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Workshop "Elektronische Wahlen: Unterstützung der Wahlprozesse mittels Technik"

Workshop "Elektronische Wahlen - Unterstützung der Wahlprozesse mittels Technik"

Zusammenfassung

Mittels Wahlen werden Ämter oder Aufgaben vergeben. Sie finden in vielen unterschiedlichen Gesellschaftsbereichen statt. Beispiele sind unter anderem Bundestags-, Landtags-, Kommunal-, Sozial-, Betriebsrats- und Vereinswahlen. Ihre politische und/oder gesellschaftliche Bedeutung erfordert die Einhaltung maximaler Sicherheitsanforderungen bezüglich technischer, rechtlicher, organisatorischer und sozialer Aspekte. Die hohen Sicherheitsanforderungen an elektronische Wahlsysteme werden meist mit Hilfe komplexer Wahlsysteme umgesetzt. Auf Grund ihres hohen Komplexitätsgrades bei gleichzeitiger Nutzbarkeit sind elektronische Wahlsysteme als Forschungsgegenstand von besonderem Interesse. Insbesondere die scheinbare Unvereinbarkeit von Verifizierbarkeit (öffentliche Wahl) und Anonymität (geheime Wahl),  sowie die Gestaltung benutzbarer, transparenter und vertrauenswürdiger Systeme vor dem Hintergrund der meist komplexen kryptographischen Protokolle zur gleichzeitigen  Umsetzung von Verifizierbarkeit und Anonymität gilt es zu diskutieren und zu lösen. Ebenso existieren interdisziplinäre Fragestellungen wie zum Beispiel die Identifizierung und Operationalisierung geeigneter vertrauensschaffender Maßnahmen in Hinblick auf elektronische Wahlsysteme sowie der Ausgestaltung des gesetzlichen Gestaltungsspielraums, d.h. den geforderten Grad der Umsetzung der Wahlrechtsgrundsätze. Diese und andere Forschungsfragen gilt es, fächerübergreifend zu diskutieren und zu lösen, bevor der Einsatz elektronischer Wahlen bei politischen Wahlen in Deutschland denkbar und sinnvoll scheint. Erfahrungen aus dem Ausland (Österreich, Schweiz, Estland, Norwegen, Luxemburg) bei Pilotprojekten und bei rechtlich-bindenden Wahlen sollten vor diesem Hintergrund kritisch beleuchtet und gewinnbringend in die Diskussion eingebracht werden.

Stichworte

Internet-Wahlen, Wahlautomaten, Sicherheitsanforderungen, rechtliche, soziale, politische, ökonomische Aspekte, Transparenz, Benutzbarkeit, Vertrauen, Öffentlichkeitsgrundsatz, Software-Unabhängigkeit

Programm

Donnerstag, der 25.09.2014

08:30-10:00     Session 1

  • Begrüßung
  • Impulsvortrag: Moritz Strube (Polyas GmbH): Polyas: Past - Present - Future
  • Daniela Simic-Draws; Katharina Bräunlich; Rüdiger Grimm: Prozessmodell und -analyse für die Stadtrats und Kommunalwahl 2014 in Koblenz

10:30-12:00     Session 2

  • Ali Fawzi Najm Al-Shammari: Iraqi Elections in 2014: a Privacy Requirement Evaluation Based on a Polling Place Experience
  • Robert Stein; Gregor Wenda: Online-Partizipation in der EU? Erste Erfahrungen mit Europäischen Bürgerinitiativen aus Sicht Österreichs
  • Robert Krimmer: Identifying Building Blocks of Internet Voting: Preliminary Findings

13:30-15:00     Session 3

  • Philipp Locher; Rolf Haenni: A Lightweight Implementation of a Shuffle Proof for Electronic Voting Systems
  • Christian Feier; Stephan Neumann; Melanie Volkamer: Coercion-Resistant Internet Voting in Practice
  • Jurlind Budurushi; Stephan Neumann; Genc Shala; Melanie Volkamer: Entwicklung eines Common Criteria Schutzprofils für elektronische Wahlgeräte mit Paper Audit Trail

15:30-17:00     Session 4

  • Robert Stein; Gregor Wenda: Das zentrale Wählerregister - Ein skalierbares Instrument zur Bürgerbeteiligung mit 1:1-Verifikation
  • Podiumsdiskussion

Adressierter Teilnehmerkreis

Der Workshop richtet sich an Wissenschaftler und Praktiker, die elektronische Wahlsysteme entwickeln, auswählen, einsetzen, betreuen, nutzen oder kritisch begleiten. Disziplinäre wie interdisziplinäre Beiträge aus den Fachgebieten nahe der IuKT (Informatik, Wirtschaftsinformatik usw.), sowie aus den Politik-, Gesellschafts- und Rechtswissenschaften sind ausdrücklich gewünscht.

Regeln zur Einreichung

Eingereichte Beiträge wurden doppelt-anonym begutachtet und vom Organisationskomitee ausgewählt. Ausgewählte Beiträge werden in der GI-Edition "Lecture Notes in Informatics" (LNI) veröffentlicht. Für die Teilnahme am Workshop ist eine Anmeldung zur INFORMATIK 2014 (die Gebühren richten sich nach Anzahl der Tage) erforderlich. Von mindestens einer Autorin/einem Autor wird erwartet, sich zu registrieren.

Organisatoren:

Dr. Katharina Bräunlich, Universität Koblenz-Landau
Prof. Dr. Rüdiger Grimm, Universität Koblenz-Landau
Stephan Neumann, Technische Universität Darmstadt
Jurlind Budurushi, Technische Universität Darmstadt

Programmkomitee

Dr. Philip Richter, Universität Kassel
Daniela Simic-Draws, Universität Koblenz-Landau
Carmen Kempka, Karlsruher Institut für Technologie
Prof. Dr. Ralf Küsters, Universität Trier
Dr. Anastasia Meletiadou, buw consulting GmbH
David Bernhard, University of Bristol
Prof. Dr. Rolf Haenni, Berner Fachhochschule
Prof. Dr. Eric Dubius, Berner Fachhochschule
Prof. Dr. Reto König, Berner Fachhochschule
Robert Krimmer, Tallin Technical University
Oliver Spycher, Schweizer Bundeskanzlei
Prof. Dr. Melanie Volkamer, Technische Universität Darmstadt
Maina Olembo, Technische Universität Darmstadt
Oksana Kulyk, Technische Universität Darmstadt
Dr. Denise Demirel, Technische Universität Darmstadt
Dr. Hugo Jonker, Universität Luxembourg
Dr. Rui Joaquim, Universität Luxembourg
Fabienne Eigner, Saarland University

 

Wann 22.09.2014 10:10 bis
26.09.2014 10:10
Wo Stuttgart
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