Abstracts

Keynote: Entwicklungen des Landes im Bereich E-Government
Die rheinland-pfälzische Landesregierung setzt sich aktiv für Verwaltungsmodernisierung, mehr Transparenz und Bürgerbeteiligung ein. IT kann dabei einen wichtigen Beitrag zur Verwaltungsmodernisierung leisten. Öffentliche Aufgaben können schneller, effektiver und kostengünstiger erledigt werden. Dabei steht auch der Bürger im Mittelpunkt. Für ihn muss die Verwaltung Online-Service-Leistungen und Informationen im Sinne von Open-Government bereit halten. Rheinland-Pfalz hat bereits einige Best Practice Beispiele vorzuweisen:
  • Prozesse zwischen Bürgern und Verwaltung gestalten durch nPA-Bürgerservices, DE-Mail und D115
  • Prozesse zwischen Unternehmen und Verwaltung gestalten, bspw. E-Procurement, P23R, xtrans.eu
  • Prozesse zwischen Verwaltungen auf allen Ebenen gestalten, bspw. IPEMA, Kooperationen mit anderen Bundesländern, RLP-Netz, E-Akte.
Informationstechnologie und der nutzerorientierte Modernisierungsansatz haben bereits in der Vergangenheit Verwaltungsmodernisierung auf den Weg gebracht. Wir brauchen Innovationen und den Dialog darüber, was Mensch, Verwaltung und Technik in einen harmonischen Dreiklang bringt.
Heike Raab, Staatssekretärin im Innenministerium Rheinland-Pfalz

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Arbeitsmarktmonitor: Unterstützung in der Entscheidungsfindung regionaler Beschäftigungspolitik
Entwicklungen wie die Globalisierung, der Technologische Fortschritt und der Demografische Wandel sind längst im Alltag der Regionen angekommen. Hinzu kommen die schwierige finanzielle Lage der Kommunen und eine mehr oder weniger starke Betroffenheit von einem Strukturwandel. Viele dieser Entwicklungen erfordern Lösungen, die von mehreren Arbeitsmarktakteuren (z.B. Kammern, Gewerkschaften, Unternehmen und Arbeitsagenturen) gemeinsam er- und bearbeitet werden müssen.
Bei der gemeinsamen Arbeit genügt es nicht mehr organisationsinterne Informationen und Kommunikationssysteme zu haben. Der Monitor stellt den Akteuren am Arbeitsmarkt regionale Informationen übersichtlich zur Verfügung, so dass diese gemeinsam mit ihnen arbeiten können. Weiterhin können die Informationen durch lokale Einschätzungen ergänzt und anderen Regionen zur Verfügung gestellt werden. Darüber hinaus ermöglicht der Monitor eine organisationsübergreifende Kommunikation zwischen Netzwerkpartnern.
Britta Ullrich, Bundesagentur für Arbeit

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Mehr Transparenz als Basis für mehr Bürgerbeteiligung in Rheinland-Pfalz
Wenn heute über den Begriff Demokratie 2.0 gesprochen wird, fallen unweigerlich die Schlagworte Transparenz, Partizipation und Kooperation, die für eine neue Form der Zusammenarbeit zwischen den Bürgerinnen und Bürgern sowie dem Staat stehen.
Diese drei Schlagworte lassen sich kennzeichnen als Dimensionen des Oberbegriffs „Open Government“ oder auch „Offene Regierung und Verwaltung“ – und zwar unabhängig davon, ob für die Verwirklichung moderne Informations- und Kommunikationstechnologien genutzt werden sollen oder nicht. [Mehr]
Christian Peirick, Ministerium des Innern, Sport und Infrastruktur

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Mobile Verwaltung Stuttgart - Anträge via Smartphone
Die Landeshauptstadt Stuttgart betreibt seit der Fußball-WM 2006 ein Mobil-Angebot. Dies wird seit 2011 als Stuttgart App weitergeführt. Der gegenwärtige Entwicklungsschwerpunkt liegt auf der Migration vorhandener eGovernment-Anwendungen auf Smartphones. Stichworte dabei sind responsive Design, Multikanalarchitektur und Mobile Payment. Ralf Armbruster,
Stadt Stuttgart

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Mobile Signatur und Single-Sign-On aus Help.gv.at für online Dienste in Baden-Württemberg
Mit Hilfe eines 'TrustedLinks' zwischen dem baden-württembergischen Bürgerportal service-bw.de und dem vergleichbaren österreichischen Portal help.gv.at wird die Möglichkeit eröffnet, dass Inhaber der österreichischen eID sich in "mein service-bw" automatisch identifizieren und sofort Online-Dienste nutzen können.
Peter Reichstädter,
Bundeskanzleramt Österreich

