Thementag: "Digitalisierung im Schulbereich"

Am 19. September 2018 findet der erste Thementag "Digitalisierung im Schulbereich“ statt, den das Zentrum für Lehrerbildung (ZfL) an der Universität Koblenz-Landau, Campus Koblenz, in Kooperation mit dem Institut für Wissensmedien (iwm) Koblenz-Landau organisiert.

Das Thema Digitalisierung wird viele gesellschaftliche Entwicklungen der kommenden Jahre prägen. Auch in der Schule spielt das Thema seit Jahren eine wichtige Rolle, zum einen durch die Chancen und Möglichkeiten, die digitale Medien und Werkzeuge für den unterrichtlichen Alltag bieten, zum anderen aber auch durch die Notwendigkeit, Kompetenzen im Umgang mit der fortschreitenden Digitalisierung zu vermitteln.

Das Zentrum für Lehrerbildung will interessierten Lehrkräften und weiteren schulischen Akteuren mit dem ersten Thementag zur Digitalisierung im Schulbereich u.a. die Möglichkeit geben, digitale Werkzeuge und Materialien kennenzulernen und zu erproben, sich über neue Entwicklungen zu informieren und über gelingende Praxis und bestehende Herausforderungen auszutauschen.

 

Programmübersicht:

10:30 - 11:00 Uhr Anmeldung zum Thementag
11:00 - 11:15 Uhr Begrüßung und Informationen
11:15 - 12:00 Uhr Plenarvortrag: Frau Dr. Maren Risch (Blickwechsel e.V.): 

Digitalisierung im Schulbereich – ein Überblick für umsetzbare Schritte zur Mediennutzung im Unterricht

12:00 - 12:30 Uhr Kurzvorstellung/Pitches zu Workshops
12:30 - 13:30 Uhr Mittagspause
13:30 - 15:00 Uhr Parallelworkshops
15:00 - 15:30 Uhr Kaffeepause
15:30 - 17:00 Uhr Parallelworkshops
17:00 - 17:30 Uhr Abschlusspodium

 Workshopübersicht

 

Datum:       19.09.2018

Ansprechorganisation: Zentrum für Lehrerbildung (ZfL)

Der Thementag bietet insgesamt neun verschiedene Workshops. Sie können bei der Anmeldung drei Prioritäten angeben, nehmen allerdings nur an zwei Workshops teil.

 

Zur Anmeldung

 

 Workshopübersicht

Dr. Gergely Kápolnási, Institut für Wissensmedien

Oft sind es die kleinen Helfer, die großen Mehrwert bieten. Auch im E-Learning gibt es solche Goodies, die mit wenig Aufwand viel bewirken. Im Workshop werden Beispiele für E-Learning-Goodies mit Mehrwert für die Schule demonstriert, wobei sie ein weites Feld umspannen. Vorgestellt werden beispielsweise Tools zum spielerischen Erlernen von Sprachen, interaktive Lernwerkzeuge und andere für den Unterricht nützliche elektronische Werkzeuge. Zudem werden auch Quellen für geeignete Videos und andere Medien aufgezeigt. Zu den genannten Themen werden nicht nur die Methoden erläutert, sondern auch deren Mehrwerte diskutiert und jeweils Beispiele für deren praktische Umsetzung präsentiert. Abgerundet wird der Workshop mit Möglichkeiten für den datenschutzkonformen Einsatz von Messengern.

 

Christian Tuldi, BBS Boppard

Der Einsatz von Medien im Unterricht ist kein Selbstzweck, sondern soll als Vorbereitung bzw. zur Unterstützung eines selbstbestimmten Lebens unserer Schülerinnen und Schüler dienen. Junge Menschen müssen heute mehr denn je auf das lebenslange selbständige Lernen vorbereitet werden, das die Grundlage zur erfolgreichen Orientierung in sich schnell wandelnden Gesellschaften ist. Medien können dabei helfen, dass sich Schülerinnen und Schüler gut auf immer wieder neue Problemstellungen einstellen.

Schon heute ist es daher ratsam, das Lernen unabhängig von zeitlichen und räumlichen Restriktionen flexibel und individuell mit freier Zeiteinteilung nach einem individuellen Lerntempo und unter freiwilliger Selbstkontrolle zu proben.

