Aktuelle LV

Aspekte des Humanismus - BEd Ethik M2

Do. 12-14 Uhr

Klips 

In der Vorlesung wird die Geschichte des Humanismus anhand seiner zentralen Aspekte vorgestellt, vornehmlich in den klassischen Ausprägungen der Renaissance und der Aufklärung. Dabei werden Motive entfaltet, die insbesondere auch für die Ethik von Bedeutung sind: Würde des Menschen, Leiblichkeit, Bildung, Individualität, Sprache, Freiheit, Sittlichkeit, politische Partizipation. Ebenso werden der Antihumanismus, der Transhumanismus und der kritische Posthumanismus einbezogen. Durch die Einführung in die Idee der Humanität sollen sowohl deren geschichtliche als auch deren systematische Kontur hervortreten.

 

Konflikte der Ethik: Beschleunigung und Resonanz - BEd Ethik M1

Mi. 14-16 Uhr

Klips

Moderne Gesellschaften scheinen sich in all ihren Abläufen zunehmend zu beschleunigen: In der Technik, in den Medien, in alltäglichen Lebensvollzügen scheint alles schneller zu werden. Beschleunigte Mobilität ist zu einem zentralen Wert aufgestiegen. Das war nicht immer so in der Kulturgeschichte. Erst die Moderne hat den besonderen Zeitbezug der Beschleunigung forciert. Dabei lassen sich nicht alle Kulturleistungen und Lebensvollzüge beliebig beschleunigen. Viele wesentliche Lebensvollzüge leiden vielmehr unter dem Druck der Zeitknappheit. Hartmut Rosa, ein zeitgenössischer Soziologe, geht in seinem Buch Beschleunigung und Entfremdung dem spannungsvollen Verhältnis von Leben und Zeit nach. Dieser Zusammenhang ist auch für die Philosophie im Allgemeinen und für die Ethik im Besonderen von Belang. "In diesem Buch", schreibt Rosa, "werde ich zu jener Frage zurückkehren, die uns Menschen am wichtigsten ist: der Frage nach dem guten Leben – und der Frage, warum wir eigentlich kein gutes Leben haben."

Im Seminar wird das Buch besprochen und im Anschluss durch Passagen aus Rosas Arbeiten zur Resonanz und Resonanzpädagogik ergänzt.

 

Schiller: Die ästhetische Erziehung des Menschen - BEd Ethik M6

Mi. 16-18 Uhr

Klips

Schillers Briefe Über die ästhetische Erziehung des Menschen stellen einen wichtigen Beitrag zur politischen Theorie, zur ethischen Anthropologie und zur Ästhetik im 18. Jahrhundert dar. Im Seminar wird der ganze Text besprochen und diskutiert, in seinen Zeithorizont gestellt und auf Aktualität befragt.

 

John Rawls: Gerechtigkeit als Fairness - BEd Ethik M1, M4, MEd Philosophie / Ethik Gym BBS M 8a, R+ M10

Do. 16-18 Uhr

Klips

John Rawls zählt zu den bedeutendsten Gerechtigkeitstheoretikern des 20. Jahrhunderts. Im Seminar werden große Passagen seines Buches Gerechtigkeit als Fairneß. Ein Neuentwurf gelesen und gemeinsam besprochen. Ziel ist es, den besonderen Beitrag dieses gesellschaftspolitischen Gerechtigkeitsdenkens zu erarbeiten und dabei das von Rawls Geleistete, aber auch die Grenzen und Fragwürdigkeiten seines Entwurfs mit in den Blick zu nehmen.

Der Text ist komprimiert und somit theoretisch anspruchsvoll, aber zugleich äußerst anregend! Wir werden im Seminar eine Auswahl an Paragraphen intensiv besprechen. Dazu ist die intensive Lektüre der in der Regel kurzen Paragraphen als Vorbereitung auf die Seminarseitzung unerläßlich: Wer sie vorher nicht gelesen hat, wird kaum etwas verstehen bzw. nicht mitkommen. Es wird nicht erwartet, dass der Text durch die vorbereitenden Lektüre zur Gänze verstanden worden ist. Aber passives Zuhören wird in diesem Seminar nicht reichen. Es handelt sich somit um einen textnahes Lektüreseminar, dass die Gelegenheit bieten soll, einen klassischen und fruchtbaren Text gemeinsam aufzuschließen.

 

Materialien zu den Lehrveranstaltungen