Projektphilosophie

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TAKE IN: Talente kennenlernen und integrieren!

 

Studierende bringen heute sehr unterschiedliche Erfahrungen und Kenntnisse mit an die Universität. Gemeinsam Lehren und Lernen wird dadurch bunter, aber auch komplexer.

Ob interkulturelle Unterschiede oder unterschiedliche Bildungsvoraussetzungen - allein die Differenzierung der stets auch individuell geprägten Hintergründe bringt Herausforderungen mit sich, die auf einer institutionellen Ebene allein nicht lösbar sind. Zudem stellt eine solche Unterscheidung und Zuweisung die Barrieren des Miteinanders in den Vordergrund, anstatt das Potenzial zu würdigen, das sich hinter den unterschiedlichen Voraussetzungen jeder individuellen Biographie verbirgt.

Das Projekt TAKE IN hat deshalb den Weg gewählt, vorhandene Initiativen zu fördern, die bereits "ihre" Zielgruppen mit gezielten Maßnahmen unterstützen, und diese durch Kooperationen enger miteinander zu verzahnen.

Wir setzen zudem auf die Qualifikation und Partizipation Studierender in einem gesamtgesellschaftlichen Prozess, an dem möglichst viele Perspektiventräger beteiligt werden sollten. Entsprechend stellen die so genannten Studentischen Begleiter/Student Advisors einen Transfer der zielgruppenspezifischen Ansätze her, in dem sie mit diesen Ansätzen arbeiten und sich zugleich über ihre Tätigkeiten und Erfahrungen intensiv austauschen. Dank einer eigens entwickelten Trainingsmethode werden sie im KSB mit Gesprächs- und Integrationskompetenz ausgestattet. Gut vorbereitet und ihren Interessen und Fähigkeiten entsprechend können sie ihre Kenntnisse anschließend durch spezialisierte Schulungen z.B. bei der Betreuung ausländischer Studierender oder durch ein Tutorentraining erweitern. Ihr Einsatz als Tutoren, studentische Begleiter und Mentoren wird durch Supervision begleitet.

Auf diese Weise trägt das Projekt einerseits zur Integration von Gruppen und Individuen mit erschwerten Studienstartbedingungen als auch zu einer Sensibilisierung und Kompetenzentwicklung Studierender für zukunftsrelevante gesellschaftliche Themen bei.

Wir möchten erreichen, dass die Universität und unsere Gesellschaft durch eine positive Grundeinstellung, durch die Betonung von Verbindendem und gleichzeitig den Mut zur kritischen Selbstreflexion dazu beiträgt, dass jede/r Studierende sich mit seinen individuellen Erfahrungen und Kenntnissen an der Universität einbringen kann.

Das Projekt adressiert mit seinen Maßnahmen insbesondere folgende Zielgruppen:

  • beruflich qualifizierte Studierende
  • First Generation Students ("Erstakademiker*innen")
  • ausländische (auch geflüchtete) Studierende
  • Studierende mit Migrationshintergrund

Als Studentische*r Begleiter*in werden Studierende besonders gefördert, die sich mit einem ähnlichen Hintergrund erfolgreich im Studium etabliert haben und andere daher aufgrund eigener Erfahrungen unterstützen können. Zugleich möchten wir aber auch alle anderen Studierenden zur Teilnahme  ermutigen, wenn sie sich aufgrund ihrer persönlichen Einstellung qualifizieren und engagieren wollen oder bereits erste Erfahrungen im Umgang mit den genannten Zielgruppen haben.