Fallzahl Standort Koblenz: 1 (Warnstufe Gelb bis 02.12.2020) Maßnahmenkonzept

Aktivitäten

Projects and Work in Progress

 

Im/mobility and the In/visible City - A Critical Phenomenology of Selected Spaces in Cape Town

The project aims at cooperating with both staff and students from the University of Western Cape, in particular, the Cape Flats Histories Project about transition in the past 50 years, the Cities in Transition Project, German Studies, and English Studies,

I would be interested in the interrelationship between functional urban planning and the situated, embodied experience of its inhabitants. A basic question is to which extent visible urban constructions such as houses, neighborhoods, malls, plazas, streets, railroads, as well as vehicles, etc. are designed to enable and constrain dwelling and mobility. Next, but no less important, is the question as to how performative subjects are entangled as intentional agents (‘Akteur’) and affective  ‘patients’ (‘Patheur’) in dynamic situations they reflexively respond to (see: Hasse’s critical phenomenology of space, 2016). The im/mobility and in/visibility of embodied subjects are framed by material, economic, social, cultural, and political conditions. The interdisciplinary project invites the triangulation between the phenomenology of urban experience, the theory and practice of urban planning, and intersectional literary and cultural studies on ‘race,’ class, and gender.

The im/mobility and in/visibility of situated urban experience could be explored in non-fictional and creative writing within the current courses at the UWC if possible, in verbal and multimodal texts (mappings, illustrated stories, photo-essays, videos) that perform the gap between visible structures and performance on the one hand and invisible frameworks, affect and cognition on the other hand. These texts become objects of analysis from a phenomenological, intersectional, and urban studies perspective. The combination of (multimodal) texts and analyses could be published open-access on the university website or an international open-access platform. Of course, the approach could also be extended to non-fictional and literary works of and on the Cape Town area by UWC staff and others.

The project could focus on the relationship between the homes, neighborhoods, itineraries, and the university campus as a space of social reproduction and/or individual empowerment, ideological state apparatus, and/or heterotopia. Other potential objects of phenomenological exploration and academic reflection could be places that represent further sociocultural institutions such as the Parliament, the Waterfront, and the Museum of Contemporary African Art (politics, economy, the arts).

Reference

Hasse, Jürgen. Was Räume mit uns machen - und wir mit ihnen. Kritische Phänomenologie des Raumes. Freiburg: Verlag Karl Alber, 2016.

 

German:

Das Projekt setzt auf eigene sowie kollaborative Forschung mit Studierenden und Wissenschaftlern der Partner an der University of Western Cape im 'Cities in Transition Project' des Department of Geography and Environmental Studies und den Bereichen ‘Non-fictional Writing‘ und ‚Creative Writing‘ des English Department. Es geht darum, die Spannung und Spaltung zwischen funktionaler Raumplanung und situierter Erfahrung von Bewohnern in eine fruchtbare wechselseitige Reflexion zu setzen. Dabei steht erstens in Frage, wie - meist sichtbare - urbane Konstruktionen, wie Häuser, Viertel, und Verkehrswege Mobilität (in jeder Hinsicht) ermöglichen, aber auch verhindern können. Zweitens ist zu untersuchen, wie - im Rahmen urbaner Strukturen - performative Subjekte als Akteure wie 'Patheure' affektiv in dynamische Situationen verwickelt sind, auf die sie reflexiv Antworten entwickeln. Mobilität und Sichtbarkeit wie ihre Gegenteile sind dabei an leibliche Erfahrung gebunden, die wiederum in materielle, wirtschaftliche, soziale, kulturelle und politische Rahmenbedingungen eingebettet ist Das interdisziplinäre Projekt verlangt insofern die Reflexion phänomenologischer Stadterfahrung, welche die Forschung oft vernachlässigt, in Kombination mit einem intersektionalen kulturwissenschaftlichen Ansatz, der 'Race', Class und Gender umfasst, und in Auseinandersetzung mit Stadt- und Raumplanung.