Die Lernplattform „Moodle“ ermöglicht das Einüben zahlreicher Techniken, die die Herausforderungen des lebenslangen selbständigen Lernens bewältigen hilft. Moodle@RLP ist eine durch das Land installierte und administrierte Lernplattform (eine Sorge weniger für den Schul-Admin) mit hoher Verfügbarkeit und Datensicherheit (Sicherung, deutscher Server, https://-Verbindung).

Im Arbeitskreis schauen wir auf den Aufbau einer Feedbackkultur, auf die Einrichtung von Lerngruppen und auf die Förderung einer Online-Kollaboration sowie die Demokratisierung von Unterrichtsprozessen mit Hilfe von Abstimmungen. Außerdem werfen wir einen Blick auf Möglichkeiten der Verbesserung und Beschleunigung des Informationsaustauschs und der Kooperation zwischen Lernenden und Lehrenden, aber auch unter den Lernenden durch die Instrumente „Wiki“ und „Diskussionsforum“.

Markus Schwenn, BBS Montabauer

Grundsätzlich richtet sich der Workshop an diejenigen, die bisher keine oder sehr geringe Erfahrung im Umgang mit Multimediaboards (Smartboards) haben.

Der Workshop beinhaltet zunächst den grundsätzlichen Umgang mit dem Multimediaboard. D.h. Woraus besteht der technische Aufbau einer Multimediaboardanlage und welche technischen Voraussetzungen sollten vor Ort bzw. zu Hause gegeben sein?

Weiterhin werden anhand der digitalen Werkzeuge die Funktionen vorgestellt.

Wie gestaltet sich nun der tägliche Umgang und die Unterrichtsvorbereitung mit einem Multimediaboard?

Mit welcher Software lässt sich die Smartboardsoftware verknüpfen?

Dies sind Fragen die im folgenden beantwortet werden sollen.

Abschließend können ein paar praktische Erfahrungen direkt am Board bzw. am PC gesammelt werden um die Veranstaltung abzurunden.

Alexander Hug, Johannes Thielen, Universität Koblenz-Landau

Sowohl Medienberichte als auch eigene Untersuchungen zeigen, dass die Datenschutzkompetenz bei Kindern und Jugendlichen unzureichend ausgebildet ist. Daher muss ein Auftrag der Schule sein, diese Kompetenz zu entwickeln und zu fördern. Da in der Sekundarstufe I das Schulfach Informatik an den Schulen nicht eingeführt ist, muss die Ausbildung der Datenschutzkompetenz fachübergreifend erfolgen.

Zu Beginn des Workshops wird Datenschutzkompetenz definiert. Dem schließt sich die Vorstellung einer für die Orientierungsstufe entwickelten Unterrichtsreihe an, deren praktische Elemente von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern selbst erprobt werden können.

Der Workshop richtet sich an Lehrkräfte der Sekundarstufe I aller Schulfächer und Interessierte.

Dr. Maren Risch, Blickwechsel e.V.

Der systematische Einsatz digitaler Medien hat für die Unterrichtsplanung und -gestaltung vielschichtige Herausforderungen und sollte vor der konkreten Umsetzung die schulische Struktur gut sondieren. Eine herausfordernde Aufgabe der Schulen ist es, die im Curriculum festgelegten Ziele auch mit medienpädagogischen Handlungskompetenz zu verbinden und die Aneignung von Wissen und dazu notwendige Reflexionsprozesse mit und über Medien zu unterstützen. Lernende können damit für ihren lebenslangen Bildungsweg ein Bündel von Fähigkeiten in den Bereichen Medienwissen, Medienbewertung und Medienhandeln erhalten. Das Thema BYOD und Mobiles Lernen mit dem Handy wird immer wieder kontrovers diskutiert. Der Workshop bietet Raum für Austausch und konkrete Anregungen für die Umsetzung mobiler Lernszenarien im eigenen Unterricht. 

Leif Grabe, Carl-Benz-Schule, Koblenz

Mit Hilfe von Tablets oder Smartphones und geeigneter Apps lassen sich im Unterricht einfach und schnell Befragungen durchführen. Der Einsatz von Tablet oder Smartphone stellt eine Alternative zu dem Evaluationinstrument InEs des Landes Rheinland-Pfalz.