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Frank Schiele, Innenministerium Baden-Württemberg

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311Open in Bonn - (Mobiles) Anliegenmanagement auf internationalem Standard 
Anhand des Beispiels "anliegen.bonn.de" wird gezeigt, wie ein offenes, standardisiertes Anliegenmanagement als Open Government Plattform für u.a. für mobile Anwendungen funktioniert, die Bonnerinnen und Bonner transparent beteiligt werden und diese Lösung die Bürger an kommunalen Leistungprozessen mitwirken lässt.


Holger Kreis     Dr. Oliver Märker,
Mark-a-Spot                     Zebralog

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Sven Hense,
Amt für Organisation und Informations- technologie Bonn

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Cyber-Sicherheit als Gemeinschaftsaufgabe von Staat, Wirtschaft und Gesellschaft
Weltweite Kommunikation, geschäftskritische Prozesse von Wirtschaft und Verwaltung sowie die Aufrechterhaltung notwendiger Grundversorgungseinrichtungen im öffentlichen Leben hängen heute vielfältig vom Internet und den angeschlossenen IT-Systemen ab. Gleichzeitig zieht der Cyber-Raum aufgrund hoher Renditemöglichkeiten und einem vergleichsweise geringen Risiko Kriminalität in immer größerem Ausmaß an. Quantität und Qualität der Cyber-Angriffe steigen, die Professionalisierung der Täter nimmt zu. Cyber-Sicherheit ist damit zu einer gemeinsamen Herausforderung für Staat, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft geworden.
Neben der Eigenverantwortung der Betreiber für den sicheren Einsatz von IT-Systemen und der Verantwortung der Hersteller und Dienstleister für die Bereitsstellung sicherer IT-Systeme ist die Kooperation und der Erfahrungsaustausch zwischen professionellen Nutzern und Cyber-Sicherheits-Experten eine der vielversprechendsten Ansätze zum Aufbau einer funktionierenden Abwehr und Prävention gegen Cyber-Angriffe.
Als Zusammenschluss aller wichtigen Akteure im Bereich der Cyber-Sicherheit in Deutschland hat die Allianz für Cyber-Sicherheit das Ziel, die Cyber-Sicherheit in Deutschland zu erhöhen und die Widerstandsfähigkeit des Standortes Deutschland gegenüber Cyber-Angriffen zu stärken. Als Teilnehmer der Allianz für Cyber-Sicherheit sind Institutionen sowohl aus dem privatwirtschaftlichen als auch aus dem öffentlichen Sektor eingeladen, welche vom Erfahrungsaustausch und dem Informationsangebot profitieren und die Cyber-Sicherheit ihrer eigenen Institution verbessern möchten.
Marc Schober,
Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI)
   
e-CODEX und e-SENS - zwei Europäische Interoperabilitätsprojekte
Zur Verbesserunge der europaweiten Interoperabilität von IT-Lösungen - auch im Bereich Government - hat die Europäische Kommission eine Reihe von Großprojekten ("Large Scale Pilots") ins Leben gerufen. e-CODEX dient insbesondere der Kommunikation zwischen Bürgen und Justiz sowie der Inegration von Justizanwendungen. e-SENS greift Ergebnisse vorhergehender Projekte aus unterscheidlichen Bereichen auf mit dem Ziel der Vereinheitlichung und Entwicklung einer Langzeitstrategie. Der Vortrag stellt technische Lösungen aus beiden Projekten vor.   Dr. Susanne Wigard, Justizminerium NRW

