Abstracts

Die Abstracts und Kurzbios der Referentinnen und Referenten werden nach und nach an dieser Stelle veröffentlicht. Die Seite ist noch im Aufbau.

Session I: Keynote

Keynote: Akzeptanz von E-Government

Abstract: E-Government - also die Abwicklung geschäftlicher Prozesse im Zusammenhang mit Regieren und Verwalten mit Hilfe von Informations- und Kommunikationstechnologien über elektronische Medien - ist nach allgemeiner Überzeugung ein wesentliches Element der Verwaltungsmodernisierung. Der Einsatz moderner Technik soll sowohl die Arbeit innerhalb der Behörden vereinfachen als auch die Kommunikation der Verwaltung und ihre Dienstleistungen im Verhältnis zu Bürgern und Unternehmen verbessern.

Obwohl Bund, Länder und Kommunen vielfältige Aktivitäten unternommen haben, um E-Government zu fördern, erreicht Deutschland bei einem Vergleich von E-Government-Angeboten in Europa regelmäßig nur einen Platz im Mittelfeld. Es gilt daher, die Akzeptanz von E-Government weiter zu steigern und die E-Government-Angebote kontinuierlich auszubauen und zu optimieren. Aus Sicht der "Verwaltungs-Kunden" sind insbesondere der Nutzen der elektronischen Verwaltungsleistungen, die einfache Zugänglichkeit der Angebote, die Benutzerfreundlichkeit der Anwendungen sowie Sicherheit, Vertrauen und Transparenz wichtige Aspekte für die Akzeptanz von E-Government.

Den beschriebenen Faktoren schenken wir beim weiteren Ausbau elektronischer Verwaltungsdienstleistungen in Rheinland-Pfalz große Beachtung. An konkreten Maßnahmen zur Förderung von E-Government in Rheinland-Pfalz sind u. a. die Umsetzung des Landestransparenzgesetzes, die Vorlage eines E-Government-Gesetzes Rheinland-Pfalz als rechtliche Grundlage für die elektronische Verwaltung im Land, die Einführung der elektronischen Akte, die Verbesserung der Informationsangebote für die Bürger (Stichworte: Landesportal, Open-Government-Data-Portal Rheinland-Pfalz, Behördennummer 115), die erleichterte Nutzung der Online-Ausweisfunktion des neuen Personalausweises sowie die weitere Gewährleistung der IT-Sicherheit trotz zunehmender Herausforderungen für Datenschutz und Datensicherheit geplant.

Uwe Göhring Uwe Göhring Bildist stellvertretender Leiter der Abteilung „IT-Zentralstelle, Breitband“ im Ministerium des Innern und für Sport. Er hat Rechtswissenschaften an der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz studiert. Nach Abschluss seines 2. Staatsexamens war er in unterschiedlichen Aufgabengebieten innerhalb der rheinland-pfälzischen Landesverwaltung tätig: als Referent bei der früheren Bezirksregierung Rheinhessen-Pfalz, als Dezernent bei der Kreisverwaltung Donnersbergkreis und als Referatsleiter im Innenministerium. In der dortigen Kommunalabteilung war er viele Jahre für den Bereich Kommunalfinanzen verantwortlich. Im Jahr 2014 wechselte er in die IT-Zentralstelle, wo er neben der stellvertretenden Abteilungsleitung die Leitung des für IT-Management und –Recht zuständigen Referats wahrnimmt. Im Übrigen ist Herr Göhring Projektkoordinator im Projekt Transparenzgesetz. Aktuelle Schwerpunkte seiner Arbeit sind der Entwurf eines E-Government-Gesetzes Rheinland-Pfalz sowie die Umsetzung des zum 1. Januar 2016 in Kraft getretenen Landestransparenzgesetzes.

Session II: IT-Unterstützung im Ehrenamt und Flüchtlingsmanagement

Beitrag 1: BKS-Portal.rlp und KATWARN—2 Mosaiksteine zur Optimierung der IT Struktur für den Brand- und Katastrophenschutz (BKS) und Rettungsdienst (RD)

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Abstract: In Rheinland-Pfalz nehmen kommunale Feuerwehren sowie Hilfsorganisationen mit ihren vielen ehrenamtlichen Mitgliedern umfangreiche Aufgaben im BKS sowie RettD wahr. Daneben werden zentrale Aufgaben durch die Landesfeuerwehrschule (LFKS), das Katastrophenschutz-Referat der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) sowie durch die Fachabteilung im Ministerium des Innern, für Sport und Infrastruktur (ISIM) sowie weitere Fachressorts der Landesregierung wahrgenommen. Durch dieses System der Gefahrenabwehr im Verbund wird insgesamt auch in diesem Bereich der Inneren Sicherheit ein Höchstmaß an Schutz für die Bürgerinnen und Bürger in unserem Land ermöglicht. Der Ausbau der IT-Strukturen hat durch die Digitalisierung unserer Gesellschaft dabei eine immer größer werdende Bedeutung erhalten und wird daher von der Landesregierung mit besonderer Priorität verfolgt..

