lesen verschiedener Textarten gibt und wo diese liegen bzw. welche Faktoren diese bedingen können. Dabei wird beispielsweise ein Blick auf die Rolle von Geschlechterstereotype in diesem Zusammenhang geworfen, deren Einfluss auf die Gesellschaft und die Selbstbilder sowie Entscheidungen der Einzelnen allgemein bekannt ist. Zudem sollen Lesegewohnheiten und die individuelle Lesesozialisation sowie die Bedeutung des Selbstbildes der Lesenden in diesem Kontext genauer analysiert werden. In einem weiteren Teilprojektmit einem Fokus auf journalistische Texte werden verschiedene Messzeitpunkte angelegt, zu denen Emotionen analog zur oben genannten Vorgehensweise erfasst werden. Dazwischen werden die Versuchspersonen über verschiedene Methoden mit Informationen über Mechanismen der Emotionalisierung in Medien im Allgemeinen und im Boulevardjournalismus im Speziellen informiert, um schließlich vergleichen zu können, ob und wie ein höheres Ausmaß an Wissen über Emotionalisierungsstrategien die emotionalen Reaktionen beeinflusst.