M.A. Kulturwissenschaft

Der Masterstudiengang "Kulturwissenschaft" wurde im Sommer 2014 von AQAS sehr positiv evaluiert und bis 2020 reakkreditiert. Er verfügt über eine dreiteilige Struktur, die sich aus den Bausteinen: "Allgemeine Kulturwissenschaft", "Vorstrukturierter oder individueller Schwerpunkt" und "Forschungs- und Methodenkompetenz" zusammensetzt. Man kann entweder in einem der drei vorstrukturierten Schwerpunkte ("Ethnologie der Ästhetik" |"Internationalität und Transkulturalität der Medien" | "Globalität und Macht" (im Aufbau)) studieren oder sich selbst aus dem Gesamtangebot der Masterveranstaltungen der 12 beteiligten Fächer und orientiert an der eigenen Masterarbeit ein Studienprogramm zusammenstellen - stets beraten durch den/die Betreuer der Masterarbeit.

Der Masterstudiengang Kulturwissenschaft in Koblenz bietet...
  • konsequente Forschungsorientierung durch langfristiges Arbeiten an der eigenen Masterarbeit
  • individuelle und interdisziplinäre Betreuung wie in einem Graduiertenkolleg - im Schwerpunkt oder nach eigener Wahl
  • innovative Schwerpunkte und die Integration in Forschungsprojekte

Zu den wesentlichen Zielen der Kulturwissenschaft in Koblenz gehört die Vermittlung von Kompetenzen, die sowohl in akademischen als auch in praxisorientierten Berufsfeldern heute besonders wichtig sind. Dazu zählen vor allem

  • ein breit gefächertes und interdisziplinäres kulturelles und kulturwissenschaftliches Wissen
  • kulturtheoretische, kulturanalytische und kulturvergleichende bzw. interkulturelle Kompetenzen - systematisch erworben durch Theoriereflexion, Methodentraining und Praxiserfahrung
  • Kompetenzen im Umgang mit Medien(kommunikation) und ein differenziertes Wissen über aktuelle (internationale) Medienkulturen
  • ein vertieftes Verständnis von der grundlegenden Sinnlichkeit kultureller Phänomene ("Ethnologie der Ästhetik")
Transdisziplinarität

Die Kulturwissenschaft in Koblenz versteht sich als inter- bzw. transdisziplinär angelegtes Einzelfach, das sich primär über wissenschaftliche Problemstellungen und nicht (nur) über einzelnen Disziplinen zugeordnete "Forschungsgegenstände" definiert. Da "Kultur" immer quer zur fachwissenschaftlichen Spezialisierung steht, ergibt sich zwangsläufig eine Diskrepanz zwischen den Phänomenen und ihrer einzelfachlichen Untersuchung. Transdisziplinär bedeutet also, dass disziplinspezifische Grenzen überschritten, aber nicht aufgehoben werden sollen, auf innerfachliche Expertise also nicht verzichtet werden soll. Der Masterstudiengang Kulturwissenschaft vereint daher die 10 Fächer des Fachbereichs 2 "Philologie und Kulturwissenschaften" zusammen mit der Soziologie in einem integrativen Konzept von Forschung und Lehre, wobei die drei Seminare EthnologieMedienwissenschaft und Politische Wissenschaft des Instituts für Kulturwissenschaft besondere Akzente setzen.

Das Lehrangebot umfasst daher nicht nur Veranstaltungen des Instituts für Kulturwissenschaft, sondern auch Veranstaltungen aller anderen im Fachbereich vertretenen Institute. Ebenso werden Forschungsthemen nicht nur von den Mitgliedern des Instituts für Kulturwissenschaft angeboten, sondern auch von vielen anderen Lehrenden des Fachbereichs, die sich als potenzielle Betreuer für Masterprojekte zur Verfügung stellen.

Forschungsorientierung

Der Master Kulturwissenschaft in Koblenz ist von Anfang an forschungsorientiert, d.h. das Studium verläuft im Rahmen eines individuellen Forschungsprojekts, das – im Rahmen einer intensiven Betreuung – im Verlauf der vier Semester konzipiert, forschend umgesetzt und mit der Masterarbeit verschriftlicht wird. Dabei verorten sich die Studierenden in jeweils größeren Forschungsthemen, die sich durch die Forschungs- und Publikationstätigkeit derjenigen Koblenzer Wissenschaftler ergeben, die sich in der Kulturwissenschaft engagieren und als Betreuer für die Masterprojekte zur Verfügung stehen. Damit zielt der Masterstudiengang in erster Linie auf Studierende, die einen frühen Einstieg in die eigenständige wissenschaftliche Forschung anstreben, ob im Blick auf eine akademische Karriere oder auf andere Berufsfelder, in denen Wissen über und Sensibilität für komplexe kulturelle Phänomene gefragt sind.

Studienverlauf

Im ersten Semester werden die Studierenden mit Schlüsselkonzepten der allgemeinen Kulturwissenschaft vertraut gemacht (1.1) und  lernen zudem die aktuellen Forschungsthemen der beteiligten Dozenten kennen (1.2). Neben der Teilnahme an den Schwerpunktseminaren erarbeiten sie sich – unterstützt von einem oder mehreren Betreuern ihrer Wahl – ihr Master-Forschungs-Konzept (5.1).

Im zweiten Semester arbeiten die Studierenden außerhalb ihres gewählten Schwerpunkts am Kolloquium Kulturwissenschaft mit (1.3), besuchen ein – für ihr jeweiliges Projekt relevantes – Methodenseminar (5.2) und präsentieren am Ende ihr Master-Forschungs-Konzept (5.3).

Im dritten Semester organisieren die Studierenden im Rahmen der gewählten Forschungsthemen eine wissenschaftliche Veranstaltung (z.B. Tagung mit eigenen Vorträgen, Fachtagung, Workshop, Ausstellung, Publikation, Internetseite) (9.1). Alternativ kann auch ein Forschungsaufenthalt in einer einschlägigen Forschungseinrichtung anerkannt werden bzw. eine empirische Forschung (9.2). Ein Workshop thematisiert die Auswertung der Daten und konzeptuellen Befunde (13.1).

Im vierten Semester wird die Masterarbeit geschrieben (14.1) und anschließend im Rahmen eines Kolloquiums verteidigt (14.2). Unterstützung dabei bietet ein Workshop zum Wissenschaftlichen Schreiben (13.2).