Fallzahl Standort Koblenz: 1 (Warnstufe Gelb bis 02.12.2020) Maßnahmenkonzept

Forschungsthemen

Überblick

Die Forschungsgruppe Verwaltungsinformatik befasst sich mit der Thematik E-Government aus verschiedenen aktuellen Fragestellungen. So werden Aspekte des IKT-Einsatzes in den Bereichen der öffentlichen Verwaltung, der Interoperabilität, Standardisierung, Semantic Web, Informationsverarbeitung und Prozessgestaltung in verwaltungsübergreifenden Netzwerken, usw. gelehrt und geforscht. Die Ausrichtung ist dabei einerseits auf die fokussierte und strukturierte Aufarbeitung Verwaltungsinformatik-spezifischer Themen abgestellt. Andererseits werden insbesondere anwendungsorientierte Projekte und die wissenschaftliche Begleitung von Projekten in der öffentlichen Verwaltung durchgeführt.

Die Herangehensweise der Forschungsgruppe zeichnet sich durch Interdisziplinarität aus, d.h. Mensch, Technik, Organisation und Prozess werden im Zusammenhang betrachtet. Ein besonderer Schwerpunkt liegt im Zusammenspiel der Ausprägungen. Aspekte der benutzerorientierten Systemgestaltung, der Berücksichtigung der Prozessschnittstellen zu anderen Verwaltungen, zum Bürger und zu Unternehmen sowie des Wissensmanagements dürfen dabei nicht zu kurz kommen.

Auswahl aktueller Themenschwerpunkte

Derzeit werden unter dem Schwerpunkt IKT-Einsatz in der öffentlichen Verwaltung folgende Themen bearbeitet:

  • E-Government allgemein: Anwendungsfelder in Regierung und Verwaltung, Gesundheit und Ausbildung, Sicherheit und Katastrophenschutz, Recht und Exekutive; Innovationspotenziale und Einsatzmöglichkeiten neuer Technologien
  • IT-gestützte Vorgangsbearbeitung: integriertes Workflow-, Dokumenten- und Prozessmanagement in E-Government und one-stop Government, Prozessmodellierung, Lebenslagen-Konzept, integrierte Modellierung von Bürger- und Verwaltungssicht, auch für pan-europäische Dienstleistungen
  • Referenzarchitekturen für E-Government
  • Standardisierung und Interoperabilität in E-Government: von der Datenstandardisierung über Systeminteroperabilität bis hin zur semantischen Standardisierung in organisationsübergreifenden Verwaltungsnetzwerken
  • Kooperation, interorganisationale Zusammenarbeit, Bürgerbeteiligung und CSCW (Computer-Supported Cooperative Work)
  • Vorgehen bei der E-Government Systementwicklung: Analyse, Anforderungsdefinition, Systemdesign, Erfolgsfaktoren, zielgruppenorientierte Systemgestaltung (Benutzerbeteiligung und Usability sowie barrierefreier Zugang), Umsetzung von Projekten von der Strategie über die Implementierung zum Betrieb, Prozess-Performance-Analyse und Feedback-Loop
  • Sicherheit, digitale Identität, digitale Signaturen und Vertrauensbildung
  • Informations- und Wissensmanagement in der öffentlichen Verwaltung: der Weg der öffentlichen Verwaltung in die Wissensgesellschaft, Strukturierungskonzepte für Informations- und Wissensportale, Wissensbasen zur Entscheidungsfindung in Verwaltungsverfahren und Politik; Expertensysteme für verschiedene Bereiche der Exekutive, des Gesundheitswesens und des Katastrophenschutzes, das Semantische Netz als Möglichkeit der Aufbereitung verschiedenartiger Leistungen und Informationen des öffentlichen Sektors; intelligente Agenten im Einsatz in der öffentlichen Verwaltung und in Politik.
  • Interdisziplinärer Ansatz der Verwaltungsinformatik

Besondere Veröffentlichungen zu den Forschungsschwerpunkten