Durch die immer kürzer werdenden Zyklen in der IT-Entwicklung unterliegen neben der Modernisierung der IT-Systeme in den neuen Integrierten Leitstellen auch alle sonstigen fachspezifischen IT-Strukturen im BKS und RD einer ständigen Weiterentwicklung. Die fortzuschreibenden Konzepte sind Zug um Zug zu realisieren. Dafür sind die IT-Strukturen im BKS sowie RettD noch weiter zu modernisieren. Die Datenbestände sollen zukünftig über bisherige lokale oder organisatorische Grenzen hinweg vernetzt und je nach Zielrichtung (Fachinfo / Bürgerinfo) auch den überwiegend ehrenamtlichen Feuerwehrangehörigen und Kräften der Hilfsorganisationen sowie den Bürgerinnen und Bürgern zugänglich gemacht werden..

Mit der Freischaltung des BKS-Portal.rlp durch Frau Staatssekretärin Raab auf der CeBit 2013 wurde die Entwicklung eines ebenen- und behördenübergreifenden Informations- und Wissensmanagements auf zentralen Plattformen und Datenbeständen eingeleitet und befindet sich aktuell in der finalen Pilotphase mit über 3.000 angemeldeten Fachnutzern von staatlichen und kommunalen Stellen sowie Hilfsorganisationen.

Auch nutzen mehr als 100.000 registrierte Nutzer das vom Land für landeseigene Warnungen im Januar 2015 eingeführte Katastrophenwarnsystem KATWARN und haben sich inzwischen die Warn-App auf ihre Smartphones herunter geladen oder lassen sich über den alternativen SMS-Kanal von Gefahrensituationen unterschiedlichster Art informieren. Der Landkreis Mayen-Koblenz nutzt dabei z.B. das BKS-Portal.rlp, um im Ereignisfall weitergehenden Informationen für Fachkräfte sowie für Bürgerinnen und Bürger bereitzustellen..

Das BKS-Portal.rlp sowie die Warnung der Bevölkerung über die Smartphone-App KATWARN sind somit zwei Beispiele des vom Land eingeschlagenen Weg zum Web 4.0.

Arnd Witzky, Ministerium des Innern und für Sport Rheinland-Pfalz

Volker Lemgen, Landkreis Neuwied

Beitrag 2: IT-Unterstützung im Flüchtlingsmanagement

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Abstract: Auf den sprunghaften Anstieg der Flüchtlingszahlen im Sommer 2015 waren alle Infrastrukturen nicht vorbereitet. Auch für die IT-Verfahren zum Flüchtlingsmanagement mussten kurzfristig neue Lösungen und Prozesse gefunden werden. Es galt die Durchlaufzeiten der Menschen von aktuell 6 - 7 Monaten bis zur Entscheidung auf optimierte 48 Stunden zu reduzieren.
Der Vortrag beschreibt diesen Optimierungsprozess in Rheinland-Pfalz sowie die angepasste bzw. neu erstellten IT-Verfahren auf dem Weg zu dieser Beschleunigungsleistung. Kernstücke sind hier die Themen Aufnahme, Unterbringung, Verpflegung, Registrierung und Asylverfahren sowie die Fragen der Ausweisung für Menschen, die nicht dauerhaft bei uns bleiben können.

Dietmar Barth, Ministerium des Innern und für Sport Rheinland-Pfalz, ist Referatsleiter im Ministerium des Innern, für Sport und Infrastruktur Rheinland-Pfalz in der Zentralstelle für IT und Multimedia und dort mit den Aufgaben IT-Controlling, Zentrale Steuerung und Informationssicherheit des Landes betraut. Innerhalb der Aufgabe "Zentrale Steuerung" ist Herr Barth im Koordinierungsprojekt des Bundes und der Länder zur "Digitalisierung des Asylverfahrens" Koordinator für das Land Rheinland-Pfalz.

