Abschlussarbeiten der FG BAS

Vergabe von Arbeiten

Anmerkung: Die Abschlussarbeiten in der FG BAS sind in der Regel KEINE reinen Literaturarbeiten sondern umfassen das Entwickeln von kleinen Prototypen oder die Erhebung und Auswertung von Daten. Im Folgenden finden Sie eine Liste von vorgeschlagenen Themen. Es ist auch möglich, eigene Themenvorschläge einzugeben. Voraussetzung für die Betreuung ist der vorangegangene Besuch der entsprechenden Vorlesung im Themengebiet. Zusätzlich empfehlen wir eine Klausurnote von gut oder besser.

Bewerbung um ein Thema

Bitte gehen Sie bei einer Bewerbung für die Betreuung einer Abschlussarbeit wie folgt vor:

  1. Wenden Sie sich per E-Mail an den jeweiligen Betreuer, der für Ihr Thema verantwortlich ist.
  2. Begründen Sie kurz Ihre Motivation für das anvisierte Thema.
  3. Schicken Sie im Anhang Ihrer E-Mail einen Auszug Ihrer bisherigen Studienleistungen, damit wir sehen, welche Fächer Sie erfolgreich absolviert haben.
  4. Geben Sie den Zeitpunkt an, zu dem Sie die Abschlussarbeit schreiben möchten (von/bis)

Die detaillierte Aufgabenstellung erläutern wir Ihnen anschließend gerne in einem persönlichen Gespräch. Achtung: Bedingung für die Betreuung ist die Annahme eines von Ihnen verfassten Research Proposals. Die notwendige Hilfestellung dazu erhalten Sie von Ihrem gewählten Betreuer.

Vorgaben für Abschlussarbeiten

Auf einer separaten Webseite haben wir die Vorgaben für die Erstellung von Abschlussarbeiten in der FG BAS zusammengestellt.

 

Zur Zeit angebotene Abschlussarbeiten

Themenbereich Computer Supported Cooperative Work (CSCW)/Enterprise Collaboration Systems (ECS)/kollaborative Technologien

 

Social Documents in Microsoft Teams und Co. (Bachelor)


Social Documents Logo

Bei Social Documents handelt es sich um benutzergenerierte, digitale Inhalte, die der Kommunikation und Kollaboration im Unternehmen dienen und typischerweise im Kollaborationssystem einer Organisation oder eines Unternehmens erstellt und gespeichert werden. Dazu zählen verschiedene Arten von digitalen Dokumenten, wie beispielsweise Blogbeiträge, Wikiseiten oder Foreneinträge, aber auch zunehmend Inhalte aus unternehmensinternen Messaging— und Videokonferenz-Systemen. Im Rahmen der ausgeschriebenen Bachelorarbeit soll untersucht werden, (1) welche Arten von Social Documents in den markführenden Unternehmens-Chat-Diensten (z.B. Microsoft Teams, Slack, Mattermost, ...) existieren und (2) wie sich deren Strukturen mit der Social Document Ontology (Williams, Mosen, Schubert, 2020)  beschreiben und (3) visualisieren lässt.

Williams, S. P., Mosen, J., & Schubert, P. (2020). The Structure of Social Documents. 53rd Hawaii International Conference on System Sciences, 2825–2834. https://doi.org/10.24251/hicss.2020.345
Online available at https://www.researchgate.net/publication/338446099_The_Structure_of_Social_Documents

Betreuer: Julian Mosen

 

Analyse der Struktur von Social Documents in HCL Connections (Master)


Social Documents Logo

In den letzten Jahren wurden in unserer Forschungsgruppe mehrere Anwendungen zur Visualisierung und Untersuchung von Social Documents entwickelt. Für eines der marktführenden, integrierten Kollaborationssysteme, HCL Connections, wurden bereits kleinere Evaluierungen durchgeführt und erste Erkenntnisse gewonnen (Mosen, Williams, Schubert, 2020). Im Rahmen einer Masterarbeit soll mithilfe des Content Dashboards, ein Werkzeug zur Berechnung und Visualisierung der Struktur von Social Documents in HCL Connections, einer tiefergehende Untersuchung der möglichen Strukturen durchgeführt werden. Dabei liegt der Schwerpunkt auf der Interpretation der graphbasierten Darstellung und der Gewinnung neuer Erkenntnisse über die Kollaboration und Kommunikation innerhalb der Dokumente.

