Thementag: "Arbeit mit Flüchtlingen" an der Universität Koblenz-Landau, Campus Koblenz

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Bericht zum Thementag "Arbeit mit Flüchtlingen" am 14.03.2017

"Die Arbeit ist herausfordernd – aber sie macht auch süchtig"

Gelungener zweiter Thementag ‚Arbeit mit Flüchtlingen‘ an der Universität Koblenz-Landau

Die Frage des Umgangs mit Geflüchteten ist etwas aus dem Fokus gerückt, seitdem die Anzahl der neu Zugewanderten im Vergleich zu den vergangenen beiden Jahren deutlich gesunken ist. Dass das Thema an Schulen jedoch nach wie vor eine große Herausforderung ist, zeigt die große Resonanz, die der Thementag ‚Arbeit mit Flüchtlingen‘ am Dienstag, den 14. März 2017 erfahren hat. Die Veranstaltung wurde nach der erfolgreichen Erstauflage im vergangenen Jahr bereits zum zweiten Mal durch das Zentrum für Lehrerbildung (ZfL) am Campus Koblenz der Universität Koblenz-Landau organisiert.
Etwa 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmer – überwiegend Lehrkräfte, aber auch zahlreiche weitere Interessierte aus Verwaltungen oder in der Flüchtlingsarbeit engagierten Organisationen – nahmen die Gelegenheit wahr, sich über ganz unterschiedliche Aspekte der Arbeit mit geflüchteten Kindern und Jugendlichen in der Schule zu informieren.

Als inhaltlichen Einstieg in die Veranstaltung informierte Dr. Nora von Dewitz vom Mercator-Institut für Sprachförderung und Deutsch als Zweitsprache über aktuelle Entwicklungen des Zuzugs von Kindern und Jugendlichen mit Fluchterfahrung sowie über die unterschiedlichen Rahmenbedingungen der schulischen Integration in den einzelnen Bundesländern. Aus eigenen Forschungen berichtete sie über den sehr unterschiedlichen Umgang mit Kindern ohne Deutschkenntnisse an verschiedenen Schulen sowie über die gemachten Fortschritte, aber auch die erkannten Herausforderungen in diesem Bereich. So ist neben einer grundsätzlichen migrationssensiblen Haltung und den erforderlichen Fachkenntnissen zur Vermittlung von Deutsch als Zweitsprache bspw. auch die Zusammenarbeit zwischen Lehrkräften in Regelklassen und den in Deutsch-Intensivkursen eingesetzten Lehrkräften ein entscheidender Faktor für einen gelingenden Einstieg der ‚Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteiger‘ in die Schullaufbahn.
Ein Schlaglicht auf die unterschiedlichen Facetten des komplexen Themas ‚Arbeit mit Flüchtlingen‘ boten anschließend drei kurze Impulsvorträge: Zunächst widmete sich Carolin Hebig, Ethnologin und interkulturelle Trainerin, den Herausforderungen, die die neue kulturelle Vielfalt im (Schul-)Alltag mit sich bringt, und verdeutlichte anschaulich, dass unterschiedliche kulturelle Prägungen oftmals zu missverständlichen Situationen führen können. Ebenso bietet aber auch eine reflektierte Auseinandersetzung mit eigenen Vorstellungen sowie den Besonderheiten anderer Kulturen die Möglichkeit eines offenen und verständnisvolleren Umgangs miteinander. Den zweiten Impulsbeitrag gestaltete Tülay Altun, die an der Universität Duisburg-Essen im Projekt „ProDaZ“ an der Entwicklung eines Konzepts zur Qualifizierung für Sprachbildung und Mehrsprachigkeit mitwirkt. Sie erläuterte die Unterschiede im Erwerb einer mündlich orientierten Alltagssprache und der eher schriftlich orientierten Fachsprache und führte das sog. ‚Scaffolding‘ als Methode des koordinierten Lernens beider Sprachebenen in der Schule ein. Zuletzt berichtete die Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin Cindy Vogel-Hürter von den vielfältigen prägenden Erlebnissen, die viele Kinder und Jugendliche mit Fluchterfahrungen in ihrem Heimatland oder auf der Flucht selbst gemacht oder miterlebt haben und deren Auswirkungen sowie den Herausforderungen in der Arbeit mit Schülerinnen und Schülern mit traumareaktiven Störungen. Die mit großem Interesse verfolgten Impulsvorträge konnten in anschließenden Workshops mit den jeweiligen Referentinnen weiter vertieft und mit Blick auf die eigene Arbeit reflektiert werden.