Session III: Bürger und Vertrauen

Beitrag 1: Vertrauen und E-Partizipation. Einblick in die Bürgerbeteiligung in der Stadt Bonn

Link zum Vortrag "Bürgerbeteiligung in Bonn" und "E-Partizipation und Vertrauen"

Abstract:

Fokko Kruse, Projekt E-Partizipation im Büro des Bürgermeisters der Stadt Bonn, ist seit 2005 Verwaltungsbeamter bei der Stadt Bonn und seit 2014 im Bereich der Bürgerbeteiligung tätig und für die E-Partizipation zuständig. Er war beteiligt an der Planung und Erstellung der aktuellen Bonner Beteiligungsplattform www.Bonn-macht-mit.de und betreut diese bis heute konzeptionell und redaktionell.

Prof. Dr. Maria A. Wimmer,Bild Maria Wimmer Universität Koblenz-Landau: Professorin für E-Government und Prodekanin im Fachbereich Informatik der Universität Koblenz-Landau. Ihre Forschung ist auf die ganzheitliche Gestaltung von innovativer Informations- und Kommunikationstechnologie im öffentlichen Sektor ausgerichtet. In ihrer Arbeitsgruppe werden Themen wie Interoperabilität, online Bürgerbeteiligung, Verwaltungsmodernisierung, Zusammenarbeit über organisatorische Grenzen in Verwaltungsnetzwerken udgl. innovativ aufgearbeitet. Sie ist in verschiedene europäische und regionale Forschungs- und Entwicklungsprojekte involviert, ist Ko-Organisatorin der internationalen EGOV Tagungen, organisiert die egov days in Koblenz und ist Mitglied in verschiedenen Fachgesellschaften und -gremien wie etwa der Jury des E-Government Wettbewerbs, der Fachgruppe Informatik in Recht und öffentlicher Verwaltung der Gesellschaft für Informatik udgl. Weitere Informationen siehe: http://www.uni-koblenz.de/agvinf/

Beitrag 2: Vertrauen durch ein nachhaltiges und transparentes Kommunikations- und Bürgerbeteiligungsverfahren

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Abstract: Stuttgart 21. Elbphilharmonie. Flughafen Berlin Brandenburg. Infrastrukturvorhaben, die im öffentlichen Diskurs zum Synonym für Verteuerung, Verzögerung oder Bürgerferne geworden sind. Ob zu Recht oder zu Unrecht, steht dabei  nicht zur Debatte. Das öffentliche und mediale Unbehagen angesichts großer öffentlicher Infrastrukturvorhaben ist groß. Aber auch bei kleineren infrastrukturellen Veränderungsprozessen in Kommunen sind Bürgerinnen und Bürger skeptisch bis ablehnend. Dabei geht es zunächst selten um das Vorhaben als solches, sondern darum, dass den handelnden Akteuren kein Vertrauen (mehr) geschenkt wird. Wie also dieser Herausforderung begegnen?

Transparenz und Nachhaltigkeit sind hier die Schlüsselworte zum Erfolg. Nur durch stetes, nachhaltiges und transparentes Handeln und Kommunizieren kann das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger gewonnen und ein Klima der gegenseitigen Akzeptanz geschaffen werden. Aber wie gelingt es, transparent und nachhaltig zu kommunizieren? Wie können komplexe Sachverhalte zielgruppenadäquat aufbereitet werden, ohne dass Sachverhalte trivialisiert oder ausgeblendet werden? Wie entsteht Beteiligungsrelevanz?  Wieviel Transparenz hält eine Verwaltung aus? Wie kann es gelingen, den Beteiligungsgedanken bei großen Infrastrukturvorhaben intern und extern über Jahre hinweg am Leben zu halten? Bürgerbeteiligung gibt es nicht zum Nulltarif. Bürgerbeteiligung bedeutet viel ressourcenbindende Arbeit, neue Organisationsstrukturen, flachere Hierarchien. Darauf müssen sich Verwaltung und Politik von Anfang an verständigen. Der Abriss der Hochstraße Nord in Ludwigshafen, verbunden mit dem Bau einer Stadtstraße als Ersatz und die Schaffung eines neuen Stadtquartiers mit dem Namen City West ist ein Beispiel für ein großes öffentliches Infrastrukturvorhaben und einen Veränderungsprozess – der von Beginn an die Bürgerschaft beteiligt und transparent und nachhaltig kommuniziert wurde: www.ludwigshafen-diskutiert.de.

Sigrid Karck, Bild Sigrid KarckStadtverwaltung Ludwigshafen, ist Germanistin und Romanistin und leitet den Bereich Öffentlichkeitsarbeit der Stadtverwaltung Ludwigshafen. Zum Aufgabengebiet gehören neben der klassischen Öffentlichkeitsarbeit sie strategische und konzeptionelle Entwicklung von Internetpräsenzen sowie die Planung und Umsetzung von Bürgerbeteiligung bei Ansiedlungs- und Infrastrukturvorhaben.

