Fallzahl Standort Koblenz: 1 (Warnstufe Gelb bis 02.12.2020) Maßnahmenkonzept

Kompetenzzentrum für Didaktik der Mathematik und Naturwissenschaften

 

 Vortragsreihe zu Themen aus den MINT-Didaktiken

 

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
liebe Studierende,
liebe Lehrpersonen,

hiermit möchten wir auf das mathematik- und naturwissenschaftsdidaktische Kolloquium des Kompetenzzentrums KOMINT am Campus Koblenz aufmerksam machen und Sie herzlich dazu einladen. Das Kolloquium findet montags von 16-18 Uhr digital in BigBlueButton unter folgendem Link statt:

Informationen zum Programm finden Sie in der folgenden Übersicht und den Abstracts.

Wir freuen uns auf spannende Beiträge mit zahlreichen interessierten Gästen!

 

Termine im Wintersemester 2020/21

 

Der Erwerb von Argumentationskompetenzen lässt sich als zentrales Lernziel, aber auch als wichtige Verstehensgrundlage des Mathematikunterrichts beschreiben. Mit Betonung des Ziels, die spätere Beweisfähigkeit zu schulen, zeigt sich (auch) bei der Förderung von mathematischer Begabung im jungen Alter die Bedeutung des Argumentierens. Insbesondere ist ein Zusammenhang zwischen mathematischer Begabung und mathematischem Argumentieren nicht eindeutig geklärt und es fehlt an längsschnittlichen Aussagen zu möglichen Veränderungen.

Im Vortrag wird dieses Forschungsdesiderat aufgegriffen, indem die mündlichen Argumentationsprodukte von Grundschulkindern aus dem Enrichmentprogramm „Junge Mathe-Adler Frankfurt“ für potentiell mathematisch begabte und interessierte Schülerinnen und Schüler analysiert werden. Mithilfe eines Analyseschemas werden im Längsschnitt typische Verläufe und Zusammenhänge zu mathematikspezifischen Begabungsmerkmalen vorgestellt.

Fachfremd Mathematik unterrichtende Lehrkräfte nehmen aus unterschiedlichen Gründen und mit unterschiedlichem Vorwissen und Vorerfahrungen an Professionalisierungsmaßnahmen teil. Speziell für diese Zielgruppe designte Fortbildungen versuchen dieser Heterogenität Rechnung zu tragen, indem sie die unterschiedlichen Bedürfnisse der Teilnehmenden ansprechen.

Im Projekt Ffunt@OWL wurden dazu themenspezifische Fortbildungsangebote designt und auf ihre Wirksamkeit hin untersucht. Im Vortrag wird das Design eines solchen Fortbildungstages zur Einführung von Variablen vorgestellt und anschließend beispielhaft für einzelne Teilnehmende ausgeführt, wie diese das Fortbildungsangebot für sich nutzen und welcher Art von Lerntransfer in den Mathematikunterricht entstanden sein könnte.

Für den Vortrag wird unter dem folgenden Link spätestens eine Woche vorher Material bereitgestellt: https://cloud.math.upb.de/index.php/s/YpngC8wTcYXeXik.

Mathematisches Denken von Heranwachsenden entfaltet sich beginnend in der frühen Kindheit bis weit über die Grundschule hinaus. Für die Anregung mathematischen Denkens können Bilderbücher einen wichtigen Kontext bieten. Sie geben Kindern die Möglichkeit, mathematische Inhalte zu entdecken und zu erforschen, und können zu einer aktiven Auseinandersetzung mit mathematischen Fragestellungen motivieren.

In einer explorativen Studie mit Kindergartenkindern zwischen 3 und 6 Jahren wurde in dialogischen Gruppenlesesitzungen untersucht, welche Facetten des inhaltsbezogenen mathematischen Denkens durch ausgewählte Bilderbücher angesprochen werden können. Die Erkenntnisse lassen insgesamt den Schluss zu, dass das dialogische Lesen von Bilderbüchern im Kontext der frühen mathematischen Bildung eine geeignete Aktivität im Rahmen eines integrativen Ansatzes darstellt.

Mathematische Wanderpfade bieten eine gute Kombination aus Outdoor Education (Bewegung, Lernen mit allen Sinnen, frische Luft, Gruppenarbeit) und Stationenlernen. Mathematisieren von authentischen Problemen steht hierbei im Vordergrund. Nimmt man dann noch das Smartphone hinzu, eröffnen sich ganz neue Möglichkeiten. Diese sollen im Vortrag beleuchtet und durch die bisherige Forschung fundiert werden. Es zeigen sich nachhaltige Effekte auf das Lernen von Schülerinnen und schülern. Allen voran spielt die App MathCityMap eine Rolle, mit deren Hilfe auch in Koblenz schon mathematischer Wanderpfade erlebt werden können.

Zwischen dem Zahl- und dem Größenbegriff gibt es aus mathematischer Sicht einen engen Zusammenhang. Aber auch aus didaktischer Sicht lässt sich dieser enge Zusammenhang für den Aufbau eines tragfähigen Zahl- und Größenverständnisses nutzen. Dies gilt besonders mit Blick auf die Kinder mit Rechenschwierigkeiten. In diesem Beitrag wird beispielhaft an einigen Gelenkstellen des Mathematikunterrichts der Grundschule gezeigt,wie dieser Zusammenhang im Unterricht lernförderlich genutzt werden kann.

Corona macht es möglich – bzw. verbindlich: Lernplattformen und digitale Werkzeuge können ein „Muss“ für Unterricht werden.

Die heutige Veranstaltung wirft einen Blick in die Bandbreite der digitalen fachspezifischen Tools, auf Lernpfade und das Lernen mit einer Lernplattform. Wir begleiten eine Klasse beim Balanceakt zwischen analogem und digitalem Lernen im Fach Mathematik. Abschließend werden Chancen und Risiken eines solchen Weges beleuchtet und gerne auch diskutiert.