Berufsfeldorientierung

Der breite und vielfältige Wahlpflichtbereich am Ende des Studiums erlaubt eine individuelle Schwerpunktsetzung. Auch mit den verpflichtenden Veranstaltungen zu Kommunikations- und Präsentationstechniken und der in Praktika und Übungen praktizierten Teamarbeit werden wertvolle Kompetenzen für die spätere Berufsausübung vermittelt.

Bereits ab dem ersten Semester wird durch in den Übungen die Problemlöse-Fähigkeit geschult und die Studierenden früh mit ihren Grenzen und denen des naturwissenschaftlichen Wissens vertraut gemacht. Dies ist ein wichtiger Beitrag zur persönlichen Selbstreflexion der Studierenden. Die drei Bereiche Chemie, Physik und Lebenswissenschaften, tragen hierzu mit ihrer jeweils eigenen Sicht auf die Natur in gleicher Weise bei.
Praktische „handwerkliche“ Fertigkeiten stehen in den diversen Praktika zu allen Teilen der Chemie und Physik im Mittelpunkt. Dies gilt natürlich in besonderem Maße für das Forschungspraktikum und die Bachelorarbeit, wo Projektarbeit, evtl. schon bei einem späteren potenziellen Arbeitgeber, trainiert werden kann.

Im siebten Semester sind zwei Module vorgesehen, die ganz besonders der Berufsfeldorientierung dienen. Zum einen das Forschungspraktikum und zum anderen die Bachelorarbeit. Beide können in allen Bereichen der Chemie, Physik und Lebenswissenschaften durchgeführt und an der Universität bzw. in der Industrie oder externen Forschungsinstituten im In- und Ausland absolviert werden.

 

Der Bachelorstudiengang "Angewandte Naturwissenschaften" qualifiziert die Studierenden durch die Vermittlung von Fachwissen und von Fähigkeiten (Kompetenzen) zur stetigen Vertiefung und beruflichen Nutzung dieses Wissens in den Fächern Chemie, Physik und Lebenswissenschaften. Damit werden die Studierenden in die Lage versetzt, anspruchsvolle Tätigkeiten sowohl in der universitären und außeruniversitären Forschung als auch in außeruniversitären beruflichen Positionen der freien Wirtschaft im naturwissenschaftlichen Bereich auszuüben.

Das breite, über enge Fachgrenzen hinausgehende Wissen und Verstehen der wissenschaftlichen Grundlagen der Naturwissenschaften ist das Grundkonzept des Studienganges, der ein umfangreiches und ausbaufähiges naturwissenschaftliches Basiswissen vermittelt (Wissensverbreiterung).

Grundlegende Themen werden in verschiedenen Modulen behandelt und in beide drei Fächern exemplarisch beleuchtet. Dies ermöglicht den Studierenden ein kritisches und vernetztes Verständnis wichtiger Theorien und Prinzipien und eine lebenslange Wissensvertiefung.

Die Fähigkeit der Studierenden, ihr Wissen im Beruf anzuwenden und geeignete Problemlösungen zu erarbeiten, wird gefördert, in dem zuerst theoretisch (Problemlösungen) im Rahmen der Übungen zu den Vorlesungen Themen bearbeitet werden, die dann in den praktischen Lehrveranstaltungen weiterentwickelt werden und im Forschungspraktikum sowie in der Bachelorarbeit eine erste Bewährungsprobe erfahren.

Der Studiengang vermittelt in den Vorlesungen Wissen, das in den dazu gehörenden Übungen in Form von problemlösenden Aufgaben angewandt und dadurch gefestigt wird und im Forschungspraktikum weiterentwickelt werden kann (systemische Kompetenz).

Die Absolventinnen und Absolventen haben nach Abschluss ihres Studiums gelernt, die wissensbasierte, eigenständig erarbeitete fachliche Position zu formulieren und sie gegenüber anderen Positionen kritikfähig zu vertreten. Die fachwissenschaftlichen Praktika und das Forschungspraktikum sind von der Erarbeitung von Lösungen in Teamarbeit geprägt und fördern damit kommunikative Kompetenzen.