Esskulturen. Objekte – Praktiken – Semantiken

Kurzbeschreibung des Forschungsprojekts:

Essen und Trinken hält nicht nur sprichwörtlich Leib und Seele zusammen; im gemeinschaftlichen Mahl manifestieren und reproduzieren sich soziale Ordnungsfaktoren, Klassifizierungen und Stratifikationen. Gerade die materiellen Objekte und Ensembles, Geschirr und Gefäß, Mobiliar und Räumlichkeit können über unterschiedliche Esskulturen und ihre lebensweltlichen Implikationen Aufschluss geben. Durch ihre Erscheinungsweisen, ihre funktionalen wie ästhetischen Aspekte, ihre formale Prägnanz und ihr Design, aber auch durch ihre Ikonographie und nicht zuletzt durch ihren konkreten Gebrauchswert bezeugen sie die kulturellen Praktiken, die unmittelbar mit ihnen verbunden sind: Tischsitten und Tafelbräuche, Traditionen und Konventionen, religiöse und politische Rituale. Darüber hinaus dokumentieren sie die Veränderungen von Esspraktiken, die Migration von Nahrungsmitteln und Speisen und damit zugleich die Etablierung von neuen Diätetiken und Lebensstilen. [mehr]

 

FOOD AND CULTURE. OBJECTS – PRACTICES – MEANINGS

 

This project is based on a cooperation of the Faculty of Arts and Humanities at the University of Koblenz-Landau (project coordination), the Institute für Political Science and Sociology at the University of Bonn, and the Landesmuseum Koblenz. The project will look at Eating cultures/ Food cultures, i.e. food and food-related practices. These cultural and social phenomena include the  selection and preparation as well as the conditions, norms, and practices of individual and collective meals. The Poignard collection at the Landesmuseum holds objects that represent 19th- and 20th-century practices of food preparation, eating practices, and table manners of the middle classes. Referencing these objects, the project will explore aspects of inclusion/exclusion, images and perception of self and other, as well as normative practices regarding food and bodies, in order to shed new light on issues of migration, integration, intersectionality and gender.

 

Meldungen/ Aktuelles

Am 17. Juli findet im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Esskulturen in Literatur und Film" ein Vortrag von Michaela Bauks (Universität Koblenz-Landau) mit dem Titel: Man ist, was man isst - ein kulturgeschichtlicher Blick auf die Speisevorschriften in der Hebräischen Bibel  statt.
(
Campus Koblenz, 18:15 Uhr bis 19:45 Uhr, Raum F314) 
Interessenten sind herzlich willkommen. Weitere Informationen

 

’Wer sich an strikte Speiseregeln hält, versichert sich der eigenen Identität’ – Inka Schmeling reflektiert in ihrem Spiegel-online Artikel „Sünden auf dem Teller“ über die Speisevorschriften von Juden, Christen und Muslimen und wird dabei von der Religionshistorikerin und Projektleiterin der „Esskulturen“ Michaela Bauks unterstützt. Mehr unter dem link

 

Im Rahmen des Sektionstreffen der Kulturwissenschaftlichen Gesellschaft, das vom 23. bis 25. September 2019 in Koblenz stattfindet, wird die Sektion „Materielle Kulturen“ sich mit Konzepten und Praktiken zur Ausstellung (im)materiellen Kulturerbes beschäftigen. Das entsprechende call for papers wurde im engen Zusammenhang mit dem Projekt „Esskulturen“ entworfen. Bewerbungen sind bis Ende Mai willkommen. Der Ausschreibungstext findet sich unter (link)

 

Das Kulturwissenschaftliche Kolloquium am Campus Koblenz wird im SoSe 2019 von dem Projekt „Esskulturen“ ausgerichtet. Das detaillierte Programm findet sich hier

 

Vom 11. bis 13. September 2019 wird im Kurhaus Trifels der Graduiertenworkshop "Esskulturen und Vergemeinschaftung" stattfinden(Bewerbungsende: 31. Mai 2019). Der call for papers findet sich hier

 

 

 

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