In einer abschließenden Podiumsdiskussion wurde die Sicht der Schulen in den Mittelpunkt gestellt, die sich auf verschiedene Weise den Herausforderungen der Integration der geflüchteten Kinder und Jugendlichen widmen. Mit Herrn Dr. Zimmerschied, Schulleiter des Max-von-Laue-Gymnasiums, Herrn Marenbach, Schulleiter der Goethe-Realschule plus, Herrn Denis, Studiendirektor der BBS Technik sowie Frau Baumgarten, Mitglied des Schulleitungsteams der Julius-Wegeler-Schule berichteten vier Vertreter Koblenzer Schulen in der von Prof. Dr. Siller, geschäftsführender Leiter des ZfL, moderierten Runde von ihren unterschiedlichen Ausgangslagen, ersten Erfolgen und einem noch weiten vor ihnen liegenden Weg. Dabei wurde deutlich, dass bspw. durch zusätzliche Stellen für Intensivsprachkurse mittlerweile eine deutlich bessere Ausstattung an den Schulen zur Bewältigung der Integrationsaufgaben vorhanden ist. Gleichzeitig wurde aber auch betont, dass es nach wie vor einen hohen Bedarf an zusätzlichen Ressourcen gibt und die Arbeit mit Flüchtlingen an der Schule ohne überdurchschnittliches Engagement und Herzblut nach wie vor nicht zu meistern ist – eine Arbeit, die „anstrengend und herausfordernd ist – aber auch süchtig macht“ (Joachim Denis).

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2. Thementag "Arbeit mit Flüchtlingen" am 14.03.2017

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner unserer Kooperationsschulen,

liebe Kolleginnen und Kollegen,

liebe Studierende,

viele der neu zugewanderten Kinder und Jugendlichen sind nun seit einem oder zwei Jahren in Deutschland und im Schulsystem. Wie gelingt aber eine nachhaltige Integration dieser Lernenden in die bestehenden Systeme? Lassen sich nach dieser ersten Zeit bereits Erfolge verzeichnen oder bestehen weiterhin Herausforderungen, die sich auf verschiedenen Ebenen, aber im direkten Kontakt vor allem Lehrkräften stellen? Um Ihnen und Ihren KollegInnen bei dieser Situation Unterstützung anzubieten, möchten wir am Zentrum für Lehrerbildung den bereits zweiten Thementag „Arbeit mit Flüchtlingen“ durchführen, an dem einige Aspekte rund um diesen Themenbereich mit Vorträgen und Workshops behandelt werden. In diesem Rahmen besteht auch Gelegenheit zum gegenseitigen Austausch über gelingende Praxis oder bestehende Bedürfnisse an den Kooperationsschulen im Netzwerk Campus-Schulen und darüber hinaus.

Der Thementag findet am 14.03.2017 von 13:30 bis 18 Uhr an der Universität Koblenz-Landau, Campus Koblenz, statt und richtet sich an Lehrkräfte aller Kooperationsschulen, an FachleiterInnen der Studienseminare, an Studierende und weitere Interessierte.

 

Anmeldung. Bitte wählen Sie dabei einen der drei Workshops
Informationen zu den Workshops finden Sie weiter unten.

 

Programmübersicht:

13:00-13:30Ankommen und Anmeldung
Foyer vor D239
13:30-13:45 Begrüßung

Hans-Stefan Siller
Lina Pilypaityté
(Zentrum für Lehrerbildung)

D239
13:45-14:30 Vortrag: Schule und Neuzuwanderung - wie werden Kinder und Jugendliche eingebunden?

