Research oriented practical studies

Thema

Systemanalyse, Anforderungsspezifikation und Prozessmodellierung für ein umfassendes System zur Fahrzeug- und Geräteverwaltung im LBM Rheinland-Pfalz

Forschungspraktikum als Kooperationsprojekt unter gemeinsamer Betreuung durch Universität Koblenz, Forschungsgruppe E-Government, und Landesbetrieb Mobilität RLP

Grundlegendes

Zeit/Ort

nach Vereinbarung, 14tägige Besprechungstermine geplant
Alternierende im A 131 und Räumlichkeiten des LBM, Friedrich-Ebert-Ring, Koblenz

Konstituierende Sitzung

7. Februar 2008, 10 - 12 im Raum A 131 (eGov LivingL@b)

Betreuer

Prof. Dr. Maria Wimmer und MSc. (IM) Melanie Bicking (Forschungsgruppe E-Government, Uni Koblenz)
Dr. Manfred Bretz und Dipl.-Inform. Timo Paulwitz (Landesbetrieb Mobilität RLP)

Zielgruppe

Studierende der Master-Studiengänge Wirtschaftsinformatik, Informationsmanagement und Informatik
Studierende des Diplomstudiengangs Informatik in höheren Semestern (Anrechnung als Projektpraktikum)

Teilnehmerzahl

Im Forschungspraktikum werden Plätze für 6 - 8 Studierende aus Wirtschaftsinformatik, Informatik, und Informationsmanagement (Diplomstudium oder Master) vergeben.

Leistungsnachweis

Projektergebnis (Systemanalyse, Anforderungsspezifikation und Prozessmodellierung) und Bericht (Projekthandbuch mit wissenschaftlichem Anspruch)

Anmeldung

Anmeldung bis 28. 1. 2008 per E-Mail an Maria Wimmer und Melanie Bicking. Vergabe nach dem Prinzip First-come-first-serve - unter der Bedingung dass entsprechende Analyse- und Modellierungskenntnisse vorhanden sind.

Informationen in KLIPS

Zielsetzung des Forschungspraktikums

Für die hoheitlichen Aufgaben des LBM werden unterschiedliche Fahrzeuge und Geräte eingesetzt, welche in einem Datenbank-gestützten Fachsystem zu verwalten sind. Zu den Aufgabenschwerpunkten der Kraftfahrzeug- und Geräteverwaltung gehören neben der eigentlichen Erfassung des Fuhr- und Geräteparks die Terminverwaltung für die unterschiedlichen, notwendigen Prüftermine wie Hauptuntersuchung, Abgasuntersuchung und weitere. Darüber hinaus werden auch Fahrzeuge und Geräte, die von Dritten im Auftrag des LBM eingesetzt werden, mit den erforderlichen Kontaktdaten verwaltet.

Neben flexiblen Auswertungsmöglichkeiten ist auch die Zuordnung der unterschiedlichen Fahrzeuge und Geräte zu Dienststelle (Standort), Hersteller, Geräte-Art, Geräte-Gruppe, Ausstattungsmerkmale, viele technische Detailinformationen, untergeordnete Fahrzeuge und Geräte (Ein- und Anbaugeräte), sowie dem jeweiligen Vertragsunternehmer zu ermöglichen.

Da das vorhandene System in seiner Konzeption nicht mehr dem aktuellen IT-Stand entspricht und seit seiner Einführung sich weitere Anforderungen ergeben haben, plant der Landesbetrieb Mobilität Rheinland-Pfalz die Neuentwicklung eines Systems.

Aufgabenstellung des Forschungspraktikums

Gegenstand des angestrebten Forschungspraktikums ist eine Bestandsaufnahme der unterschiedlichen Fahrzeuge und Geräte sowie der Prozesse rund um die Bewirtschaftung dieser. Zusammen mit einer SOLL-Konzeptionierung ist diese Bestandsaufnahme Basis für die Beschaffung oder Implementierung eines entsprechenden neuen Systems.

Aufgabe der Arbeit ist es, die existierenden Verwaltungsprozesse zu beobachten, zu studieren und zu analysieren, um den konkreten Bedarf zu dokumentieren und zu verdeutlichen. Weiterhin sind methodische Ansätze zur Systemanalyse und -modellierung zu dokumentieren und zu evaluieren. Ein wissenschaftlich fundierter Projektbericht ist zu erarbeiten.

Konkret sind im Rahmen des Projektpraktikums folgende Aufgabenstellungen zu erfüllen:

  1. Systemanalyse
    • IST-Analyse:
      Welche Datenbestände und Prozesse gibt es im aktuellen System?
      Welche Schwachstellen und Verbesserungspotentiale gibt es aktuell?
  2. Anforderungsspezifikation
    • SOLL-Analyse:
      Welche Anforderungen werden an ein innovatives und umfassendes Fuhrpark- und Gerätemanagementsystem gestellt?
      Welche Rahmenbedingungen sind dabei zu berücksichtigen?
  3. Informations- und Prozessmodellierung
    • IST-Analyse:
      Modellierung der Daten/Informationen im IST, soweit für das Verständnis zur Aufgabenstellung und SOLL-Konzeptionierung erforderlich
      Modellierung der IST-Prozesse, soweit für das Verständnis zur Aufgabenstellung und SOLL-Konzeptionierung erforderlich
    • SOLL-Konzeptionierung:
      Modellierung der Daten/Informationen im SOLL
      Modellierung der SOLL-Prozesse
    • Methodenbetrachtung:
      Welche Methoden der Systemanalyse und -modellierung können in welchen Aufgabenstellungen für die zu erledigenden Aufgaben am besten angewandt werden?
  4. Projekthandbuch:
    Dokumentation der Analyse- und Modellierungsergebnisse sowie der methodischen Betrachtung

Neben den fachspezifischen Aufgaben der wissenschaftlich fundierten Analyse, Konzeptionierung und Modellierung sind die klassischen Aufgaben des Projektmanagements zu erfüllen.

Voraussetzungen

Besuch der Vorlesung Modellierung betrieblicher Informationssysteme oder äquivalente Kenntnisse. Es wird mit ADONIS® modelliert.

Der Landesbetrieb Mobilität RLP:

Der Landesbetrieb Straßen und Verkehr Rheinland-Pfalz entstand zum 01.01.2002 aus der 1949 gegründeten Straßenverwaltung Rheinland-Pfalz. Seit 01.01.2000 sind hier auch die Aufgaben der oberen Verkehrsbehörde angesiedelt. Da der Landesbetrieb Straßen und Verkehr zu einem Landesbetrieb Mobilität mit neuen Aufgaben im Bereich der Koordinierung der unterschiedlichen Verkehrsträger wie Straße und Schiene zum Nutzen der Bürgerinnen und Bürger sowie der Wirtschaft des Landes Rheinland-Pfalz weiterentwickelt wird, wurde er zum 01.01.2007 von "Landesbetrieb Straßen und Verkehr" entsprechend in "Landesbetrieb Mobilität (LBM)" umbenannt. Er setzt sich aus der Zentrale in Koblenz, 9 Straßen- und Verkehrsämtern mit 57 Straßenmeistereien und dem Autobahnamt mit 13 Autobahnmeistereien zusammen.

Ein Aufgabenschwerpunkt ist die Betreuung (Planen, Bauen, Unterhalten) der Bundesautobahnen sowie der Bundes-, Landes- und Kreisstraßen in Rheinland-Pfalz. Darüber hinaus ist er seit Anfang 2000 zuständig für Fragen des Verkehrs zu Lande, im Wasser und in der Luft.