Wie Psyche und Persönlichkeit die Smartphonesucht beeinflussen

 

Wickord, L.C. & Quaiser-Pohl, C. (2022). Psychological Symptoms and Personality Traits as Predictors or Problematic Smartphone Use in Different Age Groups. published in Behavioral Sciences Journal

Die Studie untersucht psychopathologische Symptome und die Big-Five-Persönlichkeitsmerkmale als Prädiktoren für "problematische Smartphone-Nutzung" (PSU) in verschiedenen Generationsgruppen. Die Generationsgruppen wurden ausgewählt, um zu analysieren, ob die unterschiedlichen Lebensphasen und Entwicklungsaufgaben, die zu bewältigen sind, einen Einfluss auf die PSU haben. Die Gruppen wurden in Digital Immigrants, Digital Natives und die Generation Y und Z als Untergruppen der Digital Natives unterteilt. Insgesamt nahmen 399 Probanden teil (312 Frauen, 86 Männer, 1 heterogen; Durchschnittsalter - 25,9; Altersspanne 14-67; 44 Digital Immigrants, 355 Digital Natives, 35 Generation Y, und 320 Generation Z). Sie füllten das ICD-10 Symptom Rating (IR) aus. Die Ergebnisse zeigen Unterschiede zwischen Digital Immigrants und Digital Natives in der Ausprägung der PSU, Neurotizismus, Gewissenhaftigkeit, Depression, Angst und Zwanghaftigkeit. Bei den Generationen Y und Z wurden Unterschiede nur bei der Ausprägung der PSU festgestellt. Regressionsanalysen ergaben, dass Symptome für Zwangsstörungen und Depression, Gewissenhaftigkeit sowie das Geschlecht signifikante Prädiktoren für die PSU sind. Moderationsanalysen zeigten, dass die Zugehörigkeit zu der Gruppe der Digital Immigrants/Natives den Einfluss von Essstörungen auf die PSU moderiert. Die Zugehörigkeit zur Generation Y/Z moderiert den Einfluss von Gewissenhaftigkeit und Depression auf PSU. Es zeigt sich also, dass in verschiedenen Generationen unterschiedliche Faktoren eine Rolle bei der Entwicklung und Aufrechterhaltung der Smartphonesucht zu spielen scheinen. 

https://doi.org/10.3390/bs12020020


Datum der Meldung 04.02.2022 00:00