Forschungsprojekt KuLaDig-RLP: Digitale Erfassung und Präsentation von Kulturlandschaften in Rheinland-Pfalz

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Das Forschungs-, Förder- und Modellprojekt hat zum Ziel, das kulturelle Erbe insbesondere im ländlichen oder kleinstädtischen Raum von Rheinland-Pfalz gemeinsam mit den betreffenden (Pilot-)Gemeinden zu erfassen und digitalisiert aufzubereiten bzw. im bereits vorhandenen Informationssystem KuLaDig (https://www.kuladig.de) des Landschaftsverbands Rheinland (LVR) für unterschiedlichste Verwendungszwecke von Bildung bis Tourismus verfügbar zu machen. Es kann sich dabei um Gebäude oder sonstige kulturell relevante Objekte handeln, aber auch um zusammenhängende Kulturlandschaften oder immaterielles Kulturerbe.

Es geht auch darum, in den betreffenden Gemeinden einen Diskussionsprozess mit allen Beteiligten über kulturelle Identität und (moderne) Heimatkonzepte anzustoßen bzw. zu moderieren, um eine spezifische Profilbildung zu unterstützen. Erfasst werden diese Objekte und Themen unter anderem im Rahmen der Recherchen von studentischen Gruppen in Lehr-Lern-Projekten – unter Leitung des Projektteams und in enger Kooperation mit Ansprechpartnern und Multiplikatoren vor Ort. Durch die Zusammenarbeit mit Verbänden, Vereinen, Bildungseinrichtungen etc. soll ein auf lokale Identitätsbildung gerichtetes bürgerschaftliches Engagement in der Fläche angeregt und gezielt wie nachhaltig unterstützt werden.

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Die Startseite des Informationssystems kuladig.de im Januar 2019


Ziel ist deshalb auch, im Rahmen eines Partnernetzwerks über Pilotprojekte Modelle, Strukturen und Prozeduren zu entwickeln, die eine selbständige Fortführung durch die Kommunen und regionalen Verbände auf der Grundlage von Leitfäden ermöglichen – als Hilfe zur Selbsthilfe, was durch die Offenheit der Plattform KuLaDig für solche Initiativen gewährleistet ist.
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Die zehn Pilotkommunen in Rheinland-Pfalz

Das Projekt unterstützt zunächst zehn Pilotkommunen in ganz Rheinland-Pfalz: bei der Erfassung ihres kulturellen Erbes: Abentheuer, Bobenthal, Deidesheim, Diez, Dörrebach, Kamp-Bornhofen, Kelberg, Maikammer, Saarburg und Zweibrücken. Diese Kommunen sind im Hinblick auf Lage, Größe und kulturelle Charakteristik sehr unterschiedlich – und gerade deshalb gut geeignet, um von den Einzelprojekten ausgehend Modelle und Leitfäden für die Erfassung der Vielfalt rheinland-pfälzischer Kulturlandschaften zu entwickeln – sozusagen als „Hilfe zur Selbsthilfe“, um die Idee möglichst flächendeckend im Land verbreiten zu können. Ende 2019 erfolgt die Ausschreibung für die zweite Projektphase, für die sich dann alle interessierten Kommunen im Land bewerben können.

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Informationsveranstaltung mit den Pilotkommunen aus dem nördlichen Rheinland-Pfalz

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Die Workshops zum Projekt auf dem Kommunalkongress in Bitburg hatten große Nachfrage

Titel: KuLaDig: Digitale Erfassung und Präsentation von Kulturlandschaften in Rheinland-Pfalz (KuLaDig-RLP)
Projektträger:
Institut für Kulturwissenschaft der Universität Koblenz-Landau
Projektleitung: Prof. Dr. Michael Klemm
Projektmitarbeiter: Jörn Schultheiß, M.Sc.
Weitere Mitglieder des Projektteams: Matthias Dreyer (Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd), Friederike Viktoria Braun, Larissa Ragg (Studentische Hilfskräfte)
Projektfinanzierung: Ministerium des Inneren und für Sport (MdI) des Landes Rheinland-Pfalz sowie Universität Koblenz-Landau
Fördersumme: 180.000 € (bis Ende 2021) - zuzüglich Finanzierung einer halben Mitarbeiterstelle durch die Universität Koblenz-Landau
Projektzeitraum: Januar 2019 bis Dezember 2021
Kontakt: kuladigrlp@uni-koblenz.de

 

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