 

 

Helga Hofmann, Bild Helga HofmannWirtschaftsEntwicklungsGesellschaft Ludwigshafen am Rhein mbH, ist Projektleiterin bei der W.E.G. und seit 2013 mit verantwortlich für das Kommunikations- und Bürgerbeteiligungsverfahren „Ludwigshafen diskutiert“. Parallel dazu koordiniert sie im Rahmen der Projektentwicklung „City West“ die Entwicklung und Umsetzung einer regionalen sowie überregionalen Vermarktungsstrategie für die innerstädtischen Flächen dieser zivilen Konversion.

 

 

Dr. Oliver Märker Bild Oliver Märkerist geschäftsführender Gesellschafter der Agentur Zebralog. Seit 2003 berät er Verwaltungen, Politik und Unternehmen bei der Konzeption und Umsetzung crossmedialer Beteiligungsangebote. Als Geograph ist er Spezialist in den verschiedensten Themenfeldern: vom Bürgerhaushalt über Stadtplanung bis hin zur Mitarbeiterbeteiligung und Veränderungsprozessen in Verwaltungen und Unternehmungen. Neben der Konzeptionierung und Moderation crossmedialer Beteiligungsverfahren ist er Spezialist für E-Partizipation. Bei der Planung von Beteiligungsplattformen greift er auf einen langjährigen Erfahrungsschatz zurück. Dazu gehört die Übersetzung in funktionale Anforderungen, die Koordination des Softwareentwicklungsprozesses und das Qualitätsmanagement. Er leitet das Bonner Büro und den Geschäftsbereich Streifentechnik und ist verantwortlich für die Dialogzentrale. http://www.zebralog.de; http://www.streifentechnik.de

Session IV: Interoperable E-Government Lösungen und Vernetzung

Beitrag 1:: SmartCity Cologne - Beteiligung und Vernetzung am Beispiel des EU-Projektes Grow Smarter

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Abstract: "Smart Cities" sind in aller Munde - aber was macht eine Stadt "smart"? In Köln wurde die Initiative „SmartCity Cologne“ (SCC) im Jahre 2011 aus der Taufe gehoben. Initiatoren sind die Stadt Köln und der lokale Energieversorger RheinEnergie. Der Fokus liegt auf der Umsetzung von innovativen Konzepten und Technologien, welche den Klimaschutz fördern und einen Beitrag zum Gelingen der Energiewende leisten können. In der Zukunft soll der Fokus aber deutlich erweitert werden. Daher ist Köln besonders stolz darauf, als „Lead-City“ am Horizon-2020 Projekt der Europäischen Union ausgewählt worden zu sein. Zusammen mit Stockholm und Barcelona sollen neue Konzepte zur intelligenten Stadtentwicklung umgesetzt werden. Der Kern des Projektes besteht in der intelligenten Verknüpfung von den Sektoren Mobilität und Energie mit der Informations- und Telekommunikationstechnologie. Es soll eine Blaupause für eine zukunftsträchtige und nachhaltige Entwicklung von Stadtteilen entworfen werden. Ziel des EU-Projekts „Grow Smarter“ ist es, in einem integrierten Ansatz innovative und nachhaltige Lösungen für die Bereiche Energieversorgung, Energiemanagement, Transport und Mobilität insbesondere in einer stark wachsenden Großstadt zu finden, durch die alle Kölnerinnen und Kölner profitieren. Hierfür ist es auch von entscheidender Bedeutung, geeignete Instrumente zur Bürgerbeteiligung zu entwickeln. Auf diese Weise sollen kommunale beeinflussbare Probleme in den Bereichen Umwelt, Gesellschaft und Gesundheit gelöst werden. Die Informations- und Kommunikationstechnologie spielt als Bindeglied zwischen den Teilbereichen dabei eine besondere Rolle. Weiterführende Informationen: www.smartcity-cologne.de, www.grow-smarter.eu, www.growsmarter.koeln

Dirk Blauhut, BIld Dirk BlauhutAbteilung E-Government der Stadt Köln: Dirk Blauhut leitet derzeit die Abteilung für E-Government und Optimierung Bürgerservice innerhalb der Stadt Köln mit ihren rund 17.000 Mitarbeitern. Sein Hauptaugenmerk liegt dabei neben dem Ausbau der gesamtstädtischen E-Government-Strategie auf Aktivitäten und Kooperationen im Europäischen Umfeld, E-Participation, OpenData und OpenGovernment, Wissensmanagement, Innovationen und Kooperationen. Basierend auf seinen beruflichen und politischen Erfahrungen, publiziert und referiert er über Verwaltungsdienstleistungen und Reformen und Open-Government allgemein.