Nora von Dewitz
(Mercator-Institut für Sprachförderung und Deutsch als Zweitsprache; Bildung durch Sprache und Schrift - BiSS)

D239
14:30-14:45 Impulsbeitrag 1: Kulturelle Vielfalt im Schulalltag als Herausforderung und Chance

Carolin Hebig
(Ethnologin, Interkulturelle Trainerin)

D239
14:45-15:00 Impulsbeitrag 2: Sprachbildung im Fachunterricht

Tülay Altun
(Universität Duisburg-Essen, ProDaZ)

D239
15:00:15:15 Impulsbeitrag 3: Handlungssicherheit im Umgang mit "traumatisierten" Flüchtlingen im Kontext Schule

Cindy Vogel-Hürter
(Psychotherapeutin)

D239
15:15-15:45KaffeepauseAusstellung verschiedener Lehrwerke und Arbeitsmaterialien Foyer vor D239
15:45-16:55

Parallelworkshops:

  1. Kulturelle Vielfalt im Schulalltag als Herausforderung und Chance
  2. Sprachbildung im Fachunterricht
  3. Handlungssicherheit im Umgang mit "traumatisierten" Flüchtlingen im Kontext Schule

Carolin Hebig

 

Tülay Altun

 

Cindy Vogel-Hürter

 

17:00-18:00

Podiumsgespräche mit Lehrkräften und Schulleitungen zu den Themen des Tages


D239


Workshops

Vortrag: Schule und Neuzuwanderung - wie werden Kinder und Jugendliche eingebunden?
(Nora von Dewitz, Mercator-Institut für Sprachförderung und Deutsch als Zweitsprache; Bildung durch Sprache und Schrift (BiSS))

Der Vortrag wird einen kurzen Überblick über die Entwicklungen im Jahr 2015 mit Blick auf neu zugewanderte Kinder und Jugendliche, ihre Herkunftsländer und Altersstruktur sowie Rahmenbedingungen des Schulzugangs geben. In der Folge werden einige Aspekte der Einrichtung von Vorbereitungs- oder Willkommensklassen diskutiert und überlegt, welche Anforderungen sich daraus für Lehrkräfte und Schulen ergeben.

Impulsbeitrag und Workshop 1: Kulturelle Vielfalt im Schulalltag als Herausforderung und Chance (Carolin Hebig, Ethnologin; Interkulturelle Trainerin)
Unterschiedliche kulturelle Prägungen können im Umgang miteinander zu Missverständnissen führen. Das erleben auch Lehrende im Unterricht immer wieder. Um solchen Situationen und Verhaltensmustern zu begegnen, ist interkulturelle Kompetenz für alle Beteiligten essentiell. Hierbei stellen sich die Fragen: Welche Wertvorstellungen prägen SchülerInnen und Lehrende? Welche Stereotype und Vorurteile tragen sie mit sich herum?

Im Workshop können die Teilnehmenden mittels Simulationen und Gruppenarbeit ihre eigene Wahrnehmung und kulturelle Prägung herausfinden und unterschiedliche Wertvorstellungen herausarbeiten. Auch unterschiedliche Rollen- und Genderverständnisse werden Thema sein. Was steckt hinter der Weigerung, die Hand zu schütteln? Welche Stereotype zu Mann/Frau gibt es?

Impulsbeitrag und Workshop 2: Sprachbildung im Fachunterricht
(Tülay Altun, Universität Duisburg-Essen; ProDaZ)

Sprache ist ein zentrales Medium für das Lernen in allen Fächern. Ohne Sprache sind die Inhalte der Fächer nicht denkbar. Aber wie zugänglich ist die Sprache der Fächer für Schülerinnen und Schüler? Im fachlichen Kontext erhalten bestimmte Wörter, die Schülerinnen und Schülern aus der Alltagssprache bekannt sind, ein anderes Konzept. Der Begriff „Diät” beispielsweise wird im gesellschaftswissenschaftlichen Kontext zu einem ‚fremden‘ Wort. Erschwert wird dieser Zugang auch durch sprachliche Strukturen, die häufig unbeachtet bleiben.