Die University of Western Cape ist ein idealer Ort für diese Forschung, da zum einen einschlägige Disziplinen und Projekte vertreten sind, zum anderen der Campus  - wie die Stadt - selbst Ort zentraler Auseinandersetzungen um materielle, soziale und politische Situationen und Positionen wurde. Es steht auch zur Debatte, ob der Campus eher sozialer Reproduktion dient oder auch ein heterotopischer Ort sozialer Mobilität und Kreativität werden kann, und wie dieser sich zum Herkunfts- bzw. Wohnort der Universitätsangehörigen verhält wie zu anderen zentralen Orten der Stadt, beispielsweise dem Parlament, der Waterront und dem neuen Museum of Contemporary African Art (Politik, Wirtschaft, Kunst). Im/mobilität und die Un/sichtbarkeit situierter Erfahrung kann in nicht-fiktionalem wie fiktionalem Schreiben, Photographie bzw. multimodalen Postern, Photo-Essays und Videos zum Ausdruck gebracht und danach aus intersektionaler und interdisziplinärer Perspektive reflektiert werden. Die Ergebnisse könnten Open Access publiziert und so der allgemeinen Öffentlichkeit wie Entscheidern in Stadt und Politik zugänglich gemacht werden.

 

Multimodality and Visual literacy: Theory, Analysis, and Teaching (2010-2020)

The first research question is how multimodality or intermediality in literature and film generate complex meanings and structure reader and viewer response. Various theories, such as semiotics and phenomenology, are scrutinzed for useful approaches to the topic of research. Secondly, the question is how to teach multimodality and intermediality in order to refine viewing and reading skills. Articles on multimodal or intermedial texts and literacy have been published in an edition on teaching at university, on literature and the visual arts in the journal Anglistik, and on intermedial framing in the Handbook of Intermediality (see list of publications). Articles on multimodality in postcolonial film, on the teaching of a multimodal graphic novel, and an edition on multimodality and teaching are in progress.


Repräsentation und Ideologie in kolonialen und postkolonialen Literaturen und Kulturen: laufend

Ziel des Vorhabens ist es, unterschiedliche Verfahren interdisziplinärer und intermedialer Forschung zu verknüpfen, nämlich die Analyse von Wort und Bild sowie die Analyse der Inszenierungen der Stimme, des Blicks und des 'Spectacle' in literarischen, bildlichen und ‚realen‘ Räumen, um eine differenzierte Interpretation interkultureller Begegnungen und Konstruktionen vorzunehmen. Darunter fallen Untersuchungen zur visuellen Konzeptionierung von Räumen in kolonialen Repräsentationen, beispielsweise panoramaartige Abbildungen Indiens im Vergleich zu denen der britischen Inseln, oder etwa umgekehrt die Sichtbarkeit oder Unsichtbarkeit des Anderen in Bild und Wirklichkeit des urbanen Raums.

 

Film. Bild. Wirklichkeit. Reflektion von Film – Reflexion im Film - mit Dr. Thomas Metten (Univ. Koblenz/Univ. Karlsruhe): 2013-2015, abgeschlossen

Das Projekt verbindet die Frage nach der Reflexion von/im Film konsequent mit der
Frage nach den verschiedenen Formen der filmischen Wirklichkeitskonstitution. Wir
sehen hier ein klares Desiderat in der Forschung: Während die Frage nach der Reflexivität
zumeist eng mit Fragen der Durchbrechung illusionärer Wirklichkeitskonstruktion
verbunden ist, wird nicht danach gefragt, wie Reflexivität und Wirklichkeitskonsti -
tution über verschiedene Hauptgattungen des Filmes hinweg zusammenwirken. Ein
kurzes Beispiel soll die Problematik verdeutlichen: Während reflexive Hinweise auf
die filmische Verfasstheit im narrativen Spielfilm womöglich auf eine Durchbrechung
der innerfilmischen Ereigniswirklichkeit hinführen und diese als Inszenierung transparent
werden lassen, dienen reflexive Momente im ethnographischen Film womöglich
der Steigerung von Authentizität mit Bezug auf eine außer-filmische Wirklichkeit. Die
Konstruktion unterschiedlicher filmischer Wirklichkeiten, deren reflexive Abhebung
voneinander sowie auch deren Durchbrechung erfolgt daher stets mit Bezug auf die
intendierten Wirklichkeitsformen des Filmes und kann nicht unabhängig von diesen
gedacht werden. Die Abhebung verschiedener Wirklichkeiten gründet dabei auch in
einem Übergangsfeld, in dem Unsicherheiten in der Wirklichkeitskonstruktion ebenso
wie Überlagerungen verschiedener Wirklichkeitsmomente möglich sind. Filmische
Wirklichkeit ist insofern ein Konzept, das steigerbar ist. Von daher gründen filmische Wirklichkeiten nicht in einer einfachen Doppelstruktur von Schein und Sein, sondern schaffen vielmehr komplexe Schichtungen, Verdichtungen und Durchlässe.
Genauer verfolgt das Projekt drei Ziele: 1. die Verknüpfung der Fragen nach Reflexivität und Wirklichkeit im Film, 2. eine Erweiterung des Untersuchungsgegenstandes hinsichtlich der verschiedenen Hauptgattungen und 3. ein interdisziplinäre Verortung solcher Fragen:

1.    Verknüpfung der Fragen nach Reflexivität und Wirklichkeit im Film: Der Band entwickelt konsequent eine Verknüpfung der Fragen nach Reflexivität im Film und filmischer Wirklichkeitskonstitution. Der Fokus einer solchen Innovation wurde bereits zuvor herausgestellt (s.o.).

2.    Erweiterung des Gegenstandsfeldes: Der Band entwickelt zudem eine Perspektive, in der die Frage nach der Reflexion von/im Film auf verschiedene Hauptgattungen des Films bezogen wird. Mit Blick auf den Gegenstand wird der Raum der fiktionalen Narration – die in der Literaturwissenschaft im Vordergrund steht – somit überschritten und mit der Frage nach dem Wirklichkeitsbezug bzw. der Wirklichkeitsherstellung in verschiedenen filmischen Darstellungsformen verbunden. Erst von dorther lässt sich zeigen, inwiefern der Reflexion verschiedene Funktionen für die filmische Wirklichkeitskonstruktion zukommen.

3.    Interdisziplinäre Erweiterung der Perspektiven: Der Band verknüpft in seiner Fragestellung zudem die auf unterschiedliche Disziplinen verteilten Schwerpunkte. Entscheidend dafür ist ein übergreifender Zugriff, der die Perspektiven in einen direkten Dialog miteinander bringt. In Folge einer solchen Perspektive gewinnt der Band seine Qualität somit auch aus einer Verbindung der verschiedenen theoretischen Horizonte: So wird der Raum literatur- und medienwissenschaftlicher Konzeptionen überschritten und u.a. in Beziehung gesetzt zu Perspektiven wie der Bildphänomenologie.


Teaching English - with Nancy Grimm and Laurenz Volkmann (Uni Jena): 2012-2015, abgeschlossen

This volume bridges the gap between theoretical approaches to foreign language teaching and the needs of lecturers, students, teacher trainees, and those teaching at the grassroots level. This book should help readers to profit from their own learning and teaching of English through reflected practice. Using English as a target language and language of communication, we apply Content and Language Integrated Learning to Teaching English as a Foreign Language (TEFL). Technical terms will also be presented in German (unless the translation is evident) in order to facilitate the transfer to Studienseminare.

Teaching English covers – and reflects on – major issues and current trends in language learning and teaching, such as the turns towards constructivism, differentiation, empiricism, output-orientation, inter-/transcultural learning, and multimedia. The balance of practice and reflection in each chapter enables a flexible use of this volume in various teaching approaches. The sequence of the topics is structured for systematic introductions over the course of a semester. The first four chapters provide the historical background, the political framework, and the conceptual basis of TEFL in Educational Studies, Psychology, and Linguistics. All of the major topics of TEFL presented in the subsequent parts rely on this groundwork. In addition, individual readers can study the chapters in any order because core concepts are clearly defined at their first occurrence in the book and referenced in later chapters. The highlighting of key terms and important phrases, frequent cross-references, as well as the recapitulation and differentiation of core principles are designed to facilitate learning in the shape of a spiral curriculum.

Each chapter comes with a thought-provoking cartoon, an overview of the learning objectives, key concepts, study questions, rewarding examples of classroom activities, and recommended reading. PowerPoint-presentations for teachers and pdf-files for learners are provided online. Additional examples of classroom activities are also available online.