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Mehrwerte von Geoinformation im Kontext von Inspire 
Transparenz und Zugang zu Umweltdaten sind notwendige Voraussetzung für Partizipation, Teilhabe und Mitbestimmung. Eine große Herausforderung in Europa besteht darin, die Vielfalt an Umweltdaten und -informationen zu ordnen, zusammen mit anderen Daten Analysen durchzuführen, Umweltdaten frei zugänglich zu machen und in einer für die politischen Entscheidungsträger und die BürgerInnen verständlichen Weise zu verbreiten. Mit der vitoc-Architektur steht eine sofort einsatzfähige Projektinfrastruktur bereit, die gezielt die Projektarbeit (vertikal und horizontal) unterstützt, sei es durch die Sicherstellung konsistenter Abläufe und Informationen, oder bei der Konsolidierung und Qualitätssicherung der Projektdaten. Für die Fachverwaltung schafft vitoc insbesondere neue Möglichkeiten zur aktiven Ressourcenentlastung sowie die Grundlagen für eine kontinuierliche Verbesserung der Prozesse und Daten. Die vitoc cloud services  bieten mandantenfähige Informationsbausteine im Netz, bei denen nicht einfach generische Bilder, Texte, Karten angeboten werden, sondern für jeden Partner ein eigenes Informationssystem individueller Prägung und mit umfangreichen Daten (dynamische Karten, Messwerte, Berichte, etc.) zusammengestellt wird. vitoc stellt Webtechniken für Online-Foren, Blogs, Umfrage- und Abstimmungswerkzeuge, sowie Abonnement-, E-Mail- und Kalenderdienste nach dem Baukastensystem der vitoc- Facharchitektur bereit, und lässt diese über das Cloud-Prinzip einfach in bestehende IT-Landschaften einbinden. Natürlich ist  vitoc Dialog dabei auch auf den Einsatz über mobile Endgeräte vorbereitet. Die Unterstützung mittels integrierter GIS-Werkzeuge wurde aufgrund des zentralen Umweltbezugs vieler Daten und Themen in vitoc ganz besonders berücksichtigt.  Armin Müller, Ministerium für Umwelt, Landschaft, Ernährung, Weinbau und Forsten

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Das Modellvorhaben „Kooperatives E-Government in föderalen Strukturen“ der Metropolregion Rhein-Neckar
Seit Dezember 2010 setzt die Metropolregion Rhein-Neckar (MRN) das Modellvorhaben „Kooperatives E-Government in föderalen Strukturen“ gemeinsam mit den Ländern Baden-Württemberg, Hessen und Rheinland-Pfalz und dem Bund um. Als ein am Schnittpunkt dreier Bundesländer gelegener Wirtschaftsraum bietet die MRN ein ideales Umfeld, um die effiziente Vernetzung der Verwaltung unter föderalen Bedingungen zu erproben. Ausgehend von den konkreten Anforderungen der Unternehmen an eine moderne, leistungsfähige Verwaltung geht es im Modellvorhaben darum, auf zwei Fragen Antworten zu finden: Wie lassen sich Verwaltungsprozesse durch den gezielten IT-Einsatz einfacher, schneller und kostengünstiger gestalten? Und wie kann in vertikaler und horizontaler Hinsicht eine stärkere Verwaltungskooperation erzielt werden? Dr. Christine Brockmann, Metropolregion Rhein-Neckar GmbH

Dr. Christine Brockmann

 

   
Besser im Verbund: Moderne Bürgerservices als landesweite kommunale Angebote der KommWis und ZIDKOR
Besser im Verbund: Moderne Bürgerservices als landesweite kommunale Angebote der KommWis und ZIDKOR.
Im Vortrag wird herausgestellt welche Vorteile sich ergeben, wenn kommunale Aufgabenstellungen zentral erfolgen. Als Beispiel werden die realisierten Online-Bürgerdienste aufgeführt, die bundesweit bei den Serviceangeboten zur eID-Funktion des neuen Personalausweises/ elektronischen Aufenthaltstitels als Leuchtturmprojekt angesehen werden.
Dabei wird auch das Betreiberkonsortium „ZIDKOR“ (Zweckverband für Informationstechnologie und Datenverarbeitung der Kommunen in Rheinland Pfalz) kurz vorgestellt, das als Betreiber der Online-Bürgerdienste im Personenstandswesen fungiert.
Achim Fürst, KommWis

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Pilotprojekt "Virtuelle Kommune"
Das Netz einer kleineren Kommune (Verbandsgemeinde) wird mit allen Servern und Clients vollständig virtualisiert und in das Rechenzentrum einer Stadt verlagert. Die Mitarbeiter der Kommune greifen über virtuelle Desktops über ein WAN (KNRP) auf ihre Arbeitsplätze zu.
Obwohl ursprünglich dafür nicht vorgesehen, ermöglicht diese Vorgehensweise durch „Clusterung“ der Kommunalanwendungen, die von den auf diese Weise gehosteten Kommunen betrieben werden, die „kritische Masse“ für die Entwicklung eines gemeinsamen eGovernment-fähiges Frontend für diese Verfahren zu erreichen.  
Hartmut Bürgstein, Kommunales Gebietsrechenzentrum Koblenz

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