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Stellen Sie sich den Herausforderungen unserer Zeit!

Germanistik in der Globalisierung

In den gegenwärtigen Gesellschaften des 21. Jahrhunderts erleben wir eine Vervielfältigung der Lebensformen, die im Kontext einer fortschreitenden Globalisierung zu einem tiefgreifenden Wandel der gesellschaftlichen Verhältnisse geführt hat. Komplexe globale und lokale Prozesse der Bezugnahme und Differenzierung führen dazu, dass es zunehmend einer kompetenten Vermittlung an den sich fortlaufend neu ausbildenden und verschiebenden Grenzen kultureller Verständigung bedarf. Dort, wo sich Differenzen im Wahrnehmen, Verstehen und Erkennen, im Kulturaustausch oder im Wissenstransfer zeigen, entstehen kontinuierlich neue Erfordernisse der Verständigung, die es systematisch zu reflektieren und aktiv zu gestalten gilt.

Im Masterstudium „Germanistik: Dynamiken der Vermittlung“ erwerben Sie die Kompetenzen, die sich in einer pluralen Gesellschaft ausbildenden Prozesse der Vermittlung in Sprache und Literatur eigenständig zu erkennen, diese professionell zu erschließen und selbst wieder in die Gesellschaft zu vermitteln. Hierbei arbeiten Sie – bei exzellenter individueller Betreuung – in größtmöglicher Eigenständigkeit sowie in Kooperation mit anderen Studierenden am Erreichen Ihrer selbst gesetzten Ziele. Das Studium ermöglicht ihnen hierbei eine breite internationale Orientierung sowie eine klare Ausrichtung auf eine künftige Karriere in Wissenschaft oder beruflicher Praxis.

Kulturwissenschaftliche Orientierung

Die Bedingungen einer pluralen Gesellschaft fordern eine intensive wissenschaftliche Verständigung über die Möglichkeiten der Begegnung und des Austauschs mit anderen in vielfältigen Situationen. Die konzeptuelle und inhaltliche Grundorientierung des Studienganges antwortet daher auf die mit einer Pluralisierung der Lebensformen verbundenen Herausforderungen. Die Grundlage des Masterstudiums bilden dahingehend gegenwärtige Theorien und Methoden einer kulturwissenschaftlich orientierten Germanistik (u.a. etwa Hermeneutik, Post-/Strukturalismus, Medientheorien oder Diskursanalyse), die es ermöglichen, sprachliche und literarische, aber auch allgemein kulturelle und ästhetische Phänomene in ihrer historischen und kulturellen Bedingtheit zu erkennen, zu analysieren und zu gestalten. Auf der Basis solcher Konzeptionen werden folgende Schwerpunkte gesetzt:

  • Alterität und Fremdheit: Die Darstellung und Inszenierung von Andersheit und Fremdheit ist zentral für das Verständnis gegenwärtiger Vermittlungsprozesse; eng damit verbundenen sind Prozesse des ästhetischen Erfahrens und Erkennens sowie deren soziale und kulturelle Funktionen.
  • Wissen, Verstehen und Auslegen: Darüber hinaus setzen Sie sich mit historischen und aktuellen Konzepten des Wissens, Verstehens und Auslegens auseinander und reflektieren die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der verschiedenen medialen Realisierungen von Sprache & Literatur in unterschiedlichen sozialen und kulturellen Kontexten.
  • Sprache & Literatur vermitteln: Zudem werden ihnen grundlegende Aspekte von Sprache & Literatur und die damit verbundenen Herausforderungen und Konzepte zu ihrer Vermittlung in unterschiedlichsten Medien und kulturellen Kontexten vermittelt.
  • Figuren, Figurationen und Funktion von Vermittlung: Die Reflexion der unterschiedlichen Figuren, Figurationen und Funktionen von Vermittlung bildet einen weiteren zentralen Bereich des Studiums
  • Struktur und Dynamik: Strukturen und Dynamiken von Sprache & Literatur als sprachlich-ästhetischen Grunderscheinungen bilden einen weiteren Schwerpunkt des Masterstudiums.

