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KOMINT - Kompetenzzentrum für Didaktik der Mathematik und Naturwissenschaften

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Das Kompetenzzentrum vereint die fachdidaktischen Aktivitäten der MINT-Fächer am Campus Koblenz unter einem Dach, Es werden regelmäßig wissenschaftliche Vorträge im Rahmen eines Kolloquiums angeboten.

 



Kompetenzzentrum KOMINT
Campus Koblenz
Universität Koblenz-Landau
Universitätsstraße 1
D-56070 Koblenz

 

 

Mitglied

KOMINT - Kompetenzzentrum für Didaktik der Mathematik und Naturwissenschaften

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Hier werden bald die Forschungsprojekte des Kompetenzzentrums angezeigt.

 

Vortragsreihe zu Themen aus den MINT-Didaktiken

 

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
liebe Studierende,
liebe Lehrpersonen,

hiermit möchten wir auf das mathematik- und naturwissenschaftsdidaktische Kolloquium des Kompetenzzentrums KOMINT am Campus Koblenz aufmerksam machen und Sie herzlich dazu einladen. Das Kolloquium findet mittwochs von 16-18 Uhr digital in BigBlueButton unter folgendem Link statt:

 

 

Informationen zum Programm finden Sie in der folgenden Übersicht und den Abstracts.

Wir freuen uns auf spannende Beiträge mit zahlreichen interessierten Gästen!

 

Termine im Sommersemester 2021

 

Die frühe mathematische Bildung hat in den letzten zwei Jahrzehnten als Bildungs- und Forschungsbereich wachsende Aufmerksamkeit erhalten, da Studien den Einfluss der frühen mathematischen Bildung auf spätere schulische Leistungen von Kindern hervorheben (Lehrl et al., 2016; Romano et al., 2010; Watts et al., 2014). Die Qualität der Lernmöglichkeiten, die Kinder in elementarpädagogischen Einrichtungen erhalten, beeinflusst deren späteren mathematischen Fähigkeiten (Claessens et al., 2014; Engel et al., 2016; Klibanoff et al., 2006). In diesem Zusammenhang wird der Fokus auf eine die Qualität der Lernmöglichkeiten beeinflussende Wissensfacette (altersangemessene Leistungserwartungen) sowie die Umsetzung (Performanz) früher mathematischer Bildung gerichtet. Dazu werden Ergebnisse einer international vergleichenden Studie (N = 1343) aus Österreich, der deutschsprachigen Schweiz, China (Shanghai), Vietnam (Hanoi) und den USA (Denver, CO) vorgestellt und diskutiert.

Modellierungsaufgaben können Schülerinnen und Schülern ein reales Bild von Mathematik im Alltag und deren Nützlichkeit vermitteln. Dennoch ist ihr Anteil am Alltagsunterricht eher gering. Die Gründe dafür sind vielschichtig: zu zeitaufwendig, schwierig in der Planung und Bewertung. Ganz im Sinne von „What you assess is what you get“ wird im Vortrag insbesondere der letzte Aspekt in den Blick genommen und Möglichkeiten diskutiert, wie die Struktur von Schülerlösungen als Basis für die Bewertung herangezogen werden kann. Sind vielschrittige Lösungswege „schwieriger“? Sind Lösungswege „schwieriger“ bei denen Lernende einige Schritte gleichzeitig bedenken müssen, im Vergleich zu solchen, bei denen sequentiell vorgegangen werden kann? In einer Studie wurden verschiedene Modelle erarbeitet und an Schülerlösungen aus einer 9. Jahrgangstufe zu fünf Modellierungsaufgaben erprobt. Es werden Möglichkeiten aufgezeigt, die Komplexität einer Modellierungsaufgabe einzuordnen, um Implikationen für mögliche Bewertungsmodelle abzuleiten.

Kommt es zum ‚Gemeinsamen Mathematiklernen‘? Diese Frage rahmt meinen Vortrag, in dem eine Entwicklungsforschungsstudie vorgestellt wird, in der interaktiv-kooperative Lernsituationen im inklusiven Mathematikunterricht zwischen Kindern mit und ohne Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung untersucht wurden. Im Fokus steht hierbei die Erforschung angeregter individuell-zieldifferenter Lernprozesse zum flexiblen Rechnen und interaktiver Strukturen, um daraus mögliche zielführende Gestaltungsprinzipien für die gelingende Anregung interaktiv-kooperativer Lernsituationen im inklusiven Mathematikunterricht abzuleiten.

