Psychische Auffälligkeiten im Lockdown besonders häufig bei 14- bis 30-Jährigen

Eine bundesweiter Online-Studie zu den psychischen Auswirkungen der Corona-Pandemie auf Jugendliche und junge Erwachsene wurde am Institut für Psychologie der Universität in Koblenz unter der Leitung von Prof. Dr. Claudia Quaiser-Pohl und Lea-Christin Wickord und Mitarbeit von Charlotte Schmidt und Kim Grigat durchgeführt.

Teilnehmer*innen gesucht!!

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INTERESSIERTE KÖNNEN SICH NOCH BIS ZUM 17.06.2021 AN DER STUDIE BETEILIGEN. 

Eine bundesweite Online-Studie zu den psychischen Auswirkungen der Corona-Pandemie auf Jugendliche und junge Erwachsene wurde am Institut für Psychologie der Universität in Koblenz unter der Leitung von Prof. Dr. Claudia Quaiser-Pohl und Lea-Christin Wickord und Mitarbeit von Charlotte Schmidt und Kim Grigat durchgeführt.

Die Befragung ergab, dass die Mehrzahl der 14- bis 30-Jährigen klinisch-psychologische Symptome aufweist, insbesondere Depressionen, Essstörungen und Angststörungen. Bei mehr als 70 Prozent der Befragten gab es Hinweise auf mindestens eine dieser Störungen. 

Die Befragung erfolgte im Rahmen einer größeren Längsschnittstudie, in der unter anderem Daten zur exzessiven Smartphone-Nutzung erhoben wurden. Insgesamt nahmen 399 Personen im Alter von 14 bis 65 Jahren (Durchschnittsalter: 26,1 Jahre) an der Studie teil. Die Beteiligten wurden über einen Zeitraum von einem Monat mit Beginn des zweiten bundesweiten Lockdowns ab 11.01.2021 mehrmals befragt. 

Es zeigte sich, dass die unter 30-Jährigen besonders häufig unter psychischen Störungen leiden. Hinsichtlich der Ausprägung bei den einzelnen Störungen gab es allerdings Unterschiede zwischen den Altersgruppen. Von den Essstörungen waren die 14- bis 19-Jährigen besonders stark betroffen und wiesen oft schwere Symptombelastungen auf. In der Gruppe der 20- bis 23-Jährigen wurden starke Ängste häufig angegeben. Die 24- bis 29-Jährigen zeigten vermehrt schwere Depressionen. 

In einer aktuell laufenden Folgestudie sollen diese psychischen Auffälligkeiten weiterverfolgt werden. Dabei liegt der Fokus insbesondere auf den Auswirkungen des Lockdowns auf berufliche, den Bildungsweg betreffende und private Übergänge. 


Datum der Meldung 11.06.2021 09:00