Praxisbezug und Internationalität

Über das fachliche Wissen hinaus ermöglicht Ihnen das Masterstudium den Erwerb grundlegender Kompetenzen: So erlernen Sie, das neu erworbene Wissen in bereits vorhandenes zu integrieren, die eigenen Denk- und Handlungsspielräume gezielt zu erweitern, zielorientierte Entscheidungen zu treffen und eigenständig neue Ideen und wissenschaftliche Fragestellungen zu entwickeln. Während des Studiums wird der Bezug zur Praxis einerseits in der Projektarbeit in Seminaren und Workshops aufgebaut, wobei Sie die Fähigkeit erwerben, die gewonnenen Erkenntnisse zu reflektieren und diese in angemessener Weise an unterschiedliche Zielgruppen (Experten, Laien) zu vermitteln. Andererseits schafft das Praktikum (Modul 7) eine Schnittstelle zwischen akademischer Ausbildung und Beruf und ermöglicht so eine konkrete Orientierung über ein spezifisches Berufsfeld.

Absolvieren können Sie Ihr Praktikum bei verschiedenen Partnern des Instituts für Germanistik sowie an Unternehmen und Institutionen im In- und Ausland. Zugleich sind Sie eingeladen, sich aktiv in wissenschaftliche Projekte, bei der Vorbereitung von Tagungen und Workshops sowie bei Vorträgen und Publikationen einzubringen. Darüber hinaus eröffnet Ihnen der Studiengang die Möglichkeit, durch Aufenthalte an anderen Universitäten internationale Erfahrungen zu sammeln. Das Institut für Germanistik unterhält zahlreiche internationale Kontakte, wofür die ungewöhnlich vielen Erasmus-Partnerschaften mit Universitäten in ganz Europa und darüber hinaus sprechen.

Aufbau und Abschluss des Studiums

Die Regelstudienzeit des Masterstudiengangs beträgt 4 Semester. Insgesamt umfasst der Masterstudiengang 5 Kern-Module:

  • Modul 1: Alterität
  • Modul 2: Medialität und Multimodalität
  • Modul 3: Wahrnehmen und Verstehen
  • Modul 4: Figuren der Vermittlung
  • Modul 5: Struktur und Dynamik

Weiter umfasst das Studium die Masterarbeit, die im Rahmen eines Forschungsmoduls (Modul 6) realisiert wird, sowie ein 5-wöchiges forschungs- und/oder ein berufsorientierendes Praktikum (Modul 7). Ein zusätzliches Modul (Modul 8: Wahlpflichtbereich) kann aus den weiteren Angeboten des Fachbereichs 2: Philologie/Kulturwissenschaften in Abstimmung mit der Betreuerin/dem Betreuer der Masterarbeit konzipiert werden. Insgesamt ist das Masterstudium hierbei forschungsorientiert angelegt; zugleich vermittelt es jedoch die Grundlagen für eine spätere Tätigkeit in verschiedenen beruflichen Feldern. Anschließend an den erfolgreichen Studienabschluss ist etwa eine Fortsetzung der wissenschaftlichen Arbeit im Rahmen einer Promotion an Universitäten im In- und Ausland denkbar. Insbesondere das den Master-Studiengang abschließende Forschungsmodul eröffnet hier die Perspektive auf eine weitere Qualifizierung. Darüber hinaus eröffnen das während des Studiums erworbene Fachwissen sowie die damit verbundenen Kompetenzen den beruflichen Weg in kulturelle Einrichtungen und Institutionen (z.B. Theater, Sprachinstitute, Museen), in Verlage (Lektorat, Tätigkeiten im Kontext des literarischen Betriebes) sowie in die Bereiche Öffentlichkeitsarbeit, Kulturvermittlung und Kulturberichterstattung in Presse, Hörfunk und Fernsehen.

Voraussetzungen

Abgeschlossener Bachelor in Germanistik (Lehramt oder 2-Fach-Bachelor in Koblenz bzw. vergleichbare Abschlüsse an anderen Unis; Einzelfallprüfung möglich)

So bewerben Sie sich:

Sommersemester 2016

Bitte bewerben Sie sich bis zum 15. Januar 2016. Detaillierte Informationen zur Bewerbung finden Sie auf den Seiten des Bewerbungsportals der Universität Koblenz-Landau:

https://www.uni-koblenz-landau.de/de/studium/vor-dem-studium/bewerbung

Senden Sie uns parallel dazu per Email ein Motivationsschreiben von maximal 2 Seiten an das Sekretariat Germanistik (Adresse s.u.).

Kontakt & Informationen zur Bewerbung

Jun.-Prof. Dr. Pamela Steen

Sekretariat Germanistik