Der Gebrauch von Gesten als Ressource beim Lehren und Lernen von Mathematik ist ein stetig wachsendes Interessengebiet in der Mathematikdidaktik und fasziniert Forscher wie auch Praktiker – immer mehr auch im deutschsprachigen Raum. Gesten können kommunikative, kognitive und auch epistemische Funktionen erfüllen, sie können Ausdruck mathematischen Denkens sein und sind ein wichtiger Bestandteil der multimodalen Kommunikation und Interaktion im Klassenraum.

Im Vortrag werde ich einen Überblick über die Vielfältigkeit der Rollen von Gesten beim Mathematiklernen geben und hierfür aus meiner Arbeit auf den Schnittstellen von Sprache, Multimodalität und ‚Embodiment‘ beim Lernen von Mathematik berichten. Hierbei lege ich einen Schwerpunkt auf mein Projekt zur Rolle von Gebärdensprachen in Lernprozessen gehörloser Lernender, indem sich alle drei Aspekte schneiden. Illustriert durch konkrete Fallbeispiele werde ich darstellen, wie diese Forschung nicht nur zur Entwicklung von ressourcen-orientierten Methoden und Ansätzen für den gehörlosen Mathematikunterricht führen kann, sondern wie sie zudem die mathematikdidaktische Forschung und Praxis inklusiv und allgemein bereichert.

Kontextbasiertes Lernen im engeren Sinne beinhaltet typischerweise problemorientierte Aufgaben, die durch die Anwendung fachwissenschaftlicher Modelle gelöst werden müssen. Der positive Einfluss von Kontext auf Motivation und Interesse ist empirisch gut belegt; gleichzeitig ist die beobachtete Varianz in der Leistung bislang nur unzureichend erklärt. In der dazu untersuchten Studie wurden Daten über die Leistung in den einzelnen Phasen des kontextualisierten Problemlöseprozesses erhoben. Die Reanalyse dieser Daten bietet eine überzeugende Erklärung für die ambivalenten Ergebnisse der Kontextforschung: Ergebnisse der durchgeführten MANCOVA und multipler Regressionen legen nahe, dass sich der Einfluss von Kontext auf die Leistung während des Problemlösens stark unterscheidet. Effekte auf Ebene des gesamten Prozesses heben sich gegenseitig auf und verdecken so je nach Fokus der Erhebungen die Wirkung von Kontext auf die Leistung.

Die Schulung der professionellen Wahrnehmung angehender Grundschullehrkräfte im Umgang mit lernbezogener Heterogenität ist das zentrale Ziel des Teilprojekts „Videobasierte Lehrmodule - Mathematik“ im Rahmen des QLB-Projekts „Dealing with Diversity“ an der WWU Münster. Durch den Einsatz von Videovignetten im Masterseminar „Inklusiver Mathematikunterricht in der Grundschule“ werden die Studierenden für das fachliche Lernen in gemeinsamen Lernsituationen sensibilisiert und entwickeln aufbauend Handlungsoptionen. Dafür stellt das Kompetenzmodell zum professionellen Wahrnehmen und Handeln im Unterricht nach Barth (2017) die Grundlage dar. Die Evaluation der Kompetenzentwicklungen der Studierenden wird in einem Prä-Post-Kontrollgruppendesign durchgeführt: Zu Beginn und am Ende des Seminars wird die professionelle Wahrnehmung der Studierenden mit offenen Analyseaufgaben zu einer Videovignette gemessen, die mittels eines theoriebasierten Kategoriesystems ausgewertet wird. Im Rahmen des Vortrags werden das Forschungsprojekt und erste Ergebnisse vorgestellt.

 

 

 

Vergangene Veranstaltungen

 

 

  • 09.11.2020 - Wie potentiell mathematisch begabte Kinder argumentieren (Simone Jablonski, Goethe-Universität Frankfurt)
  • 30.11.2020 - Welchen Nutzen sehen Fachfremde in Professionalisierungsmaßnahmen? (Stefan Lünne, Universität Paderborn)
  • 07.12.2020 - Mit Bilderbüchern mathematisches Denken anregen (Vertretungsprofessorin Dr. Anna Vogtländer, PH Weingarten)
  • 14.12.2020 - Als die Mathematik laufen lernte. Mathematische Wanderpfade in der Sekundarstufe I (Vertretungsprofessor Dr. Joerg Zender, Universität Koblenz-Landau)
  • 11.01.2021 - Zahlen und Größen gemeinsam unterrichten - und für mehr Verständnis sorgen (Dr. Roland Rink, TU Braunschweig)
  • 25.01.2021 - Mathematik digital - Unterrichtsstrukturen im Umbruch? (Angelika Pursch, Fachleiterin am Studienseminar für Realschule Plus in Koblenz)

 

 

 

 

Informationen über angebotene und erfolgreiche Abschlussarbeiten werden bald hier zugänglich gemacht.