Besuch von Bischof Ackermann

(20.05.2014) "Die Zeichen der Zeit erkennen - Die aktuelle Synode im Bistum Trier". So lautete der Vortrag, den Bischof Dr. Stefan Ackermann am vergangenen Mittwoch auf einem theologischen Forum an der Universität Koblenz hielt.

Begrüßt wurde er von Theologieprofessor Dr. Rainer Schwindt, der auf die enge geistige Verbindung der Synode mit der Feier der Heiligrocktage und dem Wallfahrtsgedanken hinwies. Der einzige Beleg für das Wort „Synode“ im Neuen Testament finde sich, so Schwindt, im Lukasevangelium und handele ebenfalls von einer Pilgerschaft als wichtigen Teil des religiösen Lebens (Lk 2,44). Ackermann stellte das Anliegen und die aktuelle Arbeit der Synode vor, wobei er die fruchtbare Diskussionskultur betonte.

„Die Zeichen der Zeit erkennen“ ginge nur, wenn alle die Synode als eine „Sehschule“ verstünden, die ihnen die heutige gesellschaftliche und kirchliche Wirklichkeit als Ansage und Anspruch Gottes erschlössen. In einer lebhaften Diskussion mit den Studierenden ermutigte er sie, sich ganz auf die Vielfalt der heutigen Gesellschaft einzulassen, ohne dem „Zeitgeist“ oder schnelllebigen Trends unbedacht zu folgen.

Wie die ganze Kirche befinde sich das Bistum Trier in einem Prozess, der vom Lichte des Evangeliums beleuchtet sein müsse.

Mit der zweiten Vollversammlung der Bischofssynode Anfang Mai in Trier „lernt die Synode laufen“, wie Ackermann betonte. In zehn Sachkommissionen werden die Synodalen nun verschiedenste Themen bearbeiten, unter anderem zum diakonischen und missionarischen Wirken der Kirche, zur Zukunft der Pfarreien und Katechese, zur Gestaltung des Gottesdienstes und zum Miteinander von Haupt- und Ehrenamtlichen. In zehn Sachkommissionen werden die Synodalen nun verschiedenste Themen bearbeiten, unter anderem zum diakonischen und missionarischen Wirken der Kirche, zur Zukunft der Pfarreien und Katechese, zur Gestaltung des Gottesdienstes und zum Miteinander von Haupt- und Ehrenamtlichen.

In einer zweiten Diskussionsrunde, die von der Religionspädagogin Prof. Dr. Angela Kaupp moderiert wurde, kamen Fragen heutiger Glaubensvermittlung im Schnittpunkt von Schule und Katechese in den Blick.

Der Trierer Bischof besuchte auch das Institut für Katholische Theologie, an dem etwa 400 Theologiestudierende in allen Lehrämtern ausgebildet werden.

Da für die Erteilung der katholischen Religionslehre die kirchliche Lehrbefugnis, die Admissio, am Ende des Studiums erteilt wird, werden die Studierenden während der gesamten Ausbildungsphase von einer Mentorin des Bistums begleitet. Ackermann würdigte den unermüdlichen Einsatz aller am Studium Beteiligten. Der Religionsunterricht sei ein grundlegender Ort der Glaubensvermittlung und wesentlich von der persönlichen Glaubwürdigkeit der Lehrerinnen und Lehrer bestimmt.

Die Katholische Theologie der Universität Koblenz-Landau stellt mit ihren beiden Campi eine der größten Ausbildungsstätten für den katholischen Religionsunterricht bundesweit dar.

Am Ende des Forums schenkten die Studierenden dem Bischof ein Video, in dem Sie die Passion Jesu im Rahmen eines bibeldidaktischen Seminars mit Dr. Marie-Luise Reis dramaturgisch verarbeitet haben.