Zugangsvoraussetzungen für sonstige beruflich Qualifizierte

Um ohne Aufstiegsfortbildung an Universitäten und (Fach)Hochschulen studieren zu können, müssen Sie folgende grundsätzlichen Voraussetzungen erfüllen:

 

1. Sie haben die Berufsausbildung erfolgreich abgeschlossen. Darunter versteht man eine Abschlussnote von 2,5 oder von besser bzw. mindestens 10 Punkten.

2.Danach waren Sie zwei Jahre berufstätig. Die Berufstätigkeit muss keine inhaltliche Nähe zu Ihrer Ausbildung aufweisen. Es gibt eine Reihe vergleichbarer Tätigkeiten, die ebenfalls anerkannt werden.

 

Erläuterungen dazu:

Der zeitliche Umfang muss mindestens einer Teilzeitstelle entsprechen, eine Anstellung z.B. auf Mini-Job-Basis ist nicht ausreichend.

Für Personen, die Ihren Ausbildungsabschluss durch eine sogenannte Externenprüfung erhalten haben, gibt es eine Ausnahmeregelung. Da diese Personengruppe über mindestens die eineinhalbfache Zeit, die als Ausbildungszeit vorgeschrieben ist, in dem Beruf gearbeitet haben muss, verfügt sie bereits über eine langjährige Berufserfahrung. Die geforderte Berufserfahrung nach der Ausbildung entfällt daher in diesem Sonderfall.

Als vergleichbare Tätigkeiten werden anerkannt:

  • Erziehung von mindestens einer erziehungsbedürftigen Person
  • Pflege von mindestens einer pflegebedürftigen Person
  • Tätigkeit als Entwicklungshelfer/in
  • Beschäftigung im Jugendfreiwilligendienst (z.B. Freiwilliges Soziales Jahr)
  • Einjähriges gelenktes Praktikum bei schulischer Berufsausbildung

 

Sind diese Voraussetzungen erfüllt, dann dürfen Sie

  • an einer Universität fachgebunden studieren,
  • an einer (Fach)Hochschule fachungebunden studieren.

 

Fachgebunden Studieren bedeutet, dass Ihre Ausbildung in einem inhaltlichen Zusammenhang zu dem gewählten Studienfach stehen muss. Im Gegensatz dazu dürfen Sie an (Fach)Hochschulen das Studienfach frei wählen und müssen keine inhaltlichen Zusammenhänge zum erlernten Beruf nachweisen.