Mosen, J., Williams, S. P., & Schubert, P. (2020). Visualizing Social Documents as Traces of Collaborative Activity in Enterprise Collaboration Platforms. 53rd Hawaii International Conference on System Sciences, 5369–5378. https://doi.org/10.24251/HICSS.2020.660
online available at  https://www.researchgate.net/publication/338446440_Visualizing_Social_Documents_as_Traces_of_Collaborative_Activity_in_Enterprise_Collaboration_Platforms

 Betreuer: Julian Mosen

 

"Forced adoption" von Enterprise Collaboration Systems aufgrund der COVID-19 Pandemie

Die COVID-19 Pandemie hat die Zusammenarbeit in Unternehmen und unternehmensübergreifend gravierend und in vielen Teilen nachhaltig beeinflusst. Insbesondere in den Phasen mit vorgeschriebener Home-Office-Pflicht sahen sich Unternehmen gezwungen einen Großteil ihrer Mitarbeitenden, insbesondere Wissensarbeiter, ins Home-Office zu schicken.

Der Begriff "forced adoption“ beschreibt in diesem Zusammenhang, den durch einen nicht kontrollierbaren, externen Faktor bedingten Zwang, Kollaborationstools zu nutzen, um die Arbeitsabläufe im Unternehmen am Laufen zu halten.

In der Konsequenz hatten die kurzfristigen Änderungen sowohl auf Ebene der Mitarbeitenden aber auch auf Ebene der Führungskräfte Auswirkungen. Mitarbeitende mussten sich an die veränderten Gegebenheiten anpassen und neue Arbeitsweisen entwickeln oder sich mit sogenannten Workarounds um Herausforderungen herumarbeiten. Auf Ebene der Führungskräfte mussten bspw. Kommunikations- und Führungsstrategien angepasst werden, um der neuen Situation gerecht zu werden.

Die hier skizzierte Qualifikationsarbeit ist Teil eines internationalen Forschungsprojektes und fokussiert auf die Ebenen der Führungskräfte und Mitarbeitenden. Die Arbeit soll zum einen in der Literatur den state of the art identifizieren und mit "forced adoption" verwandte Studien identifizieren, um hierfür theoretische Grundlagen auszuarbeiten.

Im zweiten Teil der Arbeit, der den Hauptteil darstellt, sollen Interviews zum Verfassen einer Fallstudie durchgeführt werden. Falls Interessenten bereits in einem Unternehmen arbeiten, können die Interviews, bei Zustimmung des Unternehmens, dort durchgeführt werden. Die Interviews sind entsprechend wissenschaftlicher Standards durchzuführen, aufzubereiten, auszuwerten und die Ergebnisse zu dokumentieren. Individuelle Schwerpunkte, auch wenn es hier Aspekte gibt, die ein Unternehmen speziell interessieren, können nach Absprache mit den Betreuenden selbst gewählt werden.

Die Arbeit kann sowohl als Bachelor- als auch als Masterarbeit durchgeführt werden.

Betreuer: Florian Schwade

 

Social Network of Business Objects (SoNBO): Ontologie-basiertes Konzept zur Integration von Unternehmensinformationen

SoNBO-Logo

Das Informationsmanagement in Organisationen wird seit über 30 Jahren durch betriebliche Anwendungssysteme (wie z. B. ERP-System) unterstützt. Im Laufe dieser Zeit sind in Organisationen verteilte und komplexe Systeme entstanden, sodass der Zugriff auf die Informationen für den Mitarbeiter zunehmend schwieriger geworden ist. Dadurch ist eine Integration der Informationen notwendig geworden.

