Unterwegs in der ersten deutschen Demokratie - Rheinischer Protestantismus und Weimarer Republik

Tagung des Instituts für Evangelische Theologie am Campus Koblenz

ÖFFENTLICHE TAGUNG DER KOMMISSION DER EVANGELISCHEN KIRCHE IM RHEINLAND FÜR KIRCHENGESCHICHTE

Die Umbrüche 1918/19 – nach dem verlorenen Weltkrieg und dem Ende der Monarchie – bedeuteten auch für die evangelischen Landeskirchen in Deutschland eine tiefe Zäsur. Weil das landesherrliche Kirchenregiment mit den Fürsten und Königen als obersten Bischöfen nicht mehr existierte und es hinfort keine Staatskirche mehr gab, mussten die kirchlichen Leitungsstrukturen neu geordnet werden. Ebenso standen die Kirchen vor der Aufgabe, in der entstehenden demokratischen Republik sowie in der zunehmend offenen, pluralistischen Gesellschaft ihren Platz zu finden und sich nolens volens zu arrangieren – dies vor dem Hintergrund, dass der neue Staat vielfältigen Belastungen ausgesetzt war und seine Repräsentanten nicht immer kirchenfreundlich gesinnt waren.

Die Tagung geht der Frage nach, wie sich insbesondere der rheinische Protestantismus bzw. die rheinische Provinzialkirche in der Phase der ersten deutschen Demokratie entwickelt und auf das „Experiment der Moderne“ eingelassen hat. Es werden u.a. staatskirchenrechtliche, sozial-, bildungs- und theologiegeschichtliche Aspekte zur Sprache kommen und exemplarische Biografien sowie die Situation in der saarländischen Diaspora in den Blick genommen. Dabei wird auch ein Seitenblick auf das katholische Zentrum und die Situation der Juden geworfen.

Anmeldung erbeten unter: evtheol@uni-koblenz.de

Wann 12.09.2019 14:00 bis
13.09.2019 15:10
Wo Campus Koblenz Raum D 239
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