Esskulturen. Objekte – Praktiken – Semantiken

Kurzbeschreibung des Forschungsprojekts:

Essen und Trinken hält nicht nur sprichwörtlich Leib und Seele zusammen; im gemeinschaftlichen Mahl manifestieren und reproduzieren sich soziale Ordnungsfaktoren, Klassifizierungen und Stratifikationen. Gerade die materiellen Objekte und Ensembles, Geschirr und Gefäß, Mobiliar und Räumlichkeit können über unterschiedliche Esskulturen und ihre lebensweltlichen Implikationen Aufschluss geben. Durch ihre Erscheinungsweisen, ihre funktionalen wie ästhetischen Aspekte, ihre formale Prägnanz und ihr Design, aber auch durch ihre Ikonographie und nicht zuletzt durch ihren konkreten Gebrauchswert bezeugen sie die kulturellen Praktiken, die unmittelbar mit ihnen verbunden sind: Tischsitten und Tafelbräuche, Traditionen und Konventionen, religiöse und politische Rituale. Darüber hinaus dokumentieren sie die Veränderungen von Esspraktiken, die Migration von Nahrungsmitteln und Speisen und damit zugleich die Etablierung von neuen Diätetiken und Lebensstilen. [mehr]

 

FOOD AND CULTURE. OBJECTS – PRACTICES – MEANINGS

 

This project is based on a cooperation of the Fachbereich 2 „Philologie und Kulturwissenschaft“ (Faculty of Arts and Humanities) at the University of Koblenz-Landau (where the project coordination is situated), the Institut für Politische Wissenschaft und Soziologie at the University of Bonn, and the Landesmuseum Koblenz. The project will look at "Esskulturen," i.e. food and food-related practices which are understood as cultural and social phenomena that comprise the selection and preparation as well as the conditions, norms, and practices of individual and collective meals. In dialogue with objects that are part of the Poignard collection at the Landesmuseum in which 19th- and 20th-century practices of food preparation, eating practices, and table manners of the middle classes are documented, the project will explore aspects of inclusion/exclusion, images and perception of self and other, as well as normative practices regarding food and bodies, in order to shed new light on issues of migration, integration, intersectionality and gender.

 

Meldungen/ Aktuelles

Am 29. Mai hält Claudia Bergmann (Universität Erfurt)  im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Esskulturen in Literatur und Film" einen Vortrag mit dem Titel: Speisende Tierwesen: Auf der Suche nach der Bedeutung einer mittelalterlichen Darstellung aus der Ambrosianischen Bibel.
Die Veranstaltung findet am Campus Koblenz von 18:15 Uhr bis 19:45 Uhr in Raum F314 statt. Weitere Informationen 

 

’Wer sich an strikte Speiseregeln hält, versichert sich der eigenen Identität’ – Inka Schmeling reflektiert in ihrem Spiegel-online Artikel „Sünden auf dem Teller“ über die Speisevorschriften von Juden, Christen und Muslimen und wird dabei von der Religionshistorikerin und Projektleiterin der „Esskulturen“ Michaela Bauks unterstützt. Mehr unter dem link

 

Im Rahmen des Sektionstreffen der Kulturwissenschaftlichen Gesellschaft, das vom 23. bis 25. September 2019 in Koblenz stattfindet, wird die Sektion „Materielle Kulturen“ sich mit Konzepten und Praktiken zur Ausstellung (im)materiellen Kulturerbes beschäftigen. Das entsprechende call for papers wurde im engen Zusammenhang mit dem Projekt „Esskulturen“ entworfen. Bewerbungen sind bis Ende Mai willkommen. Der Ausschreibungstext findet sich unter (link)

 

Das Kulturwissenschaftliche Kolloquium am Campus Koblenz wird im SoSe 2019 von dem Projekt „Esskulturen“ ausgerichtet. Das detaillierte Programm findet sich hier

 

Vom 11. bis 13. September 2019 wird im Kurhaus Trifels der Graduiertenworkshop "Esskulturen und Vergemeinschaftung" stattfinden(Bewerbungsende: 31. Mai 2019). Der call for papers findet sich hier

 

 

 

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