SoNBO ist ein Ontologie-basiertes Konzept zur Informationsintegration, um Geschäftsinformationen aus den betrieblichen Anwendungssystemen (die dann als Quellsystem dienen) kontextsensitiv für den Informationssuchenden anzuzeigen. Ein Ontologie-basierter Integrationsansatz besitzt die Eigenschaft, mithilfe einer Ontologie als Schema auf die relevanten Informationen zuzugreifen. Dadurch ist dieser Ansatz flexibel auf sich ändernde Bedürfnisse anpassbar. Im Unterschied zu weiteren Ontologie-basierten Konzepten (z. B. OBDA, EKG) wird bei SoNBO eine unternehmensspezifische Ontologie entwickelt und ein userspezifischer Knowledge Graph unter der Verwendung von sozialen Funktionalitäten in Verbindung mit den Daten aus den Quellsystemen erzeugt. Der Mitarbeiter navigiert dann durch diesen Knowledge Graph (genannt „Social Network of Business Objects“).

Dabei werden die Informationen als Social Business Objects verstanden und die Beziehungen zwischen diesen Objekten werden identifiziert. Beispielsweise steht das Social Business Object Ingenieur Peter Mueller in einer Beziehung zur Ausgangsrechnung 1725, da in dieser seine Leistung abgerechnet wurde. Dieses Prinzip wird für die technische Entwicklung des SoNBO-Explorers genutzt sowie für die Konfiguration dieser Anwendung. Diese SoNBO-Applikation ist eine Domino-Anwendung (XPage), die Abfragen auf die Datenbanken der zu analysierenden Transaktionssysteme (z. B. ERP-/CRM-Systeme) absetzt.

Bewerben Sie sich für eine der Abschlussarbeiten und werden Sie Mitglied im Team SoNBO, um an der Weiterentwicklung eines Integrationskonzeptes für Betriebliche Anwendungssysteme zu arbeiten. Wir bieten auch Projekt- und Forschungspraktika im Team SoNBO an.

Bachelorarbeit: Integration von Informationen als Social Business Objects aus einem SAP-System unter der Verwendung einer existierenden Unternehmensontologie

Masterarbeit: Entwicklung eines Prototyps ("SoNBO-Explorer") zur Integration von Informationen als Social Business Objects aus einem Salesforce-System 

Weitere Informationen erhalten Sie auf Anfrage.

Betreuerin: Prof. Dr. Petra Schubert

 

Themenbereich BAS/Business Software/ERP-Systeme

Derzeit sind keine Themen ausgeschrieben.

 

Themenbereich Business Intelligence

Analyse und Integration existierender Datenhaltungsformen

Nachdem Data Lakes auf Data-Warehouses folgten, geht der Trend zu Data Lakeshouses. Im Rahmen dieser Arbeit soll erarbeitet werden, inwiefern sich diese Strukturen unterscheiden und was die jeweiligen Stärken und Schwächen sind. Darüber hinaus soll eruiert werden, welche Datenhaltungsform sich für transaktionale Daten in großem Umfang besonders eignet. Außerdem soll ein derartiges System (z.B. MS Data Verse, CDATA, etc.) für den praktischen Teil der Arbeit verwendet werden, um Daten aus einem ECS (oder einem ähnlichen System mit kollaborativen Funktionen) zu synchronisieren. Vorkenntnisse (optional): Datenbanken, BI, Ontologien.

Ansprechpartner: Martin Just

 

Themenbereich Prozessmanagement/BPM

Derzeit sind keine Themen ausgeschrieben.

 

Themenbereich allgemeine IM-Themen

Derzeit sind keine Themen ausgeschrieben.

 

Hinweis: Schulungsangebot von der Unibibliothek für Literaturrecherche

Grundlegende Datenbankschulungen sowie Seminare zur Fernleihe und Dokumentlieferung.

Weitere Informationen finden Sie hier.