Der Kurzvortrag und der anschließende Workshop führen in das Konzept des Scaffoldings ein, mit dem ein koordiniertes fachliches und sprachliches Lernen ermöglicht wird. Die Teilnehmer erhalten einen Überblick über die sprachlichen Besonderheiten des Fachunterrichts und beschäftigen sich exemplarisch mit Textsorten und Aufgabenstellungen im Fachunterricht, um dann mögliche Zugänge zu diskutiert, die eine Verbindung von fachlichem und sprachlichem Lernen fördert.

Impulsbeitrag und Workshop 3: Handlungssicherheit im Umgang mit "traumatisierten" Flüchtlingen im Kontext Schule (Cindy Vogel-Hürter, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin)
Eine heterogene Lerngruppe ist eine Herausforderung im Schulalltag. Sind unter den Schülern Flüchtlingskinder, die traumatische Erfahrungen mitbringen, brauchen diese darüber hinaus ein besonderes Lernklima, um im Schulalltag bestehen zu können.

Um handlungssicher mit dieser besonderen Schülergruppe arbeiten zu können, sind bestimmte Kenntnisse notwendig:

  • Wie zeigt sich eine traumareaktive Störung?
  • Welche Auswirkungen haben traumatische Erfahrungen auf den Lernprozess/das Arbeitsverhalten?
  • Welche Hilfestellungen können Sie konkret anbieten?

 

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Bericht zum Thementag "Arbeit mit Flüchtlingen" am 28.04.2016

 

Da das Thema Flüchtlinge auch und gerade Lehrkräfte derzeit vor große Herausforderungen stellt, veranstaltete das Zentrum für Lehrerbildung einen Schwerpunkttag zu diesem Thema. Das Ziel dieses Projekttages war es, die typischen Schwierigkeiten aus der schulischen Arbeit mit Flüchtlingskindern zu analysieren und beispielhafte oder universelle Modelle zur Bewältigung vorzustellen. Der Thementag war eines von mehreren Projekten des ZfL zum Thema Integration, das derzeit auch in der Lehramtsausbildung in Koblenz einen besonderen Schwerpunkt einnimmt, wie Prof. Dr. Hans-Stefan Siller, Leiter des Zentrums für Lehrerbildung einleitend betonte.

Der dreigeteilte Thementag bestand aus einem einführenden Plenarteil mit Vorträgen, einer Arbeitsphase von 3 parallelen Workshops und einer abschließenden Podiumsdiskussion.

Im Eröffnungsvortrag sensibilisierte Frau Jana Kaulvers von der Universität Duisburg-Essen für die Lernersituation der zugewanderten SchülerInnen. Anhand von Gedankenexperimenten illustrierte sie, dass Lern- und Integrationsschwierigkeiten oft lediglich mit sprachlichen und lernkulturellen Unterschieden zusammenhängen. Zudem machte Frau Kaulvers die Potenziale deutlich, die SchülerInnen aus anderen Kulturkreisen mit sich bringen, und zeigte schließlich Modellprojekte ihrer Hochschule zur sprachlichen Analyse und Förderung auf.

Drei Workshops mit vorgeschalteten Impulsvorträgen widmeten sich Integrationsfragen ganz unterschiedlicher Dimensionen. Unter der Frage interkultureller Sensibilisierung und Handlungskompetenz zeigte die interkulturelle Trainerin Yinka Kehinde die Bedeutung kulturbedingter Prägungen für Kommunikation und Integration, was beispielsweise für die Lehrerperspektive wichtig ist. Wie sich solche herkunftsgeprägten Unterschiede konkret in der Unterrichtspraxis des Fachunterrichts auswirken können, thematisierte Dr. Lena Wessel von der Technischen Universität Dortmund in ihrem Workshop am Beispiel des Mathematikunterrichts. Die Psychotherapeutin Cindy Vogel-Hürter referierte zum Umgang mit traumatisierten Flüchtlingen im schulischen Umfeld. SchülerInnen mit traumatisierenden Vorerfahrungen müssen zunächst als solche erkannt werden. Sie benötigen schließlich einen individuellen, sensiblen Umgang und folglich ein eigenes Lernklima.

