Fallzahl Standort Koblenz: 1 (Warnstufe Gelb bis 12.02.2021) Maßnahmenkonzept

Institut für Integrierte Naturwissenschaften

 

 

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Anschrift

Institut für Integrierte Naturwissenschaften
Universität Koblenz-Landau
Campus Koblenz
Universitätsstraße 1
D - 56070 Koblenz

 

Institutssleiter

Institut für Integrierte Naturwissenschaften
Jederzeit nach Vereinbarung

 

Sekretärin

Institut für Integrierte Naturwissenschaften

 

Öffnungszeiten

 

Montag 13:00 - 15:30 Uhr
Mittwoch 13:00 - 15:30 Uhr

 

 

 

 

Der Fachbereich hat sich das Forschungsleitthema "Material&Umwelt" gegeben und die Forschungsschwerpunkte des IfIN sind klar unter diesem Leitthema zu verorten. Diese Forschungsschwerpunkte sind zum einen die materialwissenschaftlich orientierte Forschung, wie sie prominent im gerade eingerichteten Forschungskolleg des Landes "Koblenz Institute of Advanced Ceramic Material Properties Studies" unter Leitung des Kollegen Quirmbach zum Ausdruck kommt, in das die Hochschule Koblenz, das European Centre of Refractories (ECREF) und das Forschungsinstitut für Anorganische Werkstoffe - Glas/Keramik - GmbH (FGK) in Höhr-Grenzhausen als starke, regionale außeruniversitäre Partner involviert sind (kurz "Keramik"). Im Bereich der Polymerforschung sind in chemisch und physikalisch orientierten Arbeitsgruppen Forschungsaktivitäten realisiert, die sich mit der Herstellung und den Materialeigenschaften von polymeren Werkstoffen befassen. Der zweite prominent besetzte Forschungsschwerpunkt am IfIN widmet sich anthropogenen Einflüssen auf Ökosysteme und ist somit im Bereich der Lebenswissenschaften angesiedelt. Die diesbezüglichen Forschungsaktivitäten wurden im 2018 gestellten Antrag auf einen neuen Profilbereich der Universität unter dem Titel "Indirekte Effekte anthropogener Stressoren in Ökosystemen" zusammengefasst. Im genannten Antrag werden die indirekten Effekte von Temperaturveränderungen (Klimawandel), Eutrophierung und Eintrag von Mikroplastik in die Umwelt als Forschungsgegenstände thematisiert, da diese drei Stressoren eine herausragende Bedeutung für verschiedenste Ökosysteme im globalen Maßstab haben. Die betreffenden Forschungsaktivitäten konzentrieren sich auf die Bereiche "Ökologie, Biodiversität, Umweltbildung" und "Wasser, Mikroplastik, Mikrobiologie, aquatische Ökologie". Der erste Bereich wird von Arbeitsgruppen der Biologie und perspektivisch der Geographie (Nachfolge König) repräsentiert. Hervorzuheben ist in diesem Zusammenhang auch die langjährig etablierte und intensive Kooperationen mit dem Nationalpark Hunsrück-Hochwald und dem Ruanda-Zentrum/Büro für Afrikafragen der Universität. Der zweite Bereich (kurz "Wasser") wird im Wesentlichen von Arbeitsgruppen aus der Biologie und der Chemie getragen. Es soll hier außerdem die zu intensivierende Kooperation mit der in Koblenz ansässigen Bundesanstalt für Gewässerkunde (BfG) eine wichtige Rolle spielen, da sowohl die Stressoren Eutrophierung als auch der Eintrag von Mikroplastik die Funktionsfähigkeit aquatischer Ökosysteme potenziell gefährden.

 

forschungsprofil-ifin

 

Die formulierten Forschungsschwerpunktbereiche des IfIN bestehen dabei nicht nebeneinander als scharf voneinander zu trennende Spezialisierungen einzelner Forschungsgruppen sowie Personen, sondern zielen - dort wo sich Potenziale zeigen - stets auf Vernetzung innerhalb des Instituts, des Fachbereichs sowie der Universität. Dementsprechend können Professuren in der Forschungspraxis mehreren Schwerpunkten zugehörig sein. Insbesondere im Bereich „Wasser" und Ökologie/Biodiversität können hier wechselseitige Bezüge hergestellt werden. Beispielsweise ist physisch-geographische Forschung zu Hangmooren im Nationalpark Hunsrück/Hochwald in beiden Bereichen gleichermaßen zu verorten und sowohl mit biologischer wie auch chemischer Forschung koppelbar. Die Forschung im IfIN wird dezidiert interdisziplinär und themenbezogen gedacht, um das Potenzial der vorhandenen Professuren im Verbund optimal zu nutzen. Die formale Beibehaltung klassischer Fächerbezeichnungen reflektiert hierbei keine eventuell daraus abzuleitenden, gesonderten fachwissenschaftlichen Leitthemen, sondern ist geboten, um der hohen Gewichtigkeit der Lehramtsausbildung an der Universität Rechnung zu tragen. Dementsprechend folgt die personelle Strategie grundsätzlich dem Raster der am IfIN vertretenen Fächer.

 

Eine Auswahl von Forschungsprojekten im IfIN::

 

 

Laufende Projekte:

Untersucht wird die Ökologie und 'Life history' verschiedener Tagfalterarten.

 

Forschungsinitiative Indirekte Effekte anthropogener Stressoren in Ökosystemen


Das Zeitalter des ‚Anthropozäns' ist durch einen umfassenden Einfluss des Menschen auf seine Umwelt im globalen Maßstab geprägt. In diesem Zusammenhang prominent diskutierte Themen umfassen zum Beispiel Klima- und Landnutzungswandel, Umweltverschmutzung und Eutrophierung sowie den dramatischen Verlust der Artenvielfalt. Die Auswirkungen dieser Veränderungen sind nicht nur relevant für das Überleben vieler Tier- und Pflanzenarten, sondern sogar für Menschheit selbst. Die Erforschung und Bewertung des anthropogenen Einflusses auf Ökosysteme stellt daher eine vordringliche gesamtgesellschaftliche Aufgabe dar. Die Forschungsinitiative bearbeitet in diesem Kontext zwei Forschungscluster. Zum einen werden mit der Fokussierung auf Temperaturveränderungen und Eutrophierung anthropogene Stressoren herausragender Bedeutung thematisiert. Zum anderen ist das Schadpotential von Mikroplastikpartikeln in aquatischen Ökosystemen auf dem aktuellen Kenntnisstand nicht prognostizierbar, welche jedoch ein direktes ökotoxikologisches Risiko darstellen. Ziel der Projekte in dem Forschungscluster ist die Erarbeitungen von Vorschlägen zum Risikomanagement von Mikroplastik in Binnengewässern.