Integrativer Artenschutz aquatischer Verantwortungsarten

Der Schutz der aquatischen Biodiversität hat weltweit hohe Bedeutung, da sie ähnlich stark bedroht ist wie die Biodiversität der tropischen Regenwälder. Insbesondere wegen fehlender autökologischen Informationen und dem fehlenden Schutzstatus für Wirbellose erscheinen klassische, auf Einzelarten bezogene Ansätze für Gewässer weniger geeignet.
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Dieses Projekt ist Teil eines E+E Vorhabens, ind dessen Rahmen ein ntegrativer Ansatz konzipiert und in einem besonders artenreichem Projektgebiet (Nister, Rheinland-Pfalz) implementiert werden. Das Ziel ist die nachhaltige Verbesserung der Habitatqualität des Gewässers zur Erhaltung der außerordentlich hohen Biodiversität als Ganzes und der stark gefährdeten Arten Flussperlmuschel und Bachmuschel sowie der deutschen Verantwortungsart Barbe im Speziellen.
INTAS3 Dazu wird ein umfassendes Sanierungskonzept entwickelt, dass neben einer intensiven Beteiligung der Öffentlichkeit und einer wissenschaftlichen Begleituntersuchung vor allem die Entwicklung des direkten Gewässerumlandes, die Entwicklung gewässerinterner Strukturen und die Entwicklung von Wiesengräben als Ersatzhabitate kombiniert.Die Voruntersuchung beinhaltet Maßnahmenplanungen für das Hauptvorhaben und eine wissenschaftliche Voruntersuchung und umfasst die Entwicklung eines Monitoringprogramms für die vom Aussterben bedrohte Flussperlmuschel; eine detaillierte Analyse der Habitatbedingungen (insbesondere Kolmation des hyporheischen Interstitials) und der Biodiversität im Projektgewässer (Ist-Zustandsanalyse); eine darauf aufbauende Detailplanung für Umsetzungsmaßnahmen der Module "Entwicklung gewässerinterner Strukturen" und "Grabenentwicklung"; sowie eine Vorplanung der Maßnahmen für das Modul "Umlandentwicklung".
Projektpartner:

Kreisverwaltung Altenkirchen (Träger Hauptprojekt)

ARGE Nister/ Obere Wied e.V.

Prof. Jürgen Geist, TU München

Kreisverwaltung Westerwaldkreis

 

Projektleiterin: Carola Winkelmann
Projektmitarbeiter: Jochen Becker