Gleichstellungsplan der Universität Koblenz-Landau

Die Universität Koblenz-Landau verpflichtet sich zur Umsetzung der Gleichstellung von Frau und Mann. Gesetzliche Vorgaben sind hierbei Artikel 3 Abs. 2 GG:

"Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin."

und § 2 Abs. 2 HochSchG:

„Die Hochschulen fördern die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirken auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin. Bei der Benennung von Gremienmitgliedern ist das Prinzip der Geschlechterparität zu berücksichtigen."

Mit dem Gleichstellungsplan konkretisiert die Universität Koblenz-Landau den gesetzlichen Auftrag, strukturelle Benachteiligungen von Frauen zu beseitigen und Frauen gleiche Ausbildungs- und Berufschancen wie Männern zu geben.

Konzept zum neuen Gleichstellungsplan

Zurzeit ist die Entwicklung eines neuen Gleichstellungsplans, der in die Punkte Ist-Analyse, Ziele und Handlungsfelder, Maßnahmen sowie allgemeine Bestimmungen gegliedert ist, in Vorbereitung. Hierzu wurde ein Konzept zum Gleichstellungsplan erarbeitet, das aktuell zwischen der zentralen Gleichstellungsbeauftragten, dem Senatsausschuss für Gleichstellungsfragen, der Personalvertretung und der Hochschulleitung abgestimmt wird. Anschließend wird der Gleichstellungsplan dem Senat zur Beschlussfassung vorgelegt.


Den aktuellen Arbeitsstand des Konzepts zum Gleichstellungsplan können Sie hier einsehen.


Über Änderungen sowie die weiteren Verfahrensschritte und die Befassung der Gremien informieren wir ebenfalls an dieser Stelle. Nach Verabschiedung durch die zu beteiligenden Gremien finden Sie den neuen Gleichstellungsplan dann ebenfalls hier zum Download.

Wichtige Punkte der aktuellen Ist-Analyse

Im Jahr 2009 startete die Universität Koblenz-Landau eine Offensive im Ausbau ihrer Gleichstellungsbemühungen, die wesentliche Unterstützung durch das Professorinnenprogramm des Bundes und der Länder sowie die Förderlinie „Programm für mehr Teilhabe von Frauen in der Wissenschaft" der Programmbudgets im Rahmen des Hochschulpaktes erfuhr. Durch zwei erfolgreiche Teilnahmen am Professorinnenprogramm konnte die Universität fünf erstberufene Professorinnen fördern und richtungweisende zusätzliche Gleichstellungsmaßnahmen realisieren und implementieren.


Bereits jetzt gehört die Universität Koblenz-Landau zur Spitzengruppe unter den deutschen Universitäten. Im Hochschulranking nach Gleichstellungsaspekten der CEWS nimmt sie zusammen mit drei weiteren Universitäten den zweiten Rang in der Gesamtbewertung der Universitäten ein. Insbesondere zählt sie hinsichtlich der Professuren und der Steigerung des Frauenanteils gegenüber 2010 - sowohl im wissenschaftlichen und künstlerischen Personal als auch bei den Professuren - zur Spitzengruppe der Universitäten. Hinsichtlich der Steigerung des Frauenanteils der Professuren gegenüber 2010 befindet sich die Universität Koblenz-Landau sogar auf dem ersten Platz der Universitäten. Mit ihrem Frauenanteil bei den Promotionen steht die Universität Koblenz-Landau mit Platz 9 der Universitäten sehr gut da.


Die kollegiale Universitätsleitung ist mit zwei Frauen und zwei Männern besetzt und 50 Prozent der Dekan*innen sind Frauen. Damit hat die Universität in den obersten Führungspositionen Parität erreicht. Der Professorinnenanteil beträgt an der Universität Koblenz-Landau insgesamt 35 Prozent. Das liegt weit über dem Bundesdurchschnitt (24 Prozent).


Qualifikation in der akademischen Laufbahn: Bei den weiblichen Studierenden liegt der Anteil bei 65 Prozent und bei den Absolventinnen bei 75 Prozent. Damit ist die Frauenquote, die sich im Bundesdurchschnitt sowohl bei den Studierenden als auch bei den Absolvent*innen bei ca. 50 Prozent bewegt, vergleichsweise hoch.


Geschlechterparität bei den abgeschlossenen Promotionen wurde im Wesentlichen erreicht.


Bei den Habilitationen sind die Fallzahlen sehr klein; zusammen mit den Juniorprofessuren kommt man auf einen Frauenanteil von 37 Prozent für die Postdoc-Phase.


Geschlechterparität ist im Wesentlichen bei den Professuren noch nicht erreicht. Die dennoch vergleichsweise hohen Frauenanteile im Wissenschaftsbereich, auch in Führungspositionen, zeigen jedoch, dass die Projekte und Bemühungen der Universität, die der Gleichstellung dienen, erfolgreich sind.


Nichtwissenschaftlicher Dienst: Es ergibt sich ein Gefälle im Frauenanteil von den niedrigen Tarifgruppen hin zu den Führungspositionen.

 

Den aktuell gültigen Gleichstellungsplan finden Sie hier: Gleichstellungsplan


Ergänzend regelt eine Verwaltungsvorschrift die Aufgaben und Kompetenzen sowie die Zusammenarbeit der Mitglieder der Frauenvertretung der Universität Koblenz-Landau. Diese finden Sie hier: Verwaltungsvorschrift