Bei der abschließenden Podiumsdiskussion wurden die Erkenntnisse des Tages zusammengefasst, darüber hinaus stellten sich auch Vertreterinnen der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD), der Leitstelle für Integration der Stadt Koblenz und Akteure aus der ehrenamtlichen Flüchtlingsarbeit den Fragen der VeranstaltungsteilnehmerInnen. Unter anderem wurde festgehalten, dass viel sinnvolle Arbeit durch die ehrenamtlichen Initiativen geleistet wird. Weitere Projekte entstehen an der Universität und werden durch die Stadt Koblenz gefördert. Für die erfolgreiche Integration von Zugewanderten, u.a. in das Bildungssystem, braucht es aber noch mehr gemeinsame Anstrengung auf verschiedenen Ebenen.

Für Frau Dr. Lina Pilypaityte, geschäftsführende Beauftragte des ZfL, war der enorme Zuspruch zu dieser Veranstaltung Ausdruck dafür, dass das Thema Flüchtlinge und Integration für Schulen und Lehrer weiterhin drängend ist. Mit etwa 90 Gästen kamen fast dreimal so viele, wie ursprünglich erwartet wurden. Das ZfL wird seine Arbeit in diesem Bereich auch in den nächsten Semestern fortsetzen.

(Karsten Münchhoff)

 

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Pressemitteilung der Universität Koblenz-Landau


Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner unserer Kooperationsschulen,

liebe Kolleginnen und Kollegen,

liebe Studierende,

das Thema Flüchtlinge ist nach wie vor sowohl in den Medien als auch in unserer täglichen Arbeit aktuell. Ein großer Teil der Geflüchteten ist im schulpflichtigen Alter, was die Schulen vor die Herausforderung stellt, diese „SeiteneinsteigerInnen“ gut aufzunehmen und ihre Integration mit den zur Verfügung stehenden Ressourcen und Kapazitäten zu bewerkstelligen. Um Ihnen und Ihren KollegInnen bei dieser Situation Abhilfe zu schaffen, haben wir am Zentrum für Lehrerbildung einen Thementag „Arbeit mit Flüchtlingen“ geplant, an dem einige Aspekte rund um diesen Themenbereich mit Vorträgen und Workshops behandelt werden.

Der Thementag findet am 28.04.2016 von 13 bis 18 Uhr an der Universität Koblenz-Landau, Campus Koblenz, statt und richtet sich an Lehrkräfte aller Kooperationsschulen, an FachleiterInnen der Studienseminare, an Studierende und weitere Interessierte.

 

Anmeldung. Bitte wählen Sie dabei einen der drei Workshops
Informationen zu den Workshops finden Sie am Ende der Seite.

 

Programmübersicht:

12:30-13:00

Ankommen und AnmeldungFoyer vor D239
13:00-13:15 Begrüßung

Hans-Stefan Siller

Lina Pilypaityté

(Zentrum für Lehrerbildung)

D239
13:15-14:15 Vortrag: Sprachbildung im Fachunterricht unter Berücksichtigung von neu zugewanderten Schülerinnen und Schülern

Jana Kaulvers

(Universität Duisburg-Essen)

D239
14:15-14:30 Impulsbeitrag 1: Interkulturelle Handlungskompetenzen und Diversität im Lehrberuf

Yinka Kehinde

(Interkulturelle Trainerin)

D239
14:30-14:45 Impulsbeitrag 2: Funktionen von Sprache beim Mathematiklernen

Lena Wessel

(Universität Dortmund)

D239
14:45:15:00 Impulsbeitrag 3: Handlungssicherheit im Umgang mit "traumatisierten" Flüchtlingen im Kontext Schule

Cindy Vogel-Hürter

(Psychotherapeutin)

