Elternarbeit mit zugewanderten Familien – Annäherung an die Perspektiven von Eltern und Lehrkräften

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Datum:   10.05.2019

Uhrzeit:  14:00 Uhr bis 16:00 Uhr

Raum:     N.N.

Leitung:  Prof. Dr. Birgit Leyendecker

Kosten:   15 € (Studierende 5 €)

AZ:          18ZfL50008

 

Anmeldung

Wer ist verantwortlich für den Bildungserfolg der Kinder – Kita und Schule oder das Elternhaus? Hierzu gibt es sehr unterschiedliche Meinungen von Eltern. Diese werden zum einen durch kulturelle Erwartungen beeinflusst, zum anderen aber auch durch die Ressourcen, die Eltern zur Verfügung stehen. Im deutschen Bildungssystem spielen Eltern aber eine wichtige Rolle – und zwar von Anfang an. Dies beginnt bei der „Jagd auf den Kitaplatz“, bei dem zugewanderte Eltern vor allen Dingen im U3 Bereich weniger erfolgreich sind als deutsche Eltern, geht weiter in der Grundschule, bei der die implizite und explizite Erwartung da ist, dass sich Eltern um die Hausaufgaben der Kinder kümmern und geht weiter beim Übergang auf die weiterführenden Schulen und bei der Bewältigung der dort anfallenden Aufgaben für Eltern. Wenn die Beteiligung der Eltern aber so wichtig ist – warum scheint es vielen Eltern so schwer zu fallen, sich für die schulischen Belangen ihrer Kinder einzusetzen? Warum fällt es vielen Lehrkräften so schwer, zugewanderte Eltern einzubeziehen? Vor welchen Herausforderungen (und Anforderungen) seitens der Schule, der Kinder und der Eltern stehen sie? Forschungen zum Einbezug von zugewanderten Eltern in unserem Bildungssystem sind noch relativ selten, sie legen jedoch nahe, dass Lehrkräfte die Bemühungen von Eltern, sich zu beteiligen, wahrnehmen und dass elterliche Beteiligung  positive Auswirkungen auf die Kinder hat.

Ziel des Workshops ist

(1) der Erfahrungsaustausch von Lehrkräften – mit welchen Herausforderungen werden sie im schulischen Alltag konfrontiert, welche Lösungsansätze haben sich bewährt und welche sind gescheitert,

(2) die Situation von Lehrkräften mit und ohne Zuwanderungsgeschichte -  wie fühlen sich Lehrkräfte mit eigenem Migrationshintergrund in ihrer Rolle (als Dolmetscher, als Kulturmittler, Vertrauensperson), welchen Zugang haben Lehrkräfte ohne Migrationshintergrund,

 (3) vor welchen Herausforderungen stehen zugewanderte Eltern und

(4) welche Konzepte und „good practice“ Beispiele gibt es zur Beteiligung von Eltern an der Bildung ihrer Kinder und zur niedrigschwelligen Integration von Eltern in den Schulalltag?  

 

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