Forschungsprojekte

Das Liebesbriefarchiv (seit 1997, Gründung und Aufbau)

Das Liebesbriefarchiv versammelt eine große Zahl (2021: 22'000) und  Vielfalt an Liebesbriefen, die die Grundlage bilden für Forschungsfragen rund um den Liebesbrief. Bisher interessierten der Wandel der Textsorte und Gattung "Liebesbrief" sowie medien-, pragma- und soziolinguistische Facetten intimer Kommunikationspraktiken. Von Interesse sind ebenso verschiedene kommunikative Funktionen und funktionale Ebenen des Liebesbriefs in unterschiedlichen sozialen und historischen Kontexten.

Fokussiert werden auch mediale und materiale Aspekte,  da neben Briefen auch Postkarten, Telegramme, E-Mails und Zettelchen "gespendet" wurden. Die Briefspenden sind sehr unterschiedlich, neben Einzelbriefen findet man auch grössere Briefbündel, längere Briefserien, die von einer geschrieben oder an eine Person gerichtet sind, und auch ganze Korrespondenzen..

Für weitere Informationen zur Zusammensetzung finden sich im: LBAKatalog sowie unter Liebesbriefarchiv.

Für Fragen und Einsendungen: liebesbriefarchiv@uni-koblenz.de.

 

Gruß & Kuss – Briefe digital. Bürger*innen erhalten Liebesbriefe ( BMBF 4.21-3.24, Leitung Standort Koblenz)

Wie sprechen Menschen über große Gefühle und den ganz normalen Alltag? Wie erleben und beschreiben sie Glück und Intimität, aber auch Trennung, Krisen und Leid?  Um dies zu untersuchen, lesen, digitalisieren und erforschen Bürgerinnen und Bürger zusammen mit einem Team von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der TU und der Hochschule Darmstadt sowie der Universität Koblenz-Landau eine einzigartige und bislang unzugängliche Quelle der Alltagskultur: ein Archiv authentischer privater Liebesbriefe.

Für weitere Informationen folgen Sie bitte diesem Link: Gruß & Kuss – Briefe digital. Bürger*innen erhalten Liebesbriefe bzw. auf der Webseite des BMBF.

 

Wirksamkeitsstudie zum Zertifikat Sprachbildung und Deutsch als Fremdsprache (2. Phase des MoSAiK-Projekts der Universität Koblenz-Landau, Förderung durch das BMBF, 7.19-12.23, Ko-Leitung TP3)

Das Zertifikat (Aufbau und Durchführung in der 1. Phase, 3.2016-6.19) stieß seit Anbeginn 2016 bei den Koblenzer Studierenden auf großes Interesse. In jedem Jahr konnte ein neues viersemestriges Zertifikatsprogramm mit einer Studierendengruppe von 25-30 Teilnehmer*innen gestartet werden. Nach dem erfolgreichen Aufbau (Rebekka Nowak/Kerstin Kallass), wird heute das Programm weitergeführt und durch eine ethnografische Wirksamkeitsstudie (Dr. Lesya Skintey) untersucht.  Auf der Grundlage der Wirksamkeitsstudie werden neue kategoriale Ebenen für die mehrsprachigkeitsdidaktischen Forschung angestrebt, auf deren Grundlage eine evidenzbasierte und differenzierte Anpassungen des Curriculums möglich wird. 

Informationen  zu Aufbau,  Durchführung und Bewerbungsmöglichkeiten finden sich unter: Zertifikat Sprachbildung und Deutsch als Fremdsprache.

 

12.2021-11.2025 Interdisziplinärer Hub zur Vermittlung von Kompetenzen in Entwicklung, Umgang und Anwendung von erklärbaren, vertrauenswürdigen, resilienten und sicheren KI-Verfahren (IH – evrsKI), Leitung sprachwissenschaftliches Modul, FB2.

Das Projekt hat das Ziel, Aspekte der erklärbaren, vertrauenswürdigen, resilienten und sicheren Künstlichen Intelligenz nachhaltig an Studierende unterschiedlicher Fachrichtungen zu vermitteln. Neben der Vermittlung der Grundlagen wird ein kritischer Umgang mit künstlicher Intelligenz in unterschiedlichen Einsatzbereichen fokussiert. Dabei geht es nicht nur darum, komplexe datenbehafteten Probleme durch KI-Verfahren (z.B. Machine Learning) zu lösen, sondern auch Probleme, Schwachstellen und Sicherheitsfragen zu erörtern, und die Erklärbarkeit und Vertrauenswürdigkeit dieser Verfahren zu thematisieren. So werden neben unterschiedlichen Anwendungsfeldern auch ethische, soziale und psychologische Probleme betrachtet, außerdem spielen Datenschutz und rechtliche Aspekte eine wichtige Rolle, wie dies  auch von der Europäischen Kommission festgehalten wird. In allen Profilbereichen der künftigen Universität Koblenz werden Studiengangsinhalte entwickelt und angewendet, die sich koordiniert mit den Fragestellungen im KIHub zwischen Studierenden und Lehrenden auseinandersetzen und neben theoretischen Ansätzen auch praktische Anwendungen in innovativen Lehr- und Lernszenarien umsetzen.