D239
15:00-15:30KaffeepauseFoyer vor D239
15:30-16:55

Parallelworkshops:

  1. Interkulturelle Handlungskompetenzen und Diversität im Lehrberuf
  2. Beispiele zur Umsetzung von Sprachförderung im Mathematikunterricht
  3. Handlungssicherheit im Umgang mit "traumatisierten" Flüchtlingen im Kontext Schule

 

Yinka Kehinde

 

Lena Wessel

 

Cindy Vogel-Hürter

 

D238

 

F522

 

D239

17:00-18:00

Podiumsdiskussion und Ergebnisse

Referentinnen, ADD, Stadt Koblenz/Leitstelle für Integration, Diakonisches Werk, Vertreter von ehrenamtl. Organisationen für Flüchtlinge

D239


Workshops

Vortrag: Sprachbildung im Fachunterricht unter Berücksichtigung von neu zugewanderten Schülerinnen und Schülern
(Jana Kaulvers, Universität Duisburg-Essen)

Im Rahmen des Vortrags wird auf die besonderen Potentiale der neu zugewanderten Schülerinnen und Schüler im deutschen Schulsystem eingegangen. Im Zusammenhang mit dem Fachunterricht wird die Rolle der Wortschatzarbeit beleuchtet und ihre Möglichkeiten diskutiert.

Kurzbeitrag: „Funktionen von Sprache beim Mathematiklernen“
(Lena Wessel, Universität Dortmund)

Sprache nimmt beim Mathematiklernen und –lehren eine zentrale Rolle ein – sowohl auf sprachrezeptiver und sprachproduktiver Ebene wie auch in den unterschiedlichen Registern der Alltagssprache und Bildungs- bzw. Fachsprache. Die verschiedenen Rollen sowie Funktionen von Sprache im Mathematikunterricht bzw. beim Mathematiklernen sollen im Rahmen des Kurzbeitrags beleuchtet werden.


Workshop: „Beispiele zur Umsetzung von Sprachförderung im Mathematikunterricht“
(Lena Wessel, Universität Dortmund)

Ausgehend von Forschungsergebnissen zu empirisch beobachteten sprachlichen Schwierigkeiten und Hürden in Mathematikaufgaben werden im Workshop aktuelle Konzepte und Methoden zur Sprachförderung im Mathematikunterricht präsentiert und von den Workshop-Teilnehmer*innen reflektiert.

 

Kurzbeitrag und Workshop: „Handlungssicherheit im Umgang mit „traumatisierten“ Flüchtlingen im Kontext Schule“
(Cindy Vogel-Hürter, Psychotherapeutin)

Eine heterogene Lerngruppe ist eine Herausforderung im Schulalltag. Sind unter den Schülern Flüchtlingskinder, die traumatische Erfahrungen mitbringen, brauchen diese darüber hinaus ein besonderes Lernklima, um im Schulalltag bestehen zu können.

Um handlungssicher mit dieser besonderen Schülergruppe arbeiten zu können, sind bestimmte Kenntnisse notwendig:

  • Wie zeigt sich eine traumareaktive Störung?
  • Welche Auswirkungen haben traumatische Erfahrungen auf den Lernprozess/das Arbeitsverhalten?
  • Welche Hilfestellungen können Sie konkret anbieten?

 

Kurzbeitrag und Workshop: Interkulturelle Handlungskompetenz und Diversität im Lehrberuf
(Yinka Kehinde, freie zertifizierte interkulturelle Trainerin und Projektmanagerin von internationalen Großprojekten der europäischen Entwicklungspolitik)

Interkulturelle Kompetenz entwickelt sich in der direkten Begegnung zwischen Menschen, und genau hier sind Lehrende gefordert. Die außerschulische Methode des interkulturellen Trainings kann Lehrenden helfen, sich interkulturelle Handlungskompetenz anzueignen. Doch wie können sie diese dann im Alltag nutzen? Wie können Lehrende kontinuierlich weiter an sich arbeiten, um wertschätzend und ressourcenorientiert mit kultureller Vielfalt umzugehen?

 

 

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