Fallzahl Standort Koblenz: 1 (Warnstufe Gelb bis 02.12.2020) Maßnahmenkonzept

Forschung

 

Natürliche Verbreitungsbarrieren für einen invasiven Amphipoden

Der große Höckerflohkrebs (Dikerogammarus villosus) kommt seit gut 20 Jahren in Deutschland vor und hat seitdem alle größeren Fließgewässer, Kanäle und viele Seen besiedelt. In kleinen Gewässern erreicht die Art eine Verbreitungsgrenze. Über die abiotischen Faktoren und deren Modifikation biotischer Interaktionen, die für dieses Verbreitungsmuster verantwortlich sind, ist bisher wenig bekannt.

In einem laufenden Promotionsprojekt beschäftige ich mich mit genau dieser Fragestellung. Das Ziel des Vorhabens ist es, die abiotischen Faktoren in den Untersuchungsgewässern zu identifizieren, die sich im Längsverlauf so ändern, dass D. villosus in seiner Konkurrenzfähigkeit eingeschränkt und von anderen Arten ersetz wird.

Dafür untersuche ich die benthische Artengemeinschaft im Hinblick auf ihre Zusammensetzung und trophischen Interaktionen. Parallel werden abiotische Gradienten im Gewässer erfasst. In einem nächsten Schritt werden die im Freiland als relevant erkannten Gradienten im Labor simuliert und deren Auswirkungen auf die Konkurrenzfähigkeit von Dikerogammarus villosus gegenüber anderen konkurrierenden Arten beobachtet.