In dem Workshop lernen die Teilnehmer verschiedene Apps kennen, mit denen man online oder offline Befragungen im Unterricht anlegen, durchzuführen und auszuwerten kann. Anhand von konkreter Unterrichtsbeispiele wird der Einsatz von Apps zur Unterrichtsevaluation aufgezeigt und die rechtlichen Aspekte im Zusammenhang mit dem Datenschutz dargelegt. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit zur praktischen Erprobung.

Der Workshop richtet sich auch an Laien. Es sind keine speziellen Vorkenntnisse notwendig. Ein Tablet muss nicht mitgebracht werden.

Leif Grabe, Carl-Benz-Schule, Koblenz

Auch wenn die Bundesregierung den Ausstieg aus der Kernkraft bis zum Jahr 2022 beschlossen hat, so besitzt die Radioaktivität bzw. ionisierende Strahlung weiterhin eine große Relevanz in der Medizin oder auch Industrie.  Daher findet sich das Themengebiet Atom- und Kernphysik weiterhin in vielen Lehrplänen.

Während des Workshops können die Teilnehmer verschiedene Schülerexperimente im Zusammenhang mit der Messung ionisierender Strahlung durchführen. Bei der Messung kommen Smartphones oder Tablets und der Smart Geiger Stick der Firma FTLab zum Einsatz. Die Sensoren der Firma FTLab stellen eine sehr preiswerte Alternative zu den bekannten Messgeräten verschiedener Lehrmittelhersteller dar.

Mit Hilfe des Smart Geiger Sticks können Schülerinnen und Schüler mit dem eigenen Smartphone oder Tablet Experimente zur ionisierenden Strahlung im Unterricht durchführen.  Unter Anderem können Experimente zum Abstandsgesetz, der Absorption oder der Poisson-Verteilung durchgeführt werden.

Da mit frei verkäuflichen Präparaten unter der Freigrenze gearbeitet wird, benötigen die Lehrkräfte keinen Fachkundenachweis im Strahlenschutz. Für die Schülerinnen und Schüler besteht kein Risiko beim Umgang mit den Präparaten.

Es sind keine speziellen Vorkenntnisse notwendig. Ein Tablet muss nicht mitgebracht werden.

Dr. Martin Fislake, Universität Koblenz-Landau

Roboter für den Einsatz in Schule und Unterricht erleben seit mehr als 20 Jahren eine enorme Entwicklung und erfreuen sich steigender Beliebtheit. Zugleich wachsen neben der Vielfalt auch der Funktionsumfang und die Einsatzbreite in immer kürzeren Zyklen.
 
Den Unterrichtenden bietet sich dadurch zunehmend zahlreiche Optionen, die von der Vermittlung einfacher Algorithmen in der Primarstufe über den Einsatz im Technik-, Naturwissenschaft- und Informatikunterricht bis in den Sozialkundeunterricht und die Berufsausbildung reichen. Er verbindet Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft in vielen verschiedenen Bereichen und zeigt den Lernenden auch die Verbindung zwischen Hard- und Software sowie der Automatisierung auf.
 
 Der Beitrag Robotik in Schule und Unterricht soll in dieser wichtigen Domäne der Technischen Bildung Orientierung geben, Einsatzmöglichkeiten diskutieren und grundsätzliche Hilfen bei der richtigen Auswahl bieten.
 
 etwas Literatur dazu:
 https://link.springer.com/referenceworkentry/10.1007/978-3-319-44687-5_28
 bzw hier:
 http://www.readcube.com/articles/10.1007/978-3-319-44687-5_28

 

Anmerkung:

+ Wer will, kann gern eigene Endgeräte mitbringen, ist aber nicht nötig.

+ Auch für "Anfänger" geeignet. Kein Workshop für oder exklusive für Nerds!

Daniel Faßbender, vom Klett-Verlag

Zeit: ca. 45 Minuten

Was erwartet Sie:

- Einführung in den Digitalen-Unterrichtsassistenten von Klett.

- Wie kann ich den Digitalen- Unterrichtsassistenten für den Unterricht nutzen und welche zeitsparenden Optionen bieten sich für die Unterrichtsvorbereitung als auch in der Nachbereitung.

-„Learning by doing“: selber die Möglichkeit nutzen, den Digitalen- Unterrichtsassistenten praxisnah einmal auszuprobieren