Dr. Thomas Kreitsch, Bild Dr Thomas KreitschKoordinationsstelle Klimaschutz der Stadt Köln: studierter Geograf und promovierter Staats- und Wirtschaftswissenschaftler, ist seit November 2015 wissenschaftlicher Mitarbeiter und Projektleiter bei der Koordinationsstelle Klimaschutz der Stadt Köln. Er ist Ansprechpartner für Unternehmen und die Wissenschaft zur Initiative Smart City Cologne und betreut hier u. a. die Themen digitale Agenda und IT. Als think tank und Stratege setzt er sich für ein digitales, vernetztes Denken und Handeln in der Verwaltung ein. Zuvor verantwortete er die Stabsstelle Demografie der Stadt Pulheim und war mehr als drei Jahre als Berater und Projektleiter in der freien Wirtschaft in den Bereichen der Kooperations-, Wirtschafts- und Innovationsförderung sowie Fördermittel in verschiedenen Branchenclustern und Stadtentwicklungsvorhaben für Kommunen, Wirtschaftsfördergesellschaften, Landkreise und Ministerien tätig.

Beitrag 2: Digitale Dörfer

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Abstract

Diplom-Kaufmann Bernd BratoBild Bernd Brato, seit zehn Jahren Bürgermeister der Stadt und Verbandsgemeinde Betzdorf. Frühzeitig hat er erkannt, dass für das Mittelzentrum mit seinen ca. 15.000 Einwohnern die Digitalisierung ein wichtiger Standortfaktor sowohl für die Wirtschaft als auch für die moderne Lebensqualität darstellt. Er gründete eine Regionale Entwicklungsgesellschaft, die u. a. in eigener Regie ein Breitbandnetz zur Versorgung der Bürgerinnen und Bürger und der Unternehmen mit High-Speed Internet ausbaute. Schon heute stehen jedem Haushalt 100 Mbits zur Verfügung. Für ihn ist wichtig, das auch der ländliche Raum den "Finger am Puls der Zeit" hat.

Beitrag 3: Virtuelles Bauamt in der Metropolregion Rhein-Neckar

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Abstract: Die elektronische Abwicklung von Baugenehmigungsverfahren birgt hohe Optimierungspotenziale. Eine aktuelle Studie für den Normenkontrollrat spricht von insgesamt bis zu 25,5 % Einsparpotential pro Antrag im Baugenehmigungsverfahren.

Ziel des Projekts ist deshalb der Aufbau eines Virtuellen Bauamtes für die Metropolregion Rhein-Neckar, über das Bauanträge elektronisch eingereicht werden können. Vorgesehen ist, die IT-Verfahren in den Behörden über Schnittstellen an das Portal anzubinden, damit die Daten medienbruchfrei weiterverarbeitet werden können. Bauherren und Architekten profitieren von einer Beschleunigung der Genehmigungsprozesse und erhalten größere Planungssicherheit. Auch die Behörden haben Vorteile, weil die aufwendige Digitalisierung der Antragsunterlagen entfällt und der Beteiligungsprozess der Fachbehörden digital erfolgen kann.

Zusammen mit den unteren Baubehörden in und den obersten Baubehörden für die Metropolregion Rhein-Neckar wurde nun ein Konzept zur Erstellung einer Feinkonzeption erarbeitet. Dabei müssen u.a. die drei Landesbauordnungen, 26 untere Baubehörden und die Schnittstellen zwischen dem Virtuellen Bauamt MRN und den bestehenden IT-Verfahren der Behörden berücksichtigt werden.

Das Land Baden-Württemberg hat für dieses länderübergreifende Projekt die CIO-Patenschaft im Rahmen des Modellvorhabens „Kooperatives E-Government in föderalen Strukturen“ übernommen.

Boris Schmitt, Metropolregion Rhein-Neckar GmbH, Bild Boris Schmittist Projektmanager im Bereich E-Government in der Metropolregion Rhein-Neckar GmbH und leitet die beiden Projekte „E-Vergabe MRN“ und „Virtuelles Bauamt MRN“. Er studierte mit dem Abschluss Magister Artium an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg Politikwissenschaft mit den Nebenfächern Öffentliches Recht und Mittlerer/Neuerer Geschichte. Danach war er sechs Jahre als wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Deutschen Bundestag/Abgeordneten (im Wahlkreis Rhein-Neckar) beschäftigt, ehe er zur Metropolregion Rhein-Neckar GmbH wechselte.