Übersicht Forschungsaktivitäten

Laufende Projekte:

Projekte soll die Sanierung eines komplexen Systems aus urban geprägten Standgewässern und Bachabschnitten wissenschaftlich begleiten. Es wird untersucht, ob die Interaktion zwischen Standgewässer und Fließgewässer durch die Erreichung eines stabilen makrophytendominierten Zustand der Standgewässer beeinflusst wird und dies das Erreichen des guten ökologischen Zustan des Fließgewässers fördern kann.
Der Schutz der aquatischen Biodiversität hat weltweit hohe Bedeutung, da sie ähnlich stark bedroht ist wie die Biodiversität der tropischen Regenwälder. Mit dem E+E-Vorhaben soll modellhaft erprobt werden, wie die aquatische Biodiversität kleiner bis mittelgroßer Fließgewässer erhalten bzw. verbessert werden kann. Daraus sollen belastbare Handlungsempfehlungen abgeleitet werden, welche eine breite Übertragbarkeit der Ansätze auf andere Gewässer ermöglichen.
Der Einbau von Mikroplastik in Biofilme könnte die Nahrungsqualität reduzieren. Daher soll experimentell untersucht werden, ob Mikroplastik indirekte Auswirkungen auf aquatische Herbivore hat. Die Mikroplastikkonzentrationen werden durch quantitative NMR-Spektroskopie analysiert, einer neuen, zerstörungsfreien und gleichzeitig qualitativen wie quantitativen Bestimmungsmethode.
In diesem Projekt wird untersucht, ob die Habitatqualität des Kieslückensystems durch Biomanipulation verbessert werden kann. Durch die gezielte Förderung algenfressender Fische soll die Verstopfung des Kieslückensystems trotz teilweise erheblicher Nährstoffbelastungen reduzieren werden kann. Das Projekt soll zeigen, ob Biomanipulation im praktischen Gewässerschutz anwendbar ist.

Abgeschlossene Projekte:

Gewässerschutz oder die Nachhaltigkeit der Gewässernutzung steht in der Türkei, anders als in Europa, nur sehr selten im Zentrum der gesellschaftlichen Aufmerksamkeit. Der Kern des bestand daher darin, die Methoden der Fließgewässerbewertung nach Europäischer Wasserrahmenrichtlinie auf Gewässer in der Türkei zu übertragen. Dazu wurde eine große Vielfalt von autökologischer Informationen gewonnen.
In kommunalen Abwässern anfallende Mikroschadstoffe, welche mit klassischen 3-stufigen Kläranlagen nur unzureichend entfernt werden können, stellen für die aquatische Umwelt potentiell eine erhebliche Belastung dar. In diesem Projekt wurden die ökologischen Auswirkungen von Mikroschadstoffgemischen aus Kläranlagen auf die Makrozoobenthosgemeinschaft von Fließgewässern quantifiziert.
Die Invasion ist ein wichtiges Charakteristikum großer Flüsse und wird als eine Bedrohung für Biodiversität und Ökosystemfunktionalität angesehen. Das Ziel dieses Projektes ist es sowohl die zugrundeliegenden Schlüsselmechanismen als auch die Folgen der Invasion für das Funktionieren aquatischer Ökosysteme zu verstehen. Als Beispiel soll der invasive Amphipod Dikerogammarus villosus dienen.
Die Bewertung des Makrozoobenthos spielt seit dem Inkrafttreten der WRRL auch in Übergangsgewässern eine immer größere Rolle für die Bewirtschaftung. Ziel des Projekts war die Entwicklung von funktionalen trait-basierten Bewertungsverfahren zur Ermittlung des ökologischen Zustands der deutschen Ästuare anhand benthischer Makroinvertebraten und die Analyse anthropogener Einflüsse.
Das Ziel des Vorhabens war die Entwicklung eines Verfahrens, das die ökologische Funktion des hyporheischen Interstitials, eines der wichtigsten Habitate in Fließgewässern, nachhaltig sichert bzw. wiederherstellt. Es sollte gezeigt werden, dass eine gezielte Nutzung der Ökosystemdienstleistung „benthisches Grazing“ trotz teilweise erheblicher Belastungen die Eutrophierungserscheinungen reduzieren kann. Dazu wird der Bestand herbivorer Fischararten experimentell erhöht.
Ziel des Projektes ist die Erarbeitung eines naturschutzkonformen Bewirtschaftungskonzepts für die Westerwälder Seenplatte, die als FFH-Gebiet unter besonderem Schutz steht. Dabei soll der Schutz bedrohter Tier- und Pflanzenarten genauso gewährleistet werden, wie die Verbesserung des ökologischen Zustandes der Weiher und der sie durchfließenden Bäche durch eine Reduktion der Eutrophierungserscheinungen.
Es wird untersucht, ob die neue Grubenwasserkonzeption der RAG AG die negativen ökologischen Auswirkungen der Einleitung von warmem und salzhaltigem Grubenwasser reduzieren kann. Mit Hilfe von Experimenten und Modellsimulationen wird analysiert, wie sich in Zukunft Salzgehalt und Wassertemperatur des Rheins verändert und welche Einflüsse auf die Lebensgemeinschaft zu erwarten sind.