Heinz Georg Held: Naturalien und Viktualien. Das stille Leben in der Malerei

Vortragsreihe "Esskulturen in der Kunst der Moderne"

Heinz Georg Held

Naturalien und Viktualien. Das stille Leben in der Malerei

 

abstract

Mit dem Beginn der Moderne ist das Stillleben in den Mittelpunkt künstlerischer und kunsttheoretischer Reflexionen geraten: revolutionäre Karotten (Zola), gesprächige Früchte (Cézanne) und schwergewichtige Kartoffeln (Van Gogh) markieren den Übergang zu Kunstpraktiken, die sich weniger auf überkommene Inhalte als auf den Eigenwert der Darstellung konzentrieren und dabei der Materialität und Stofflichkeit der Bilder ein besonderes Interesse entgegenbringen. Wie die Plastik-Kuchen Claes Oldenburgs oder die schimmelnde Margarine Joseph Beuys’ formulieren die zwischen lebendiger und toter Natur oszillierenden künstlerischen Viktualien grundsätzliche Fragen zur gegenwärtigen wie vergangenen Kunstwahrnehmung.

 

 

Kurzvita

Studium der Vergleichenden Literaturwissenschaft, Philosophie und Kunstgeschichte an der Freien Universität Berlin und an der Università di Architettura di Venezia. Stipendiat des DAAD, der Henkel Stiftung, des Literarischen Colloquiums Berlin, Fellow des Käte Hamburger Kollegs Bochum. Freier Autor, Übersetzer und Kurator, seit 2004 Professor für Kulturwissenschaften am Dipartimento di Ricerche Umanistische der Università degli Studi di Pavia. Forschungsschwerpunkte Theatergeschichte, Kulturtheorie und künstlerische Hermeneutik.

 

 

Publikationen aus dem thematischen Umkreis:

Paul Cézanne. Die Revolution des Bildes, DuMont, Köln 2006 

Expressionismus. Aufbruch der Moderne in Deutschland, DuMont, Köln 2007

Die Leichtigkeit der Pinsel und Federn. Italienische Kunstgespräche der Renaissance, Wagenbach, Berlin 2016

Wann 24.10.2019
von 18:30 bis 19:45
Wo Ludwig Museum Koblenz, Danziger Freiheit 1, 56068 Koblenz
Name
Kontakttelefon +49 261 287 2032/ 2045
Teilnehmer Die Veranstaltung ist öffentlich.
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