Christa Grewe-Volpp: "Be strong little seed". Zum Narrativ des Saatguts zwischen Agrobusiness und Biodiversität in der amerikanischen Literatur

Gastvorträge: Esskulturen - Afterwork

Christa Grewe-Volpp: "Be strong little seed". Zum Narrativ des Saatguts zwischen Agrobusiness und Biodiversität in der amerikanischen Literatur

 

abstract

Dieser Vortrag untersucht die Relevanz von Saatenspeichern in Zeiten der Gentechnologie, der globalen Erderwärmung und der ökonomischen Globalisierung aus kulturwissenschaftlicher Perspektive. Zunächst geht er der Frage nach, was unterschiedliche Saatenbanken zu welchen Zwecken archivieren und was dies über eine Gesellschaft und ihre Kultur, ihre Werte und Zukunftsvorstellungen, vor allem über ihr Naturverständnis verrät. Gemäß der These, dass Literatur ein besonders geeignetes Medium ist, sozial und kulturell bedeutsame Themen in ihrer Komplexität imaginativ auszuleuchten, wird im Folgenden die Rolle von Saatenbanken, Agrobusiness und Biodiversität in zwei Romanen der nordamerikanischen Literatur untersucht:  All Over Creation von Ruth Ozeki und The Year of the Flood von Margaret Atwood. 

 

Kurzbiographie

Christa Grewe-Volpp ist außerplanmäßige Professorin für amerikanische Literatur und Kultur an der Universität Mannheim, seit Neuestem im Ruhestand. Sie hat in Heidelberg im Fach Amerikanistik promoviert und sich an der Universität Mannheim habilitiert, wo sie, nach Stationen an den Universitäten Konstanz, Heidelberg und Düsseldorf viele Jahre in Forschung und Lehre tätig war und teilweise noch ist. Ihr Forschungsschwerpunkt ist die Ökokritik in vielen ihrer Facetten, unter anderem dem Ökofeminismus, den Animal Studies, der social justice movement, der Petrokultur und auch den Plant Studies. 

 

Wann 05.12.2019
von 18:30 bis 19:45
Wo Institute for Social and Sustainable Oikonomics, Dreikönigenhaus, Kornpfortstr. 15, 56068 Koblenz, 1. Etage, Hauptraum
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Teilnehmer Die Veranstaltung ist öffentlich
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