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Zum Tod des Koblenzer Musikwissenschaftlers Prof. Dr. Gerhard Hust

Geboren am 18.05.1933 in Ludwigshafen und aufgewachsen u. a. in Haßloch und Neustadt, studierte Gerhard Hust von 1952 bis 1954 an der Pädagogischen Hochschule in Kaiserslautern.

1958 setzte er seine Studien an der Musikhochschule und der Universität Heidelberg in den Fächern Musik, Theologie und Philosophie fort. 1960 legte er die Künstlerische Prüfung für das Lehramt an Gymnasien ab, um anschließend an der Universität Heidelberg Musikwissenschaft und Evangelische Theologie zu studieren. Zu seinen Lehrern gehörten Reinhold Hammerstein, Siegfried Hermelink, Ewald Jammers, Rolf Dammann und Ernst Apfel (Musikwissenschaft), Günther und Heinrich Bornkamm (Theologie) und Hans-Georg Gadamer (Philosophie).

Dem Abschluss im Jahre 1963 folgte 1968 die Promotion mit der Dissertation Untersuchungen zu Claudio Monteverdis Meßkompositionen. Nach einigen Jahren im Schuldienst erhielt er 1964 einen Lehrauftrag an der Pädagogischen Hochschule Neuwied. 1969 wechselte er als Dozent, später als Professor für Musikwissenschaft an die damalige Erziehungswissenschaftliche Hochschule und spätere Universität Koblenz. Außer Monteverdi und der Musik des 17. Jahrhunderts galt sein Interesse vornehmlich der Musikphilosophie der Antike und der Musikgeschichte des 19. Jahrhunderts, insbesondere dem Oratorium, der französischen Musik (mit einem Schwerpunkt auf Hector Berlioz) und Richard Wagner.

Veröffentlichungen und Vorträge handelten von Monteverdi und dessen Rezeption, einzelnen oratorischen Kompositionen und Wagner; ein zweites Buch zur Musikpädagogik blieb Manuskript. Insbesondere seine Lehrveranstaltungen deckten über viele Semester hinweg ein breites Themenspektrum ab. 1999 wurde er emeritiert.

Er starb am 07.04.2020 in Boppard.


Datum der Meldung 14.04.2020 22:50
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