Informationsgesellschaft

Zielgruppe

  • MSc IM, MSc WI
  • MSc eGov, Msc WS
  • BSc Lehramt Informatik (Gym, RS)

Dozent

  • Michael Möhring

Leistungsnachweis

  • Klausur + Abgabe von Übungsaufgaben (4 ECTS)

Überblick

Die digitale Revolution hat die Art und Weise, wie Menschen denken, sich verhalten, miteinander kommunizieren, arbeiten und ihren Lebensunterhalt verdienen, grundlegend verändert. Hierzu gehören beispielsweise:

  • Neue Wege der Wissensgenerierung, des Lernens und der Verteilung von Informationen,
  • die Umstrukturierung weltweiter Geschäftspraktiken/-modelle, bei der Durchführung staatlicher Aktivitäten und Dienstleistungen sowie im Bereich politischer Beteiligung,
  • die Verbesserung humanitärer Unterstützung und Gesundheitsvorsorge, neue Ideen zum Umweltschutz,
  • neue Möglichkeiten der Unterhaltung und zur Freizeitgestaltung

Vor allem durch die breite Nutzung des Internets formiert sich die sogenannte Informationsgesellschaft:

 

A fundamental change from an industrial to information-based society is taking place.
This information revolution affects the way people live, learn and work and how governments interacts with civil society
(WSIS, 2003)

Merkmale dieses Strukturwandels sind dabei vor allem

  • die Globalisierung von Unternehmen und Märkten,
  • die Entstehung neuer Geschäftsmodelle,
  • die intelligente Nutzung automatisch gesammelter Kundendaten,
  • die Veränderungen wirtschaftlicher Kalkulationsmethoden durch fallende Transaktionskosten,
  • Veränderungen im Verhältnis Staat <-> Bürger (z.B. elektronische Bürgerdienste, elektronische Wahlen),
  • Lebenslanges Lernen als kritischer Produktionsfaktor,
  • Neue Möglichkeiten mobiler und global vernetzter Kommunikation.

Dieser grundlegende Strukturwandel - verbunden mit einer Vielzahl sowohl positiver Erwartungen als auch negativen Befürchtungen - wirft gravierende Steuerungs- und Regulierungsprobleme auf. Hierzu zählen insbesondere

  • der Zugang (z.B. Bereitstellung/Finanzierung) zu technischen Infrastrukturen,
  • die Kompetenz im Umgang mit Medien, Werkzeugen und Informationen (z.B. Probleme der Aus-/Weiterbildung, "Digital Divide") und insbesondere
  • die Regulierung von Rechten und Interessen der beteiligten Akteure (z.B. Privacy <-> Personalisierung im Onlone-Handel, elektronische Wahlen, Freier Zugang zu Informationen). Hierzu gehört auch die zukünftige Entwicklung von und die Beziehung zwischen existierenden Regulierungssystemen wie rechtliche Regelungen, (sozialen) Normen, Marktmechanismen sowie die Regulierung durch Technik.